Einen "Sozialversicherungs-Jahresausgleich" (analog dem Lohnsteuerjahresausgleich) gibt es nicht, wobei dieser Begriff jedoch an der eigentlichen Fragestellung vorbeigeht - insofern irreführend ist.

Die Verbeitragung der von Dir angeführten Zahlung richtet sich nach der Beitragsmemessungsgrenze (BBG) der Sozialversicherung. Wird die monatliche BBG (zusammen mit dem "normalen" Gehalt) durch eine Einmalzahlung überschritten, wird eine sog. anteilige BBG gebildet, um genau den von Dir gewünschten Effekt zu verhindern.

Anm.-1: Auf diese Idee sind vor Dir auch schon Andere gekommen :))

Anm.-2: Als kleiner Trost sei gesagt, dass jeder verbeitragte Euro Deine spätere Rente erhöht...

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Ein seriöser Arbeitgeber macht so etwas nicht!

Beim nächsten Arbeitgeber (der ja sicher irgendwann kommt) darauf drängen, dass der Vertrag zum 1. eines Monats beginnt - egal ob Sonntag, Feiertag o.ä. - oder nicht unterschreiben. Macht sich übrigens auch im späteren Arbeitszeugnis besser.

Hier dürfte der Zug wohl abgefahren sein, es sei denn der AG ließe mit sich verhandeln und wäre kulanter Weise bereit, den Vertragsbeginn rückwirkend zu ändern, oder zumindest die angestrebte Sonderzahlung (Weihnachtsgeld) zu gewähren.

Anm.: Für mich persönlich wäre das Ärgernis bei einer Verweigerungshaltung des Arbeitgebers so groß, dass ich mich baldmöglich nach einer neuen Stelle umsehen würde.

Ich wünsche eine erfolgreiche Verhandlung!

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Um nicht gegen das Arbeitszeitgesetz zu verstoßen (bzw. der berechtigten Forderung des Hauptarbeitgebers, die Nebentätigkeit darf nicht schädlich sein, Genüge zu tun), würde ich an Deiner Stelle versuchen wie folgt arbeiten: Hauptarbeitgeber 7 Std., Nebengewerbe 3 Std., dazwischen 11 Std. bis zum neuen Dienstbeginn.

Anm.-1: Da sich die Zeit aus dem Nebengewerbe sicher nicht direkt an das Dienstende der Haupttätigkeit anschließt, würde ich die Zwischenzeit auf die 11-stündige Ruhezeit anrechnen.

Anm.-2: Ob der Lösungsvorschlag in Hinblick auf § 3 ArbZG sauber ist, müsste geprüft werden, denn ich könnte mir vorstellen, dass die Nebentätigekeit nicht täglich anfällt. Das wäre dann ein Rechenexempel.

Generell gilt: Wo kein Kläger, da kein Richter.

Ich wünsche Dir, dass Du hinsichtlich Deiner Haupttätigkeit und Deiner Gesundheit eine gute Lösung findest!

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Eine einzige Formulierung aus dem gesamten Text eines Arbeitszeugnisses kann man deshalb nicht bewerten, weil sie immer im Gesamtzusammenhang zu sehen ist!

Insofern sind diejenigen Antworten, die das vernachlässigen, m.E. wertlos.

Ich empfehle Dir, Dein gesamtes Zeugnis hier anonymisiert, jedoch vollständig (!) - von der Überschrift bis zur Unterschrift - einzustellen, damit die hier anwesenden Zeugnisexperten ihre entsprechenden Bewertungen abgeben können.

Alles Andere macht einfach keinen Sinn.

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Dein Ausbilder kommt nur seiner Pflicht nach, Dich auf den beschriebenen Sachverhalt hinzuweisen - nicht mehr und nicht weniger.

Er hätte es auch per Brief oder (unter Zeugen) mündlich tun können.

Anmerkung: Trotz der Tatsache, dass der Stil der Übermittlung (E-Mail) nicht der Beste ist, brauchst Du Dich nicht angegriffen zu fühlen.

Hinweis: Du solltest Dich statt dessen lieber mit der Thematik "Ausbildungszeugnis" (§ 16 BBiG) beschäftigen und rechtzeitig beantragen, ein qualifiziertes Ausbildungszeugnis zu bekommen (das Du nach Erhalt gerne hier in diesem Forum bewerten lassen kannst).

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Sollen wir hier Deine Hausaufgaben machen, wobei Dir offensichtlich sämtliche Grundlagen fehlen?

Ich empfehle Dir, Dich an Deine Fachlehrer (Schule, Berufschule, Betrieb, Fachhochschule o.ä.) oder an einen Nachhilfelehrer zu wenden.

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Zwischenzeugnis / Arbeitszeugnis bewerten?

Hallo,

kennt sich jemand aus bei der Bewertung eines Arbeitszeugnisses?

Habe eins bekommen, welches so geschrieben wurde:

Herr X verfügt über sehr vielseitige und umfassende Fachkenntnisse. Er bildet sich darüber hinaus regelmäßig und engagiert mit jederzeit guten Resultaten weiter.

Aufgrund seiner sehr guten Auffassungsgabe überblickt er stets schnell und zutreffend neue Sachverhalte und Aufgabenstellungen. Überdies ist er auch in Stresssituationen jederzeit belastbar. Die Ihm übertragenen Aufgaben erledigt er selbstständig und geht dabei stets systematisch sowie gewissenhaft vor. Er zeigt stets Initiative, großen Fleiß und weit überdurchschnittliches Engagement.

Herrn X Arbeitserfolge sind auch in Stresssituationen sehr gut und lobenswert. Besonders positiv zu würdigen sind sein integres Verhalten und sein persönliches Format. Darüber hinaus verfügt er über hervorragende IT-Kenntnisse. Herr X besitzt über ein ausgesprchenes Verkaufsgeschick, welches er stets beim Vertrieb der von uns angebotenen Produkte zu Gunsten unseres Unternehmens sehr erfolgreich einsetzt.

Herr X nimmt seine Aufgaben und die Unternehmensinteressen jederzeit zu unserer vollsten Zufriedenheit war.

Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und kollegen ist stets einwandfrei. Herr X trägt zu einem angenehmen Betriebsklima bei.

Auch gegenüber unseren Kunden tritt er immer freundlich und hilfsbereit auf.

Dieses Zwischenzeugnis wird auf Wunsch von Herrn X ausgestellt.

Wir bedanken uns bei ihm für seine stets gute Arbeit und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg in Unserem Unternehmen.

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Grundsätzlich muss ein Zwischenzeugnis genauso sorgfältig geprüft (und ggf. reklamiert) werden wie ein endgültiges Arbeitszeugnis, da es direkten Einfluss auf das letztgenannte Dokument haben kann.

Ein Zeugnis kann man nur abschließend bewerten, wenn es vollständig (!) vorliegt - von der Überschrift bis zur Unterschrift - , da an jeder Stelle (gewollt oder ungewollt) ungünstige Formulierungen und/oder Formfehler enthalten sein können.

Deshalb halte ich mich an dieser Stelle mit einer Bewertung zurück.

Meine Empfehlung ist, das Zeugnis noch einmal ayonymisiert, jedoch vollständig hier einzustellen.

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Moin! Wie würdet ihr dieses Arbeitszeugnis bewerten?

Sie verfügt über ein umfassendes und gutes Fachwissen, das Sie zur Bewältigung ihrer Aufgaben sehr sicher und erfolgreich einsetzte. Sie war hochmotiviert und zeigte ein außerordentlich hohes Maß an Initiative und Leistungsbereitschaft. Mit einem guten Blick für das Wesentliche führte Sie ihre Aufgaben immer planvoll, methodisch und gründlich aus.

Frau xxx zeichnete sich auch in extremen Stresssituationen und unter Zeitdruck stets durch hohe Belastbarkeit und Zielorientierung aus. Ihre Arbeitsergebnisse waren, auch bei wechselnden Anforderungen und unter sehr schwierigen Bedingungen, stets von sehr guter Qualität.

Frau XXX hat unsere Erwartungen stets in jeder Hinsicht erfüllt. Wir waren mit ihren Leistungen jederzeit äußerst zufrieden. Von Vorgesetzten, Kollegen und Kunden wurde sie gleichermaßen geschätzt. Sie verhielt sich jederzeit loyal gegenüber dem Unternehmen und überzeugte durch ihre persönliche Integrität. Ihr Verhalten war immer vorbildlich. Im Kontakt mit Kunden zeichnete Frau XXX sich durch äußerst professionelles Auftreten aus.

Sie verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 31.10.2018.

Wir danken Frau XXX für die stets hervorragenden Leistungen und bedauern ihr Ausscheiden sehr. Wir sind davon überzeugt, dass Sie auch in der Zukunft außerordentliche Erfolge erzielen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Wie würdet ihr dieses Arbeitszeugnis bewerten?
Danke im Voraus für eure Hilfe :)

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Ein Arbeitszeugnis kann man nur dann abschließend beurteilen, wenn es vollständig (!) vorliegt. Angefangen von der Überschrift bis hin zum (ggf. falschen) Ausstellungsdatum können sich überall gewollte/ungewollte versteckte Botschaften befinden.

Deshalb bewerte ich an dieser Stelle nicht.

Meine Empfehlung: Das Zeugnis noch einmal anonymisert, jedoch als Ganzes einzustellen.

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Du hast Dir die Frage im vorletzten Absatz eigentlich schon selbst beantwortet.

Ein aufmerksamer Personaler schaut sich ja nicht nur den Kandidaten im Vorstellungsgespräch (oder ggf. später während seiner Ausbildung) an, sondern er versucht auch, Rückschlüsse aus dessen bisherigem Verhalten auf die Zukunft zu ziehen.

Wenn nun also jemand sein Studium abbricht, weil er damit "nicht zufrieden" war respektive "falsche Vorstellungen" hatte, würde mir das sagen, dass sich derjenige vor seiner Entscheidungsfindung möglicherweise nicht ausreichend informiert hatte. Zumindest ist dessen gerade Linie im beruflichen Werdegang unterbrochen.

Um ganz ehrlich zu sein: Ich würde einen Kandidaten mit einem nicht ununterbrochenen, in sich folgerichtig aufgebauten, beruflichen Werdegang bevorzugen, weil man im vorgenannten Beispiel nicht ausschließen kann, dass derjenige das besagte Verhalten wiederholt.

Ob es dann die richtige Wahl war, weiß man sowieso immer erst im Nachhinein...

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Da es sich um eine Ausbildungsstelle gehandelt hat, hast Du (auch wenn die Ausbildung vorzeitig beendet wurde) einen Anspruch auf ein Ausbildungszeugnis gemäß § 16 Berufsbildungsgesetz - mit den dort geforderten Inhalten.

Der Titel Arbeitszeugnis ist schlichweg falsch!

Da es ja nun schon eine Weile her ist, und Du es sicher versäumt hast, rechtzeitig ein qualifiziertes Ausbildungszeugnis zu fordern, hast Du jetzt lediglich einen Anspruch auf ein einfaches Ausbildungszeugnis, das allerdings den Formalien des § 16 BBiG entsprechen muss. Ist dies nicht der Fall, solltest Du das Zeugnis entsprechend reklamieren.

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Hey,

hier aus meiner Sicht ein paar mögliche Nachteile - wobei es dabei allerdings jeweils auf die innere Einstellung ankommt:

° Kurse, Seminare können die Freizeit beschränken (Abwesenheit vom Wohnort, Hineinreichen in die Zeit nach täglichem regulärem Arbeitsende).

° Job Rotations können einen ggf. in Arbeitsbereiche bringen, die man nicht möchte.

° Assessments decken nicht nur positive, sondern auch negative Eigenschaften und Fähigkeiten auf - u.a. deshalb führt man sie durch.

° Medizinische "Vorsorgeprogramme" könnten gesundheitliche Schwächen zu Tage bringen.

° Große Unternehmen haben Betriebssportgruppen, wodurch leicht der Zwang entsteht, dort mitmachen zu müssen, um nicht als Außenseiter angesehen zu werden. Die für das Trainings anberaumte Zeit kann nicht privat verplant werden.

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Für die notwendige Analyse und Bewertung eines jeden Arbeitszeugnisses gibt es mehrere Möglichkeiten:

° Man macht sich selbst im Internet schlau - das ist die schlechteste, weil ungenaueste Lösung (==> siehe hierzu meinen Kommentar zur Antwort von @NoNameee1).

° Man findet jemanden Fachkundigen, der vielleicht selbst in einer Personalabteilung arbeitet, ideal im Bekanntenkreis - wodurch sich die Kosten minimal halten würden.

° Man beauftragt einen Fachanwalt für Arbeitsrecht - das ist die teuerste Variante, und birgt die Gefahr, dass dieser bei der Zeugnissprache auch nicht firm ist.

° Man beauftragt eine Personalberatung. DiesenUnternehmen ist die Zeugnissprache geläufig, aber die Kosten der Dienstleistung sind auch nicht unerheblich.

° Man stellt sein Zeugnis hier in diesem Forum anonymisiert, aber vollständig (!) ein, und lässt die hier anwesenden Zeugnisexperten ihre Kommentare abgeben - das kostet nichts.

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Meines Wissens nach war es zu dieser Zeit nur in wenigen Arbeitsbereichen üblich, Arbeitszeugnisses zu erstellen.

Man erkannte die Güte der Arbeit im täglichen Umgang miteinander.

Im Handwerk (bei den Zimmerleuten) trugen die Gesellen z.B. einen Ohrring, der vom Meister heruntergezogen wurde, wenn der Zimmermann nichts taugte. War das Ohr unbeschädigt, stellte ihn der neue Meister ein.

So einfach war es früher - ohne Internet und Zeugniscode...

Wo es vielleicht doch noch Zeugnisse aus dieser Zeit gibt, wurde bereits von den Anderen beantwortet.

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Nach meinem arbeitsrechtlichen Verständnis ist im vorliegenden Fall die Teilnahme an den Mitgliederversammlungen dann Teil der Arbeitszeit, wenn Dich der Arbeitgeber (hier die Vereinsführung) auffordert, an dieser Versammlung teilzunehmen.

Ansonsten bleibe doch einfach dort weg.

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Eine Gleitzeitregelung ohne Kernzeit ist absurd - sie ist nämlich keine!

Dein Argument, die Anweisung der 09:00 Uhr-Krankmeldung deshalb nicht einhalten zu müssen, weil Du an diesem Tag erst um 10:00 Uhr kommst, ist ebenso absurd.

Da es angeblich keine Kernzeit gibt (was ich noch nie gehört habe), könntest Du theoretisch um 20:59 Uhr kommen und um 21:00 Uhr wieder gehen. Dann würde sich nach Deiner Version wohl auch die Krankmeldung erübrigen, oder?

==> Was ich glaube: Du willst uns hier einen Bären aufbinden...!

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Grundsätzlich kann ein Arbeitgeber immer dann (vorübergehend) die Lohnfortzahlung bis zur Klärung des Sachverhaltes einstellen, wenn a) keine Arbeitsleistung erfolgt ist und b) für den fraglichen Zeitraum keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorgelegt wurde.

Meine Bewertung: Du hättest gut daran getan, sofort zum Arzt zu gehen, und zwar aus zwei Gründen:

  1. um sicherzustellen, dass durch das Ansprucken keine Infektion erfolgt ist, und
  2. hätte Dir das die Lohnfortzahlung gesichert.

Das Argument, es sei Wochenende gewesen, ist natürlich unsinnig - es gibt Notaufnahmen in Krankenhäusern.

Sollte sich der AG nicht überzeugen lassen, Dir aufgrund dieses unschönen Vorkommnisses wenigstes den Arbeitslohn weiterzuzahlen, wirst Du wohl den Klageweg einschlagen müssen. Dann wird ein Richter darüber entscheiden.

Allerdings weise ich darauf hin, dass es Arbeitgeber nicht gerne haben, wenn sie von Mitarbeitern vor das Arbeitsgericht gezerrt werden, und spätestens dann, wenn sie verlieren, ist das Vertrauensverhältnis nachhaltig gestört.

Ich an Deiner Stelle würde mir in dieser Hinsicht überlegen, ob sich der ganze Aufwand lohnt, würde wahrscheinlich auf den Lohn verzichten und mir einen neuen Arbeitgeber suchen.

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Ich finde es gut, dass Du Dir darüber Gedanken machst!

An Deiner Stelle würde ich das mit der Personalabteilung bzw. mit dem Chef klären und mir (schriftlich oder unter Zeugen) bestätigen lassen, dass das so in Ordnung ist.

Kommst Du dort nicht weiter, würde ich einmal die zuständige Handwerkskammer dazu befragen.

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Darf man während der Freistellungzeit eine neue Arbeit anfangen?

Hallo ich habe am 04.10.18 in meiner Arbeitsstelle während der Probezeit gekündigt da ich keine pausen hatte und vieles dort nicht so lief wie es sollte. Ich habe meinen noch Chef Angeboten bis zum 10.10.18 noch arbeiten zu kommen was er nicht möchte. Ein Kunde sah mich immer arbeiten und auch das ich nicht pausen hatte in meiner alten Arbeitsstelle und hat mir einen Job Angeboten. Ich soll am Freitag den 12.10.18 bei ihm anfangen. Jetzt hat mein ex Chef davon Wind bekommen und ist stinksauer auf mich und den Kunden und hat mir per WhatsApp geschrieben "Ciao also das was du gemacht hast zeigt mir einfach das du nichts verstanden hast. Du hattest nicht einmal den Anstand es mir persönlich zu sagen und eins sage ich dir auch nochmal fang nicht an über uns oder mich zu reden denn das ist schon postwendend an mich zurück gekommen . Deine Bestätigung kriegst du per Post unter Einhaltung der Kündigungsfrist kannst du ab dem 19.10. bei deinem neuen Arbeitgeber anfangen , denn nicht du entscheidest über deine Kündigungfrist. Schönen Sonntag noch" jetzt ist meine Frage kann ich bei meiner neuen Arbeitsstelle am 12.10.18 anfangen da dann die Neueröffnung ist und er auf mich angewiesen ist der neue Chef oder muss ich bis zum 19.10.18 warten. Ich bin alleinerziehende Mutter und habe Angst das ich dann ohne Job da stehe. Da ich den neuen Arbeitsvertrag erst noch bekomme.Danke für die Info und Hilfe

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Selbstverständlich kannst Du während einer Freistellungszeit bei einem neuen Arbeitgeber anfangen!

Allerdings musst Du Dir (wenn der alte Arbeitgeber noch bis zum regulären Austrittsdatum bezahlt) den sog. Zwischenverdienst anrechnen lassen, damit der entsprechende Zeitraum nicht doppelt bezahlt wird.

Ich wünsche Dir bei Deiner neuen Arbeit viel Erfolg!

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Obwohl ich die für eine abschließende Beurteilung wichtigen Hintergründe (z.B. Dauer der Beschäftigung, Grund der anstehenden Trennung usw.) nicht kenne, versuche ich es einmal aus meiner Sicht - vielleicht hilft es Dir:

° Ohne Deinen Rechtsanwalt in Schutz nehmen zu wollen: Die Tatsache der freien Stelle wäre wahrscheinlich ohnehin irgendwann auf den Tisch gekommen, zumal man in einem Kündigungsschutzprozess ja alle Argumente gegen eine Kündigung (bzw. für den Erhalt des Arbeitsplatzes) vorbringen muss.

° Ich gehe davon aus, dass die Güteverhandlung gescheitert ist.

° Die Gegenpartei hat Dich nun aus prozesstaktischen Gründen zum Vorstellungsgespräch eingeladen, wobei ich mir eigentlich nicht vorstellen kann, dass sie scharf darauf ist, Dich weiter zu beschäftigen.

Ich kann mir vorstellen, dass sie darauf hofft, dass Du nicht kommst, was dann allerdings bei der Urteilsfindung zugunsten der Gegenpartei ausgelegt werden könnte, und ggf. sogar Deine Abfindung in Gefahr bringen könnte.

Meine Idee ist, dort hinzugehen, aber sehr vorsichtig bzw. "nichtssagend" aufzutreten, d.h. statt "ja" oder "nein" eher Formulierungen wie "könnte sein", "müsste ich drüber nachdenken" usw. zu verwenden. Dann muss man darauf gespannt sein, welche Wirkung das Vorstellungsgespräch dann im weiteren Prozessverlauf auf den Richter hat.

° Ohne Dir die Hoffnung auf eine Abfindung nehmen zu wollen, musst Du Dir darüber im Klaren sein, dass man im Arbeitsleben im Streitfall nicht alles haben kann: Vom Arbeitgeber weg zu sein (was auch ein gutes Gefühl ist), eine dicke Abfindung mitzunehmen, und möglicherweise auch gleich noch eine Anschlussbeschäftigung zu haben. So läuft es leider in den wenigsten Fällen.

° Insgesamt kannst Du nur hoffen, dass bei der Urteilsfindung die anderen Gründe überwiegen, und dass diese das Gericht davon überzeugen, dass das Vertrauensverhältnis dermaßen zerrüttet ist, dass es den streitenden Parteien nicht zugemutet werden kann, das Arbeitsverhältnis fortzusetzen - wie in ca. 80 Prozent aller Arbeitsgerichtsverfahren.

Ich wünsche Dir gutes Gelingen!

Gruß

@Nightstick

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