Es besteht die Gefahr, dass alles nur noch in Geldwerten bemessen wird und der Eigenwert verloren geht. Der Wert eines Menschen z.B. richtet sich im Extremfall ausschließlich nach seiner Produktivität. Betrachtet man ihn nur noch als Kapital, muss er jemandem - in der Regel seinem Arbeitgeber - Gewinn bringen. Das heißt, dieser möchte einen Mehrwert aus der Arbeitskraft "pressen". Kapital bedeutet ja im Grunde, ich investiere etwas und daraus soll mehr werden. Das hat dann zur Folge, dass Ungleichheiten entstehen. Denn wenn z.B. eine bestimmte Menge Geld oder Kuchen oder sonstwas gleichmäßig auf eine entsprechende Menge Menschen verteilt ist und jeder seinen Anteil vermehren möchte, geht das nicht ohne einem anderen etwas wegzunehmen. Natürlich könnte man einfach einen zweiten Kuchen backen oder mehr Geld drucken. Aber wenn unendlich viel Geld gedruckt wird, verliert es seinen Zahlungswert und ist nur noch Papier. Also bleibt grob gesagt, ein Kuchen ein Kuchen. Nehmen wir an, dass drei Leute ihn in gleiche Stücke aufgeteilt haben. Nun möchte einer mehr haben und die anderen beiden werden trotzdem satt und sind einverstanden, dann gibt es zunächst nicht zwangsläufig ein Problem. Sehen aber alle drei ihr Stück als Kapitalanlage und wollen mehr, gibt es mindestens einen Verlierer...

Soweit mir bekannt ist (ich kann mich auch irren), leiht sich unser Staat gegen Zinsen Geld von der Europäischen Zentralbank. Gegen Zinsen. Problem? Wir schulden der Bank also alles an Geld, was in unserer Währung zur Verfügung steht PLUS Zinsen. Das bedeutet, dass wir ihr einen höheren Betrag schulden als überhaupt verfügbar ist...

Und dann kommt mein persönlicher Eindruck hinzu, dass Banken in Etwa so rechnen: (da ich rechnen hasse, folgen unrealistisch kleine Zahlen) Eine Bank, drei Kunden. Zwei davon zahlen jeweils 50,- Euro ein. Sprich, es sind einhundert Euro auf der Bank. Dann kommt der dritte Kunde und leiht sich 50,- Euro von der Bank. Real bleiben also nur noch 50,- Euro auf der Bank. Die anderen beiden Kunden haben aber noch immer nicht über ihr Geld verfügt, so dass ihnen jeweils 50,- Euro zustehen. Also rechnet die Bank nun mit 150,- Euro, die bis zur Rückzahlung des geliehenen Geldes aber gar nicht in Bar vorhanden sind. Das bedeutet, solange nun beide Personen kleinere Überweisungen tätigen oder mit Karte zahlen, fällt das nicht sofort auf. Wenn aber beide ihr komplettes Geld in Bar benötigen, fällt auf, dass der Kuchen zum Großteil nur noch eine Illusion ist. Das Ganze verschärft sich, wenn einer der ersten beiden Kunden sich auch Geld leiht. Vielleicht 20,- Euro. Er verfügt also über 50 plus 20 Euro. Nun kommt der andere, der ja auch 50,- Euro eingezahlt hat und braucht diese in Bar... Wenn man diesen Vorgang auf unsere Gesamtgesellschaft überträgt... Naja, ich denke, Du kannst Dein Fazit daraus ziehen...

Wenn der Staat dann auch noch seine Aufgaben auslagert und an profitorientierte Investoren abgibt, geht das immer zu Lasten der Gesellschaft. Denn was der eine gewinnt, fehlt woanders. Die meisten schuften für den Reichtum weniger. Es gäbe aber selbst in einem kapitalistischen System die Möglichkeit gewisse Dinge umzustrukturieren. Also kann vieles vielleicht nicht als grundlegende Kritik an der Gesellschaftsform gelten.

Aber grundlegend ist, dass ein solches System immer auch Verlierer produziert. Und dass ein schöner Baum, der nicht als Möbel, Papier, Feuerholz oder zu irgendeinem Geldzweck "taugt", in einer solchen Gesellschaft abgewertet wird. Die Frage, wie man mit den "Verlierern" umgeht und was man ihnen zugestehen möchte, kann allerdings auch bei allem Kapitalismus sozial beantworten. Nur passiert das nicht in einer Sanktionspolitik, die im Zweifelsfall lieber eine Transfereistung zu viel kürzt, als einen sogenannten "Schmarotzer" mitzunehmen. Denn wie möchte man immer zweifelsfrei einen erfolglos bemühten Menschen von einem "Verweigerer" unterscheiden. Ein Kind schreibt schlechte Noten aus Desinteresse und eins versteht vielleicht den Lerninhalt trotz Üben und Fleiß einfach nicht. Vielleicht, weil ihm der Stoff von niemandem plausibel gemacht werden kann (also Unfähigkeit der Unterrichtenden) oder weil es tatsächlich kognitiv nicht in der Lage ist. Übertragen auf Arbeitssuchende: Diese werden aber oft über einen Kamm geschert. Und dazu die Auslegungssache in Arbeitsagenturen. Einer kommt zehn Minuten zu spät: "Arbeitsunwillig." Gleiche Situation, anderer Fallberater: "Ist doch nicht so schlimm, gut, dass sie unterwegs dem Rollstuhlfahrer geholfen haben. Da kann man sich schon mal verspäten..." Wer ist noch nie - nicht an einem einzigen Tag - in der Schule oder zur Arbeit zu spät gekommen?

Und mit viel zu viel Geld in wenigen Händen kann Einfluss geltend gemacht werden, der demokratische Belange untergräbt. Eine Lobby kann mehr Geld in die Arbeit für ihre Interessensgruppe investieren als vielleicht eine andere, die ggf. Mehrheitsinteressen vertritt. Auch das ist denkbar, wie vieles andere auch. Viele haben ihren Reichtum auf Kosten anderer erworben und halten sich finanziell aus vielem raus. Da wird sich privat krankenversichert und nichts in die gesetzliche Krankenversicherung eingezahlt. Funktioniert, so lange man gesund ist und entsprechend verdient. Wird man aber krank, ggf. berufsunfähig und hat nun keine finanziellen Mittel mehr, dann soll es die gesetzliche plötzlich richten. Man hat nie dort eingezahlt und verursacht mit einem solchen Kurzblick allen anderen Pflichtmitgliedern Kosten und ggf. Leistungs- und Service Abbau... Nicht falsch verstehen, natürlich sollen auch gutbetuchte Menschen von gesellschaftlicher Solidarität profitieren. Das darf aber keine Einbahnstraße sein. Allzuoft höre ich nämlich von gutbetuchten Schmarotzerrn, dass die Leistungsempfänger von Transferleistungen selbige wären. Selbst solche, die arbeiten gehen und ihren Lohn mit ergänzender Hilfe aufstocken müssen. Aber eine solche Aufstockung senkt ja eigentlich dem Arbeitgeber die Lohnkosten. Also darf auch hier gefragt werden, ob nicht derjenige schmarotzt, der seinen Arbeitnehmern auf Kosten der Allgemeinheit nicht genügent Geld zum Leben zahlt...

Kapitalismus kultiviert nicht die Leistungsbereitschaft, Höflichkeit oder intrinsische Motivation - sondern ausgefahrene Ellenbogen, Produkte, die keiner braucht (solange Geld zu holen ist), Gier und anderes.

Ein weiser Mensch sagte mal:

"Es gibt genug für alle Hungernden, aber nicht für jedermanns Gier."

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Im folgenden handelt es sich um meine persönliche Meinung, also nicht als bloße Informationsquelle nutzen, sondern hinterfragen ;-)

Ein Demokratieverständnis kann sich von Person zu Person sehr unterscheiden.

Möchte ich möglichst viele Menschen mitnehmen/ einbeziehen oder mich gegen scheinbare Minderheiten durchsetzen?

Natürlich sollten für eine gelebte Demokratie die Strukturvoraussetzungen stimmen. Das heißt, ich brauch Alternativen, um mich zu entscheiden und kann im besten Fall eigene Vorschläge in ein solches System einbringen.

Fehlt es an Alternativen, sinkt potenziellen Wählern die Motivation, sich einzubringen. Auch unterschiedliche Parteien sind nicht immer ein Garant für unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten des gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Sprich, wenn ich Schokoladeneis bestelle, aber Brokkoli bekomme - oder umgekehrt - dann frage ich mich, warum ich mich überhaupt für eine Bestellung entscheide. 

Gelebte Demokratie lebt vom Wechselspiel aus einem gewissen "Input" durch potenzielle Wähler und einem entsprechenden "Output" durch das System. Das sollte in etwa übereinstimmen.

Gelebte Demokratie bedeutet immer auch aktiv am Geschehen teilzunehmen, sich für seine Interessen einzusetzen. Bei Wahlen, auf Demos, in Gesprächen, in Vereinen, in öffentlichen Medien. Hierfür sollte ich mir auf Grundlage entsprechender Tatsachen eine eigene Meinung bilden, die ich verständlich begründen kann.

Auch systematisch kann zur aktiven Teilnahme motiviert werden.

Ein Beispiel: Zu niedrige Wahlbeteiligung bei einer Kommunalwahl... Wenn man gesetzlich Wahlergebnisse bei einer Wahlbeteiligung von unter 60% für ungültig erklären würde, müssten sich entsprechende Politiker damit auseinandersetzen und überlegen, wie sie die Menschen zur Wahl, also zu einem "Input" in das politische System bewegen. Und dann stünden in einem solchen Fall Neuwahlen an. Als Wähler hätte ich dann die Möglichkeit, deutlich zu signalisieren, ob mich eines der Konzepte überzeugt. Dann wäre also auch die aktive Entscheidung gegen eine persönliche Wahlbeteiligung gelebte Demokratie...

Ganz so kurz habe ich mich jetzt nicht gefasst ;-) Aber auch nicht detailliert und ausführlich genug... Ich hoffe aber, dass deutlich geworden ist, dass weder nur Politiker noch nur Wähler bzw. Nichtwähler die Verantwortung für Abläufe tragen. Es ist wichtig, zu unterscheiden, wann potenzielle Wähler ihrer Verantwortung nicht entsprechen und wann es sich um politisches Versagen handelt. Um letzteres herauszufinden hilft es, sich ehrlich eine Frage zu stellen: Warum war die Wahlbeteiligung so gering? 

Gelebte Demokratie entsteht dort, wo ich Mitgestaltungsmöglichkeiten habe und diese auch nutze :-)

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Es kommt schwer drauf an, was man darunter versteht ;)

Ist jemand derart leistungsorientiert, dass er zwar in diesem Bereich weit über das Maß hinsusschießt, bringt aber im sozialen Miteinander wenig Motivation mit, weil ihn der Ehrgeiz zerfrisst, finde ich das nicht wirklich sympathisch. Dann werden die Ellbogen ausgefahren, anderen die Augen ausgekratzt und niemandem Erfolge gegönnt...

Ist jemand in allem übermotiviert, weil er es jedem recht machen möchte und auch ständig für alle erreichbar sein "muss" , ist das nicht nur für ihn anstrengend. Sondern tatsächlich auch für sein Umfeld. Man möchte beruflich oder privat etwas erledigen, was im eigenen Zuständigkeitsbereich liegt, da kommt Herr oder Frau Übermotiviert und hilft. Grundsätzlich ist gegen Hilfsbereitschaft nicht das geringste einzuwenden. Ist Mensch jedoch übereifrig, kippt das schnell in distanzloses und übergriffiges Verhalten.

Da wird dann bildlich gesprochen, schnell der Rollstuhlfahrer auf die andere Straßenseite geschoben. Auch wenn er das eigentlich nicht will, weil er doch auf der vorherigen Straßenseite auf die Übergabe seines Lottogewinn wartet ;)

Das merken Herr und Frau Übereifrig aber nicht...

Das Verhalten wirkt dann im Extremfall wuselig, nervös und unsicher.

Da fängt dann auch die Umgebung schnell mal an, flatterig zu werden...

Dann gibt es diese komischen Menschen, die ständig tröten: "Nicht 100%, nein 150% musst Du geben!"

Ich erzähl das dann immer dem Auto meines Nachbarn. Komisch, dass es mir ständig einen Tritt in mein Heck gibt und dann antwortet: "Ich verbrate auf einer Strecke höchstens 70% an Benzin, damit ich im Notfall voll noch 30% habe, um zur nächsten Tankstelle zu kommen. Auftanken! Manchmal muss man auch mal auftanken! Manchmal kommt es aber durch Zwischenfälle dazu, dass ich doch 100% an Sprit verbraucht habe. Dann und nur dann greife ich auf die Reservekanne m Kofferraum zurück und bin froh, dass ich mir meine Reserven einteile. Denn hätte ich diese Kanne am Vortag verbraucht, und weil ich immer alles gäbe auch noch das Öl, um immer so weiterzumachen wäre der Motor nicht in Gang zu bringen und ich müsste wegen einer Erschöpfungsdepression in die Psychiatrie.... äh... ich meine wegen eines Motorschadens in die Werkstatt."

In dem Sinne, wie ich Übermotivation verstehe, ist sie anstrengend :)

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Du kannst Deinen Nachbarn wegen Beleidigung bei der Polizei anzeigen. 

Wenn mit ihm ein klärendes Gespräch möglich ist, würde ich diesen Weg bevorzugen um auf eine Entschuldigung seinerseits hinzuwirken...

Kommt aber sehr drauf an, wie er sich im allgemeinen Dir gegenüber verhält...

Wie ernst die Polizei der Sache nachgeht und ob am Ende was dabei herauskommt, weiß ich nicht.

Aber peinlich bräuchte Dir dieser Schritt nicht sein, unabhängig davon, wie die Beamten reagieren...

Es erfüllt den Tatbestand der Beleidigung und es ist Dein gutes Recht, diesen zur Anzeige zu bringen.

Egal, ob Du das machst oder nicht...

Ich drücke Dir die Daumen, dass sich der Sachverhalt für Dich positiv klären lässt ;)

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Ich habe einen sehr guten Freund, der ebenfalls als "richtig krank" bezeichnet wurde und seine Umgebung hatte es wohl nicht so leicht.

In seinem Fall handelte es sich um eine Psychose.

Was mit ihm passiert ist?

Er hat studiert und einen gutbezahlten Job! Und ich freue mich für ihn.

Er hat ordentlich was durch. In der Psychiatrie haben sie ihm einen gesetzlichen Betreuer aufgebrummt, der sämtliche Zukunftspläne blockiert hat.

Wenigstens die medikamentöse Behandlung war fachlich und hat angeschlagen. In anderen Fällen wird oft sogar falsch behandelt.

Wir haben gemeinsam beim zuständigen Richter wegen der Betreuung vorgesprochen und plausibel erklärt, warum der Betreuer unnötig ist. Und nun lebt dieser Freund, ein wunderbarer Mensch, gut situiert mitten unter uns :)

Leider läuft es oft anders. Es fehlt an Rückhalt und Betroffenen wird die Möglichkeit zur eigenen Lebensführung abgesprochen. Dann folgen Wohnheime (geschlossen oder offen) und ständige Abhängigkeiten von Personen, die ja nur "das Beste" wollen...

Manche entziehen sich den Behandlungen und sind erfolgreich oder nicht. Ich selbst musste mit ansehen, wie einige in der Wohnungslosigkeit endeten. Weil es immer hieß: "Unser Behandlungskonzept - Friss oder stirb".

Manchmal wird in Kliniken auf einzelne Bedürfnisse und Notwendigkeiten eingegangen und manchmal nicht. Es gibt Krankheiten, die sich besser behandeln lassen als andere. Und es gibt Krankheiten, die stärkeren Einfluss auf die Alltagsbewältigung haben als andere.  Dazu kommt die unterschiedlich ausgeprägte Resillienz unterschiedlicher Patienten.


Fazit: Die Prognosen sind so vielfältig wie beim Rest der Gesellschaft. " Was passiert mit solchen Leuten?" Diese Frage ist zu pauschal und  schert unterschiedlichste Biografien und Potenziale über einen Kamm. 

Wichtig ist, dass Fragestellungen und Antworten auf Respekt vor dem Menschen basieren. Uns allen kann alles treffen. Einer ist vielleicht anfälliger, aber erwischen kann uns alles. Da reicht es aus, dass der Hormonhaushalt unseres Körpers aus dem Gleichgewicht gerät. 

Stell Dir mal vor, Du hättest n Herzinfarkt und wirst nicht rechtzeitig reanimiert, so dass Dein Gehirn irreversibel geschädigt ist, aufgrund eines Sauerstoffmangels. Und Deine Angehörigen würden Dich zuhause versorgen. Würdest Du die Frage gut finden, "ob solche (behinderten) Menschen denn hier leben dürfen".

Natürlich dürfen unterschiedliche Menschen in der Gesellschaft leben. Auch wenn folgendes leider nicht der Fall ist, aber es sollte ja wohl selbstverständlich sein ;)

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Ich finde das überhaupt nicht schlimm. 

Außerdem kommt es immer auch auf die Haardichte an und darauf, ob die Haare sehr dunkel sind oder nicht.

Attraktiv finde ich zu stark behaarte Frauenbeine zwar nicht, aber diese sind ja nicht das einzige, was Dich ausmacht. 

Meine Freundin rasiert sich üblicherweise auch die Beine. In letzter Zeit bekommt sie danach aber öfter Hautirritationen, die bei ihr ein unangenehmes Brennen hinterlassen.

Egal, welche Produkte sie benutzt...

Ich musste sie regelrecht beknien, es einfach zu lassen. Weil es mich einfach fertig macht, wenn sie leidet.

Inzwischen geht es ihrer Haut besser und die paar blonden Häärchen stören mich nicht. 

Ansonsten ist sie noch genauso reizvoll, wie vorher. Nur weil ich persönlich jetzt ein einziges Merkmal von vielen nicht so ansprechend finde, ändert das nichts an ihren anderen Reizen (sowohl die sichtbaren, wie die inneren Werte).

Man kann es einfach nie allen recht machen. Aber wem schaden unrasierte Beine? Tust Du jemandem damit weh? Nein. Und solange Du Dich wohl fühlst, ist doch alles gut. Selbst für den Fall, dass es einmal Dein Liebesleben beeinträchtigen könnte, wäre die Frage legitim, was in gewissen Kulturen verkehrt läuft... Wirklich abstoßende Sachen, wie das Rauchen (und dann stinkt man aus allen Pooren, womöglich schädigt man andere) sind legitim und Dinge, die keinen beeinträchtigen sind jetzt ekelhaft? Das Natürlichste überhaupt...

Jedenfalls, ob rasiert oder nicht - sollte es Dich aus welchen Gründen auch immer irgendwann stören, dann kannst Du ja immer noch auf Rasierzeugs oder dergleichen zurückgreifen. 

Und solange das nicht der Fall ist, bleiben die Beine einfach unrasiert. Das ist weder gut, noch schlecht. Sondern Deine persönliche Entscheidung :-)

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Ich finde die Frage berechtigt und auch, dass asozial es trifft. Da dieser Begriff auch die Definition des Gesellschaftsschädigenden erlaubt.

Und gerade hier ist die Haltung gegenüber anderen Menschen und was ich ihnen vorlebe nicht zu unterschätzen.

Soll mein positives Menschenbild ausschließlich die Zielgruppe betreffen?

Und darf es nach Feierabend an der Garderobe abgegeben werden?

Kein Mensch muss immer perfekt sein. Aber gewisse Werte und Normen sollten verinnerlicht sein.

Wenn ich andere wegen einer anderen Bildungsbiografie als "meiner nicht würdig" betrachte oder gar über Menschen mit Problemen (Wohnungslosigkeit, Suchtmittelproblemen usw.) lache und die Nase rümpfe, finde ich, hat man nichts in der sogenannten sozialen Arbeit zu suchen.

Gerade wenn es um Kinder geht, sollte man über die Zielgruppe hinausdenken und sich z.B. auch mal fragen, in welcher Gesellschaft wir leben möchten. Denn hier nehme ich ja wohl maßgeblich Einfluss darauf, wie und ob sie sich wandelt.

Genauso nerven mich Modelle, wie das rangdynamische Gruppenmodell. Das besagt ja, dass Gruppen nur in gewissen Hierarchien funktionieren können. Ich bezweifle nicht, dass sich viele Gruppen derart zusammensetzen. Aber ich denke, dass auch andere Formen des Zusammenlebens möglich sind. Denn, was viele Auszubilde nicht machen, ist das Über tragen solcher Lerninhalte auf ihre Arbeit zu übertragen. Muss ich also, wenn in meiner Kindergartengruppe kein Außenseiter ist, darauf hinwirken, dass einer zum selbigen wird, damit alle Gruppenrollen vertreten sind und die Gruppe funktioniert? Oder jemanden in dieser Rolle halten? Das ist ja wohl Blödsinn.

Dem schließt sich die Frage an, was das für das kollegiale Team bedeutet?

Auf der anderen Seite könnte dieses Horrorkonstrukt gut als die Antwort zur gestellten Frage dienen...

Um ehrlich zu sein, ich weiß die Antwort/en nicht wirklich. Aber viele Auszubildende mussten noch keine Verantwortung für ihr Leben tragen (eigener Haushalt, Umgang mit Existenzängsten...). Teilweise ist das ja wegen gewisser Regelungen nicht möglich, auf dessen Grundlage junge Menschen dazu verdammt sind, bis zu einem gewissen Alter oder Einkommensniveau bei ihren Eltern zu wohnen.

Dazu kommen die unterschiedlichen Aufnahmeverfahren in unterschiedlichen Bundesländern usw... Und genau diese sollten wirklich reflektiert werden.

Vielleicht geschieht das nicht, weil viele soziale Berufe nicht gerade sehr beliebt sind und die Angst besteht, nicht genügend Azubis zu finden.

Aber es gäbe ja auch hier Möglichkeiten diese Berufe einfach attraktiver zu gestalten.

Ich selbst mache eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger und habe also schwerpunktmäßig mit Menschen mit Behinderung zu tun.

Die in der Frage genannten Erfahrungen durfte ich ebenfalls machen. Es ist schon merkwürdig...

Jetzt komme ich ins dritte Lehrjahr und habe leistungsmäßig keine Probleme mit den Abiturienten mitzuhalten und dreiviertel derselben sogar überholt. Ganz ohne Ellbogen oder Ehrgeiz.

In wenigstens einem Kommentar klang ja mit, dass man solche wie mich hätte aussieben müssen...

Man sollte nicht aussieben, sondern das Berufsbild neu und attraktiver gestalten und an gewisse Werte, die sogar kulturunabhängig sind, appellieren. Selbst ein Neandertaler wusste bereits, dass es wichtig ist, aufeinander achtzugeben. Denn sonst gäbe es uns heute nicht. Welches Gruppenmitglied ist nämlich hilfloser als ein neugeborenes Kind? Und die galt es zu beschützen. Es ging nicht darum, in einer Gruppe anderen zu schädigen, weil das die ganze Gruppe geschädigt hätte...

Vielleicht ist klar geworden, worauf ich hinaus will. Und wenn gesiebt wird, dann mal lieber die menschlichen Menschenfeind aussortieren...

Ich antworte auf eine ältere Frage, weil ich sie allgemein sehr interessant und wichtig finde. Unabhängig davon, wann sie gestellt wurde...

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Wirklich eine berechtigte Frage.Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass Dein Lehrer ihn mit seiner Aussage von der Verantwortung seiner unfassbaren Verbrechen entbindet. Sicher unbeabsichtigt. Aber wir Menschen sind da sehr engstirnig. Im Bezug auf Grausamkeiten fällt uns stets ausschließlich Wahnsinn als Erklärung ein. Gewisse Dinge kann man einfach nicht fassen und die Feststellung, dass JEDER zu wirklichen Abscheulichkeiten fähig ist, macht Angst. Dabei ist nicht mal zwingend eine psychische Disposition nötig, sofern andere Voraussetzungen wie lebensgeschichtliche Traumata gegeben sind. Wir alle haben mit jeder sogenannten Bestie mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Aber gerade diese Unterschiede sind entscheidend. Genauso gut ist der Mensch an sich zu unglaublich positiven Handlungen fähig. Man muss hier stets den gesamten Kontext in den Fokus nehmen, auch im Bezug auf die Persönlichkeitsentwicklung und eventuelle Störfaktoren. Meine Spekulation: Nein, man hätte ihn nicht eingewiesen. Man muss sich nur mal in der politischen Landschaft umsehen und sich Erklärungen auf der Zunge zergehen lassen, warum in anderen Ländern militärische Interventionen stattfinden. U.a. um demokratische Werte mittels Diktatur zu etablieren. Auch wenn es oft nur vorgeschobene Erklärungen sind, sind die Argumentationen heute ebenfalls "krank". Solange die Gesellschaft ein Handeln stillschweigend legitimiert, passiert auch den größten Kriegsverbrechern nichts. Leider...

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Ein gewisses Grundverständnis ist zwar hilfreich, aber gerade im Bezug auf Bewerbungen wird das Thema von allen Seiten völlig überbewertet! Viele Personalleiter, die angeblich solchen Wert darauf legen, können es selbst nicht. Das beginnt schon mit dem Alter einer Person. Hat sie die alte oder neue Schreibweise gelernt? Wie oft schlägt schon jemand im Duden nach, der sich seiner Sache absolut sicher ist. So wird jemand mittleren Alters sicher das Wort Tunfisch als falsch geschrieben betrachten und denken, dass der Verfasser zu doof ist, Thunfisch zu schreiben, wenn er nicht gerade in einer relativ aktuellen Auflage des Dudens nachschlägt. Dann könnte er zur Kenntnis nehmen, das Beides geht. Ich finde einiges auch verwirrend und logisches Denken hilft oft nicht weiter. Sprache ist nicht unbedingt rational. Ich denke, wenn man Grundkenntnisse mit vielen Unsicherheiten hat, genügt es später einmal vollkommen. Man sollte einfach ein aktuelles Nachschlagewerk zur Hand nehmen, wenn man unsicher ist. Niemand beherrscht die aktuelle Rechtschreibung komplett. Nicht einmal Lektoren- also keine Panik...

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Kirchen finanzieren sich nicht nur durch Kirchensteuern, auch durch staatliche Gelder. Jeder Steuerzahler unterstützt damit diesen "Verein". Jeder kann glauben, woran er will. Allerdings finde ich es verbrecherisch, das Geld der "Ungläubigen" einzusammeln und Kinder zu taufen, die ggf später auch noch für den Kirchenaustritt zahlen müssen. Für so ein Verfahren sollte man bitte im entscheidungsfähigem Alter sein.

In der Art und Weise, wie die christliche Kirche heute funktioniert, sollte sie nicht existieren, da die gesetzlich verankerte Trennung von Staat und Kirche verletzt wird, genau wie die Religionsfreiheit durch die Kindstaufe. Das Kind hat ja dann als Erwachsener die Zahlungspflicht zur Kirchensteuer und hat das nicht selbst entschieden.

Abschaffen würde ich die kirchlichen Sonderrechte, nicht die Kirchen selbst. Gleiches Recht für alle und nicht, mehr Recht den Kirchen. Jeder soll selbst entscheiden können. Irgendein Kegelverein oder so wird ja auch nur durch seine Mitglieder unterhalten. Warum sollte das bei diesem einen Verein von vielen anders sein? Bzw, warum ist das anders?

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