Naja, für dieses Problem ist sicherlich schwierig eine Lösung zu finden. Eine Unterlassungsklage wäre denkbar, aber bestimmt nicht die Lösung!

Die Nummer klingt mir aber nicht so nach Senilität, er scheint doch noch zu wissen was er tut. Ich denke der Grund seines Verhaltens liegt weiter zurück und hat nichts mit Ihnen zu tun. Versuchen Sie ihm behilflich zu sein und freundlich. Um einfach an Ihm heran zu kommen, sagen Sie einfach im Gespräch "Sie sehen aber Heute schlecht aus, gehts Ihnen nicht gut, soll ich einen Arzt rufen", oder bieten Ihm so an behilflich zu sein, z:B. bei der Beschilderung der Eigentumsverhältnisse der Eigentümergemeinschaft, oder fragen Sie ihn nach gemeinsamer Aktivität, laden Sie Ihn zum grillen ein. Reaktion abwarten! Reagieren Sie immer unerwartet. Ich könnte mir denken, dieses Verhalten hat viel mit Aufmerksamkeit erregen zu tun, also im Endeffekt mit der Vereinsamung Ihres Nachtbarn. Versuchen Sie es heraus zu bekommen.

Bereiten Sie auch für den nächsten Kontakt schon einmal ein Schild vor "Ich/Wir bin/sind NICHT Taub". Werden bestimmt nette Unterhaltungen, aber die Diskussion Lautstark mit zu führen, bringt überhaupt nichts. Kostet nur Nerven!

Machen Sie Ihm einfach auch ein Übernahmeangebot evtl. auf Rentenbasis, dann können Sie zur Not vermieten. Vielleicht hat er auch Probleme mit dem Haus, er hat es eventuell verloren durch Schulden. Da es ein Verwalter gibt, könnte es eine Zwangsverwaltung gegeben haben. Normal benötigt man erst gesetzlich zwingend einen Verwalter ab 3 Eigentümer.

Aller letzter Schritt sollte sein, wenn nichts mehr geht, ausziehen und vermieten an Ausländer. Anzeige in der Zeitung aufgeben ist nicht so teuer, oder Schild in den Garten, Vermietung bis XX Personen, bei den aussichten einer 12 köpfigen Familie wird er Wahrscheinlich auch schon ruhiger! Vermieten dürfen Sie auch einfach so, ohne um Erlaubnis zu Fragen.

Machen Sie einfach das Beste aus der Situation! Hoffe Hilfe ist dabei.

Gruß Echo

...zur Antwort

Da solltest Du dich ausgiebig Beraten lassen. Ich kann zwar den Ablauf und alle weiteren Fragen Dir beantworten, nur gehört noch vieles um die Teilungserklärung herum dazu was beachtet werden sollte. Du benötigst auf jeden Fall einen Notar der dir je nach dem die Teilungerklärung fürs Grundbuch Beglaubigt oder einen Einräumungsvertrag der kaum noch gemacht wird Beurkundet. Dazu würde ich mir Rat bei einem Immobilienkaufmann o. ä. Berufszweigen suchen.

...zur Antwort

Bei der Vermietung einer Eigentumswohnung hat ein Eigentümer natürlich freie Wahl an wen er seine Wohnung vermietet. Bei dem Verkauf einer Eigentumswohnung ist es ein klarer Eingriff in rechte Dritter, also der Eigentümergemeinschaft in allem was zum gemeinschaftlichen Eigentum zählt, laut dem Aufteilungsplan. Also sagt das Gesetz nach WEG § 12 (Wohnungseigentümergesetz) klar aus, dass: " Grundsätzlich besteht Veräußerungsfreiheit. Dieses kann jedoch dadurch eingeschränkt werden, dass ein Wohnungseigentümer im Veräußerungsfall die Zustimmung anderer Wohnungseigentümer oder eines Dritten i.d.R. des Verwalters einzuholen hat."

Grund hierfür ist, dass ein potenzieller Käufer auch in der Lage sein sollte das Hausgeld/Instandhaltungsrücklage zu zahlen. Ist dieses nicht ausreichend gewährleistet kann eine Zustimmung der Gemeinschaft, " aus einem wichtigem Grund " zum Verkauf an diese Person untersagt werden. Der Veräußerungsvertrag ist solange schwebend unwirksam bis eine Zustimmung erteilt ist..

Eine Erteilung der Zustimmung der Gemeinschaft muss gegenüber dem Grundbuchamt bei dem Eigentümerwechsel in öffentlich beglaubigter Form nachgewiesen werden. Nur beim Verkauf, nicht beim ZV, vererbten oder verschenkten Eigentum. Gruß Echo05

...zur Antwort

wenn Du die Abwicklung rechtlich Korrekt angehen möchtest, ohne sich irgend welche Vorwürfe von deiner Schwester anhören zu müssen, geht man folgendermaßen vor; Geh zu dem zuständigen Amtsgericht der Gemeinde in der die Immobilie liegt und beantrage die Zwangsversteigerung zum Zweck "der Auflösung der Gemeinschaft". Vorteil ist dabei, dass ein amtlich bestellter Gutachter den Wert der Immobilie und des Grundstücks genau feststellen wird, nach WertV wie hoch der Verkehrswert zur Zeit ist. Danach kann sich deine Schwester entscheiden ob Sie deinen Anteil kaufen möchte oder wie Sie sich mit Dir einigen möchte oder ob Sie den Anteil zur Zwangsversteigerung zulässt. Eigentlich bei einer gewerblich vermieterten Immobilie wird sich bei entsprechender Rendite jemand finden lassen der deinen Anteil übernimmt. Allerdings wird dann höchst wahrscheinlich ein Verwalter eingesetzt werden, um den Ertrag zu sichern für beide Besitzer . Bei deiser vorgehensweise kannst Du nichts verkehrt machen! Ein Anleger so auf dem freien Markt zu finden ist dagegen schwieriger, oder einfach einmal den Mieter fragen ob der nicht Interesse hat zu kaufen.

Gruß Echo05

...zur Antwort

Für den Kauf einer gebrauchten Immobilie ist der Ablauf:

  1. Auflassungsvormerkung im Grundbuch ca. 20€
  2. Kaufvertrag danach sofort fällig Maklerprovision
  3. Grunderwerbssteuer 3,5% ( ohne Unbedenklichkeitsbescheinigung der Stadt kein Grundbucheintrag des neuen Eigentümers)
  4. Einholen des vorkaufsrecht der Stadt (Notar)
  5. wirtschaftlicher Übergang laut Kaufvertrag mit fälligkeit des Kaufpreises ( Notar- anderkonto gibt es eigentlich nicht mehr, der Ablauf ist folgender Sie gehen zu einer Bank und legen zur Kaufabwicklung ein Konto an. Sie zahlen den Kaufpreis auf das Konto ein und die Bank zahlt das Geld erst an den Verkäufer aus, wenn er eine beglaubigte Abschrift des Grundbuchs mit der Umschreibung auf Sie als Käufer vorgelegt hat).
  6. Auflassung des Käufers in das Grundbuch (fällig Gerichtskosten Notar)
  7. Notar stellt Ihnen die Kaufvertrag/Gerichts/andere Kosten in Rechnung ca 1,5% vom Kaufpreis

Beim Neubau ist es etwas anders, da kommen die Baukosten nach Abschnitten zum tragen!

...zur Antwort

Jo schön!

Also erst einmal zur beruhigung, eine gesamtschuldnerische Haftung für den gesamten Betrag brauchen Sie laut WEG nach der Neufassung von 1.7.2007 nicht übernehmen, sondern nur einen Anteil wenn überhaupt. Also wird Ihnen keine ZV drohen. Zunächst müssen Sie feststellen woher dieser Rückstand stammt und wer diesen zu verantworten hat. In der Beschlusssammlung des Verwalters müssen alle Verfahren gegen insolvente Eigentümer erfasst sein. Allerdings hätte Ihnen der Notar bei der Verhandlung ihres Kaufvertrages darauf aufmerksam machen müssen. Auch der Verwalter hätte dem Verkauf erst zustimmen dürfen, wenn der Verkäufer die anteiligen Hausgelder/ Instandhaltungskosten bezahlt hätte. Also trifft beide eine Mitschuld und ich würde mich zunächst an beide wenden, eventl. können Sie beide in dieser hinsicht belangen. Natürlich in erster Linie auch den Verkäufer und evtl. Makler. Eigentlich kann der Verwalter selber nicht einen Insolvenzantrag gegen die Gemeinschaft stellen. Er müsste dann selber Gläubiger sein. Das kann ich mir nicht vorstellen oder er bedient erst andere Gläubiger bevor er sich selber zahlt. Dieses wäre kaufmännisch sehr Dumm von ihm, da er die eingehenden Gelder verwaltet. Also müsste dann schon eine Kontopfändung auf dem Gemeinschaftskonto bestehen.

Dasist aber alles nur spekulation, man braucht schon genaue Fakten um sich einen genauen Überblick zu verschaffen!

...zur Antwort

Wenn man einen guten Anwalt hat, wird er sich bestimmt auch um diese Nebenkosten des noteriellen Kaufvertrags kümmern. Der Kaufvertrag geht üblicherweise 2 Wochen vorher zu allen 3 Parteien, dem Verkäufer, dem Käufer und der Verwalter wird darüber informiert. So die Kosten schickt der Verwalter daraufhin mit der Zustimmung dem Anwalt. Also wenn im Vertrag sämtliche Kosten dem Käufer auferlegt werden (was nicht Üblich ist, also nur durch Annahme des Käufers erfolgt) und dieser zustimmt, ist die Sache sowieso klar und die Kosten trägt der Käufer auch für die Zustimmung des Verwalters. Vertragsrecht: Vertragsfreiheit gibts nur unter Geschäftsleuten! Privatrechtlich gilt Angebot und Annahme als Grundvoraussetzung eines Vertragsabschlusses, solange ein Vertrag nicht gegen Sitten und Gebräuche verstößt ist dieser Rechtskräftig, für Verstöße dagegen ist in Deutschland dann das BGB als Vertragsbedingungen maßgebend!

...zur Antwort