Was bringt ein Studium TATSÄCHLICH?

In der Schule ist mir das schon früh aufgefallen. Ein vorgegebenes Thema, lernen, Klausur schreiben und dann vergisst man das meiste. Ein kleiner Teil gelangt ins Langzeitgedächtnis, ein anderer Teil ist irgendwo abgespeichert, man muss nur kurz nachschauen und den Rest weiß man garnicht mehr. Als mir mein Lehrer mal gesagt hat im Studium sei das Bulimie-lernen noch schlimmer als in der Schule habe ich mir dann wirklich so Fragen gestellt wie "was bringt dann das Studium?" Das gleiche hat mir ein anderer Lehrer bestätigt, das hat mir ein WiWi Absolvent bestätigt, das hat mir ein Unternehmer (mit BWL) bestätigt und auch in online Foren wird darüber gesprochen, dass das Studium Bulimie-lernen sei

Der Zweck eines Studium soll sein: lernen wie man lernt, komplexe Problemlösungen, wissenschaftliches Arbeiten, wie man Informationen beschafft, wie man mit den gegebenen Informationen arbeitet...
Das ist theoretisch was es erfüllen sollte

Der Zweck hinter der Schule ist nicht irgendwelche Faktenwissen anzueignen. Laurent Simons zB. hat nach der Grundschule direkt ein verkürztes Abitur gemacht. Das heißt der Stoff der 5. Klasse bis 11. Klasse hat er gar nicht durchgenommen. Es geht, um das "Level", um das Niveau des Arbeitens und das würde ich auch auf das Studium übertragen. Die Frage ist aber, was bringt ein Studium TÄTSÄCHLICH? Braucht man es für die Berufe WIRKLICH? Ist man damit qualifizierter als jemand der eine Ausbildung/Fachwirt gemacht hat und praktische Erfahrungen gesammelt hat?

Belege, dass ein dreijähriger Bachelor allein kaum das Rüstzeug für Leben und Arbeitsmarkt liefert, geben die Absolventen selbst
so werden StudenInnen laut Wulz von der Wissenschaft vergrault und regelrecht zu Bulimielernenden in ihrem Studium hingeführt und reflektieren den gelernten Stoff nicht
Dr. Christiane Florin beschreibt das Bulimielernen der StudenInnenn wie folgt: „Das Motto lautet, Wissen schnell aufnehmen und es punktgenau wieder auszustoßen“. Sie beklagt in diesem Zusammenhang die nicht vertiefende Lernstrategie der StudenInnenn und die mangelhafte Teilnahme an Diskussionen sowie das fehlende Argumentieren, in denen Widersprüche aufgedeckt werden können. Der Lerninhalt wird dadurch nicht in seiner Tiefenstruktur verstanden
https://unipub.uni-graz.at/obvugrhs/content/titleinfo/2324840/full.pdf

Das sind Probleme, die eig garnicht sein sollten

seit der Umstellung auf Bachelor und Master ist das kein nachhaltiges Lernen mehr
wenn ich es mir manchmal in meinem eigenen Studium rückblickend anschaue, denke ich mir auch oft: Gut, ich habe die Prüfung bestanden - aber was weiß ich eigentlich wirklich über das Thema, oder überhaupt über Philosophie & Spanisch?
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