Mysandrie und Mysoginie?

Liebe gf Community, was haltet Ihr von den folgenden Aussagen?

In Anbetracht der Tatsache der Unterdrückung von Frauen und von männlichen Privilegien sowie deren Verstärkung durch Männer sei es kaum verwunderlich, dass jede Frau gelegentlich Feindseligkeit gegenüber Männern als einer dominanten und privilegierten Kategorie von Menschen empfinde.

https://de.wikipedia.org/wiki/Misandrie#cite_ref-AGJohnson_2005_34-1

Dennoch profitiert die Mehrheit der Männer von der Vormachtstellung des Patriarchats. Connell nennt dieses Phänomen die „patriarchale Dividende“. [5] Über die Komplizenschaft überträgt sich aber auch die Dominanz im Geschlechterverhältnis nur partiell.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hegemoniale_M%C3%A4nnlichkeit#cite_ref-5

Marc Oulette argumentiert, dass Misandrie nicht mit Misogynie gleichzusetzen sei, da der Misandrie nicht die systematische, transhistorische, institutionalisierte und gesetzlich verankerte Feindseligkeit der Misogynie innewohne. Stattdessen gelte es, Diskriminierung aufzudecken, die sich gegen bestimmte marginalisierte Männlichkeiten richte. [31] Auch Naomi Schor, Michael Kimmel und David Gilmore sprechen sich gegen eine Gleichsetzung von Misogynie und Misandrie aus, da diese die über Jahrhunderte andauernde Benachteiligung von Frauen ausblende. [32] [10] [33]
Laut Marjorie Garber werde das Wort Misandrie in den Medien und von Rechten verwendet, um eine ablehnende Haltung gegenüber dem Patriarchat zu beschreiben. „Männerhass“ sei, ebenso wie unrasierte Beine, die in den Medien häufig mit Feministinnen assoziiert werden, eine alarmistische Taktik. [35]

https://de.wikipedia.org/wiki/Misandrie#cite_ref-AGJohnson_2005_34-1

Persönlich kann ich die Punkte verstehen, aber sie führen wiederum dazu, dass Mysandrie eigentlich nie ernst genommen werden muss und man immer das als Ausflüchte bringen kann.

Jeder Wunsch Probleme von Männern anzusprechen ist eine unangemessene Fokussierung und jede sexistische Aussage einer Frau ist nur eine verständliche Antwort einer unterdrückten Frau.

Keine Differenzierung ist nötig, da alle Männer mindestens passive Nutzniesser des Patriarchats sind und somit ist jeder Mann Täter in diesem System.

Männerrechte überlässt man durch sowas dann den Rechten und beschwert sich dann, dass die das instrumentalisieren...

Einige Beispiele wären hier:

-schlechtere schulische Leistungen unter weiblichen Lehrern und schlechtere Anpassung insgesamt. Jungen haben es schwerer still zu sitzen etc.

-höhere Selbstmordzahlen

-Wehrpflicht

-Generell wird für Männer weniger Mitgefühl empfunden und sie gelten als entbehrlicher.

Gibt noch einige weitere, aber die Frage wird zu lang.

Wie denkt Ihr über das Thema?

Leben, Europa, Männer, Menschen, Deutschland, Politik, Frauen, Psychologie, Feminismus, Sexismus, Soziologie, Philosophie und Gesellschaft
Abtreibung und Eugenik?

!Triggerwarnung! Lest bitte nicht weiter, wenn Euch die Themen Eugenik, Behinderungen oder Abtreibung leicht belasten.

Liebe gf Community, was macht ein Leben aus, also was macht es zum Menschen.

Bei der Abtreibungsdebatte, die ja auch bei uns grosse Wellen schlägt, redet man oft von Bewusstsein, Gehirnaktivität, Herzschlag oder Überlebensfähigkeit, das ein Leben ausmacht. Davor ist das ist kein Leben, sondern ein Zellhaufen, der kein Recht auf ein späteres mögliches Leben hat.

Trotzdem ändert sich das in Deutschland ab der 12. Schwangerschaftswoche, ausser man stellt schwere Behinderungen fest, in manchen US Staaten, wie Kalifornien und Oregon zum Beispiel, geht es sogar immer bis zur Geburt.

Das soll auf keinen Fall, eine Anti-Abtreibungsaussage werden, aber wenn wir Bewusstsein oder Überlebensfähigkeit auf Menschen mit Behinderung oder Säuglinge übertragen, kommt man dann nicht ziemlich schnell in Erklärungsnot, was das wirklich als Leben kennzeichnet, bzw. was ihm einen Wert gibt.

Ein Säugling kann auch nicht von alleine leben und nimmt sich selbst nicht viel mehr wahr, als es ein Fötus kurz vor der Geburt tut.

Und wieso schränken wir Abtreibungen dann überhaupt ein, die Argumente, abgesehen vom Herzschlag und der Gehirnaktivität lassen sich die auch auf alle anderen Monate übertragen? Reicht die Gehirnaktivität im 8. Monat schon, um als Bewusstsein bezeichnet zu werden.

Was spricht dann dagegen daran ohne vorbehalte Experimente durchzuführen, wenn es nichts wird, treibt man ab und kein Mensch musste sich dann je durch das Leben quälen. Und man könnte auf Dauer eine bessere Menschheit schaffen, bzw. der Menschheit helfen. Wenn die Mutter das nicht belastet, gäbe es dann keine moralischen Einwände.

Oder was sichert zum Beispiel das Leben eines Schwerbehinderten, der viele Schmerzen hat, sich nicht bewegen kann, aber sich auch nicht mitteilen und sich wie ein Säugling verhält? Was unterscheidet den von einem Zellhaufen, ist das wirklich ein Bewusstsein? Ab wann betrachtet man Gehirnaktivität als Bewusstsein? Ab wann kann man alleine überleben?

Ich möchte mit keiner Aussage jemanden beleidigen oder jemandem sogar das Recht zu leben absprechen, nur mich würde interessieren, was gegen Eugenik spricht und da kamen mir diese Fragen, auch wenn ich die selbst nicht mag. Mir ist auch bewusst, dass das Thema für viele sehr emotional ist, aber bitte bleibt respektvoll, so bekommt eure Meinung auch gleich mehr Gewicht!

Trotz dem schweren Thema, allen noch einen schönen Sonntag!

Geschichte, Menschen, Schwangerschaft, Abtreibung, Beziehung, Biologie, Eugenik, Feminismus, Moral und Ethik, Philosophie und Gesellschaft