Unfähig Empathie zu benutzen, wenn es um Schuld geht?

Die Erziehung meiner Mutter beruht zum gewissen Teil darauf ein schlechtes Gewissen zu machen, wenn sie etwas verbockt hat oder es Streit gibt. Beispiele sind "Ich glaube ich bekomme gerade wegen dir einen Herzinfarkt !" während eines Streits oder auch oft Anmerkungen wie "Du liebst mich ja überhaupt nicht." Ich glaube als Folge dieses Verhaltens habe ich ein großes Problem, wenn es darum geht mich in Leute hineinzuversetzen die etwas verbockt haben. Vor 6 Jahren beispielsweise hat unser Stiefvater meine Schwester, Mich und meinte Mutter vor die Tür gesetzt, die Gründe waren, dass meine Mutter meiner Schwester zu viel Aufmerksamkeit geschenkt hat (Sie war zu dieser Zeit suizidgefährdet) und angeblich lag es auch daran, dass wir zu wenig im Haushalt gemacht haben. Jetzt bin ich älter und verstehe, dass sich Leute die sich lieben niemals wegen solchen Sachen trennen würden, geschweige denn Leuten die sie lieben so etwas aufzuhalsen. Ich habe außerdem herausgefunden dass mein Stiefvater ein paar Tage nach der Trennung eine Beziehung zu einer 20 Jahre jüngeren Arbeitskollegin angefangen hat. Ich denke dies war der Hauptgrund, aber man hat mir und meiner Schwester gesagt es läge an uns, weil wir nicht oft genug die Spühlmaschine ausräumen. Mit 12 habe ich so etwas geglaubt. Nun ein paar Monate später kamen mein Stiefvater und meine Mutter wieder zusammen und so ein A-loch hätte keine Sekunde meine Lebens mehr verdient, allerdings habe ich ihn immer als eine Art Hund angesehen. Er hat sich entschuldigt und es bereut, und ich hatte Mitleid, habe ihn weiterhin Sachen geschenkt mich mit ihm unterhalten und so getan als wäre alles in Ordnung. Vor 1 Jahr habe ich dann mal überlegt, es ist ein Erwachsener Mann, der eine Entscheidung aus Notgeilheit getroffen hat und deshalb das Leben von 3 geliebten Menschen komplett über den Haufen geworfen hat. So jemand verdient Niemanden. Seit dem ignoriere ich ihn komplett, als würde ich ihn nicht sehen. Meine Mutter findet das natürlich nicht so witzig, aber so einen Menschen möchte ich keine Sekunde meines Lebens widmen. Allerdings habe ich dies erst nach 5 Jahren bemerkt. All diese Zeit lang habe ich mir kein einziges Mal darüber Gedanken gemacht, dass dies ja auch ein Erwachsener ist, der weiß, dass seine Taten auch Konsequenzen haben. Ich denke diese Unfähigkeit mich in andere Hineinzuversetzen bzw. sie für ihre Taten auch Verantwortlich zu machen liegt an der Erziehung meiner Mutter. Nun ist nur die Frage, wie lernt man Empathie in solchen Situationen ? Desto mehr ich darüber nachdenke, desto mehr fallen mir Situationen auf in denen Menschen mehr Konsequenzen von mir hätten erwarten müssen. Also, wie lernt man es ?

Erziehung, Psychologie, Empathie, Schuld
2 Antworten
Sind Frauen durch Erziehung manipulativer?

(Dies ist nicht sexistisch gemeint)

In meinen Umfeld ist mir einfach aufgefallen, dass ich Dutzende von Mädchen kenne, die Leute manipulieren. Selbst wenn andere es sehen heißt es nur "Mein Gott, die weiß aber wirklich wie sie bekommt, was sie will !"

Auf der anderen Seite kenne ich keinen einzigen Jungen, der manipuliert. Es nicht einmal versucht.

Ich habe mir Gedanken darüber gemacht und mir ist aufgefallen, dass die Erziehung von weiblich und männlich in diesen Bereich offensichtlich Manipulation bei Mädchen fördert. Wenn Jungs etwas wollen wird ihnen gesagt, dass man es sich erarbeiten muss. Wenn sie Unsinn machen kriegen sie Ärger.

Wenn Mädchen etwas wollen, machen sie schöne Augen und kriegen es geschenkt, wenn sie Unsinn machen ist das nicht schlimm, denn es ist ja nur die kleine Prinzessin.

Auch aus der Sicht der Evolution ist es logisch. Männer sind körperlich weit überlegen, während Intelligenz von Mann und Frau gleich sind. Also wo kriegt die Frau den Vorteil raus um die körperliche Überlegenheit des Mannes auszugleichen ? Manipulation.

Auch in meiner Familie gibt es teilweise schon junge Erwachsene Frauen (25-30) die noch regelmäßig zu ihren Vater gehen und der überweist denen dann mal schnell 2000 oder 3000 Euro für einen Urlaub. Die Jungs stehen hinten an.

Was denkt ihr darüber ? Kennt ihr mehr Mädchen oder Jungs die manipulieren ? Und wie stehen die Leute dazu ? Wie gesagt. Ich bin keinesfalls sexistisch, sondern es ist nur etwas, was mir aufgefallen ist und ich lasse mich durch logische Argumente gerne vom Gegenteil überzeugen.

männlich, Psychologie, Geschlecht, Liebe und Beziehung, Manipulation, weiblich
4 Antworten
Machen eure Eltern auch so etwas, oder fällt das tatsächlich schon unter emotionale Misshandlung?

Ich habe heute davon gelesen, dass emotionale Misshandlung von Kindern oft durch narzisstische Eltern stattfindet. Gerade Mütter sollen ihre Kindern wohl schlechte Gewissen machen. Ein Opfer sprach davon, dass ihre Mutter ihr oft vorwarf, dass sie sie gar nicht liebte. Es wurden noch weitere Kriterien genannt, die erkennen lassen, dass die Mutter oder der Vater narzisstisch sind.

Daraufhin habe ich mal über meine eigene Erziehung nachgedacht und es vergeht eigentlich kein Tag an dem meine Mutter mir nicht sagt "Kann es sein, dass du mich gar nicht magst ?" oder teilweise sogar Sachen wie "Ich glaube du liebst mich nicht" oder oft sagt sie auch Sachen wie "Willst du mich etwa schlagen ?" wenn ich nur eine hektische Bewegung mache. Ich gucke sie dann meist nur ganz verdattert an und wenn ich sie frage was sowas soll sagt sie nur, dass das ja nur Spaß ist. Den finde weder ich noch mein Geschwisterkind jedoch sehr witzig und da dies auch in Streit-Situationen auftritt auch für unwahrscheinlich.

Beim letzten Streit habe ich den Raum verlassen, da sie meinte sie möchte jetzt Ruhe haben. 1 Minute später kam sie dann in mein Zimmer und sagte nur "Ich fühle mich gerade so schlecht, ich glaube ich kriege einen Herzinfarkt wegen dir." Das war natürlich eine Lüge, aber am Ende dieser Streitereien habe ich immer ein schlechtes Gewissen.

Auch so hört sie einen oft nicht zu, unterbricht einen sogar um einfach Sachen aus ihren Leben zu erzählen. Wenn man ihr sagt, es geht einen schlecht, dann geht sie oft gar nicht darauf ein, sondern sagt nur, ihr würde es viel schlechter gehen.

Meine Mutter ist aber auch eine gute Mutter, sie hat mir viel geholfen als ich noch jünger war und psychische Probleme hatte. Sie hat uns immer alles gekauft. Aber desto älter ich werde, desto öfters merke ich, dass sie auch diese negative Seite hat.

Sie zieht mich und mein Geschwisterkind immer wieder in ihre Beziehungsprobleme hinein. Sie hat sich jetzt bestimmt schon 4 oder 5 mal von ihren Freund getrennt. Sie heult sich dann immer bei uns aus, dass es ihr ja so schlecht geht, am Ende kommen sie aber immer wieder zusammen, weil es sie es ganz dramatisch "nicht ohne ihn aushält", mittlerweile fragen wir uns auch nur, vielleicht hätte man sich das ja auch vorher überlegen und denken können. Das wir diesen Mann seit wir 6 sind als Stiefvater bezeichnen und dieses ständige trennen und wieder zusammenkommen uns auch belasten könnte, scheint sie gar nicht zu interessieren. Auch mit ihren Geldproblemen belastet sie mich seit ich 16 bin. Ich weiß jetzt schon, dass ich mein Kind niemals in so etwas reinziehe.

Was denkt ihr darüber ? Ist das noch im normalen Rahmen ?Sie scheint ja wirklich nicht böse zu sein, aber anders kann ich mir manche Verhaltensweisen nicht erklären, sie sind einfach ganz klar manipulierend und übersteigt bei weitem das was ich in "Opferberichten" gelesen habe.

Mutter, Familie, Eltern, Psychologie, Manipulation, misshandlung, Narzissmus, normal
5 Antworten