Wie sollen die Bürger die Kosten für die CO2 Bepreisung mittragen, wenn sie dann sowas sehen?

Ein Meisterstück von Lindners Lieblingskind, dem Markt.

Heidelberger Zement bekam seit 2008 45 Millionen Zertifikate mehr von der EU geschenkt als er brauchte.

Geschenkt deswegen weil sonst Arbeitsplätze in Gefahr wären. Das Geschenk hat einen Wert von 2 Milliarden Euro. Die Zertifikate wurden eingeführt um Unternehmen die viel CO2 erzeugen, dazu zu veranlassen die Emissionen zu senken. Von 2005 bis 2020 hat Heidelberger Zement seine Emissionen um...... nichts gesenkt.

20 Millionen Tonnen 2005 und 20 Millionen Tonnen 2020.

Warum sollen wir auch was ändern, kostet doch nichts wenn wir so tolle Geschenke bekommen.

Eine Holländische Firma hat Beton recycelt und damit 60 % CO2 eingespart. Sie haben aber Schwierigkeiten am Markt, da Firmen wie H. Z. viel billiger anbieten können als sie.

So weit so gut. Hier ist die Story aber noch nicht zu Ende.

Viele Unternehmen stellen ihren Kunden die geschenkten Zertifikate in Rechnung in dem sie die Preise erhöhen. Heidelberger Zement hat so einen zusätzlichen Gewinn von 285 Millionen Euro.

Wie gesagt ein Meisterstück des Marktes!

Dazu sagt Carolin Schenuit von Forum Ökologische Marktwirtschaft:

Das ist auf der einen Seite ganz schön dreist, auf der anderen Seite aber rational von einem Unternehmen:
Wenn sie die Preise erhöhen können, dann mache ich das, so funktionieren Märkte.

Wusste der Linder wohl nicht.

Und denkt daran... nicht so viel Fleisch essen, schadet der Umwelt!

frontal vom 5. Oktober 2021 - ZDFmediathek

Ab Minute 31.

Politik, Klimawandel, CO2, EU, Wirtschaft und Finanzen

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