Wie kann ich WIRKLICH gegen Massentierhaltung aktiv werden?

Hallo gutefrage.net - Community.

Ich beschäftige mich nun länger mit dem Thema Fleischkonsum und werde diese eine Frage nicht los:

Was können normale Bürger wie pi mal Daumen 98% von uns hier gegen die moderne Massentierhaltung und Unternehmensführungen à la Wiesenhof eigentlich wirklich aktiv tun?

Auf tierische Produkte zu verzichten erklärt sich von selbst, da brauche ich keinen Rat.

Es geht mir eigentlich viel mehr darum in Erfahrung zu bringen, ob wir überhaupt irgendwelchen Einfluss auf das Leben und Sterben dieser Tiere haben?

Klar, man verzichte weitesgehend auf tierische Produkte und kann sich mit ruhigem Gewissen im Bett wälzen. Jedoch bleiben die Schlachtmethoden/-maschinen die gleichen und der kluge Fleischwirt kalkuliert meinen Verzicht mit ein. Stetiges Wachstum bleibt trotzdem Devise Nr.1.

Was nützt es auf die Straße mit irgendwelchen PETA-Aktivisten zu gehen? Natürlich habe ich große Wut in mir und könnte nach meinem jahrelangen Kickbox-Training so manchem Mitarbeiter dort mit bloßen Händen alle Gliedmaßen brechen. Aber was ändert sich da wiederrum an den Lebensumständen der Tiere? Ich würde für einige Minuten Genugtuung spüren, wahrscheinlich mit den PETA-Menschen, die zuvor Steine geworfen habe, meine Nächte im Knast verbringen und während ich mein erste erste Knast-Tätowierung erhalte, würde man nach dem Bild-Skandal-Report von mir direkt weiter damit fortsetzen, Schweine lebendig in Öfen und Hühner lebendig in den McNugget-Wolf zu schmeißen.

Was nützt mir denn Engagement in einer politischen Organisation, wenn unser gesamter Bundestag voll von diesem Lobbyisten-Pack ist, das sich hier und da so lange windet, bis alle Gesetze nach ihren Nasen verdreht wurden?

Natürlich überziehe ich hier sarkastisch gerade vom Feinsten, aber genau das will ich ja gerade, versteht ihr was ich meine, liebe Community?

Ich finde es beunruhigend wohin sich unsere kranke Geiz-Ist-Geil Gesellschaft entwickelt hat und weiterhin entwickelt, und ich möchte nicht Teil dessen sein.

Was kann ich wirklich aktiv für diese Tiere (außer sie nicht zu essen) tun?

Mich päpstlicher als der Papst geben und Leute mit Belehrungen bekehren? Nein, ich habe 7 Jahre lang wie ein Schornstein geraucht und solche Leute immer gehasst wie die Pest. Meine Glaskugel habe ich jetzt gerade nicht dabei, aber ich hätte mich vor drei Jahren wohl auch so verhalten wie wahrscheinlich die Person unter meinem Beitrag, die in eingen Stunden schreiben wird "Höhö, mein Essen kackt auf dein Essen". Mehr als aggressiver Selbstschutz und irgendwo Scham war da bei mir auch nicht drin.

Meinen gesamten Verstand verlieren, zurück in den Wald zu den anderen Physik-und Psychologie-Professoren flüchten, um diese Realität nackt mit Rauschebart zwischen Waldbeeren nicht länger ertragen zu müssen? Vielleicht, aber noch nicht 2012.

Mich damit abfinden, dass ich kleiner Pimpf in dieser Hinsicht einfach nichts zu melden habe? Das will ich nicht.

Ist da jemand erfahren? Danke fürs Lesen.

Freizeit, Gesundheit, Gentechnik, Massentierhaltung
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