Warum gibt es so viele »schlechte Verlierer«?

Meine beiden (mittlerweile erwachsenen) Töchter und ich spielen sehr gerne Gesellschaftsspiele. Dabei ist es uns egal ob es sich um ein Spiel handelt, bei dem man selbst gute Gewinnchancen hat oder nicht - wir spielen deshalb gerne, weil das Spielen uns Spaß macht.

Wenn aber z. B. mein Lebensgefährte mit uns spielt, verliert er augenblicklich die Lust am Spielen, sobald es um seine Gewinnchancen schlecht bestellt ist. Wir spielen normalerweise nicht um irgendeinen Einsatz. Die »Niederlage« würde niemanden irgendetwas kosten. Trotzdem weigert sich mein Freund mittlerweile immer häufiger, bei den Spielen mitzumachen, bei denen er schon mehr als ein oder zwei mal verloren hat oder vorletzter geworden ist. Eine mir einleuchtende Begründung kann er mir dafür nicht nennen - er sagt lediglich, dass ihm das Spielen keinen Spaß macht, wenn er glaubt, nicht zu gewinnen.

Diese Grundeinstellung ist mir persönlich (und auch meinen Töchtern) absolut fremd. Mir geht es um das Spiel, den Spaß, die Geselligkeit und das Zusammensein, wenn ich spiele - und auch bei den Spielen, bei denen ich (fast) noch nie gewonnen habe, macht mir das Spielen großen Spaß.

Da ich aber außer meinem Lebensgefährten noch viele andere Leute kenne, die auch nur bei den für sie »erfolgversprechenden« Spielen mit von der Partie sind, hoffe ich, dass mir hier jemand einen Grund dafür nennen kann.

Spiele, Spaß, spielen, Verhalten, Kartenspiel, Psychologie, Brettspiel, Gesellschaftsspiele, gewinnen, verlieren
Keine Lust auf Verabredung. Wie absagen?

Eine Schulfreundin hat mich gestern über WhatsApp angeschrieben, ob wir uns nächste Woche vielleicht mit Übernachten verabreden wollen. Bisher tue ich noch so, als hätte ich die Nachricht nicht gelesen aber es ist bald schon 24 Stunden her und ich möchte sie nicht so lange warten lassen. Aber ich brauche eine super duper gute Ausrede, weil (ich bin ehrlich) es macht einfach keinen Spaß, sich mit der Freundin zu verabreden. Sie möchte die ganze Zeit nur Gesellschaftsspiele spielen, welche anfangs zwar noch irgendwie Spaß machen aber nach einiger Zeit wird es echt langweilig. Dann erzählt sie mir jedes Mal das selbe. Oder singt immer und das reizt mich total, weil sie einfach nicht gut singt und denkt, sie könnte gut singen. Dann sind ihre Bewegungen immer im Schneckentempo und ihre Reflexe sind irgendwie kaum vorhanden. Deswegen kann ich Basketball spielen oder so weglassen. Oder generell haben wir einfach keine gemeinsamen Interessen. Und ja, das nervt mich alles irgendwie und ich habe echt keine Lust mich am Wochenende mit ihr zu treffen. Jetzt habe ich vor einer Woche allerdings schonmal bei ihr abgesagt, weil sie sich dann schon mit mir treffen wollte. Jetzt weiß ich nicht, wie ich dieses Mal absagen soll :(

Ich weiß, mein Verhalten ist ziemlich asozial, aber ich habe echt keine Lust auf die Verabredung. Kann mir jemand helfen und sagen, was ich zu ihr schreiben kann ohne sie zu verletzen? :)

Freundschaft, Freundin, Liebe und Beziehung, Verabredung, Absage
Gruppenzwang + introvertiert im Studium: wie damit umgehen?

Hallo zusammen! Ich bin seit Anfang Oktober im Master an einer eher kleinen deutschen Uni, und die Inhalte wie Dozentinnen sind top, und mit den Leuten kann man es auch gut aushalten ; Heimweh verspüre ich eigentlich nicht.

Im Studiengangjahr sind wir echt nicht Viele, und in den Seminaren treffe ich jeden Tag zu 80% auf die gleichen Gesichter. Das war an meiner alten Uni ... nicht so, ist aber nichts, woran man sich nicht gewöhnen kann. Jetzt hat sich da aber eine Gruppendynamik gebildet, die so 2-3 mal die Woche zum Trinken/Beieinandersein/Gesellschaftsspiele Spielen etc. einlädt.

Nicht, dass ich das nicht angenehm fände, da erstmal implizit immer mit eingeladen zu sein. Aber das Gruppenzwangniveau ist ... mir zu hoch. Dazu muss ich sagen: mein Stundenplan ist auch nicht gerade leer ; aufgrund von Blockseminaren kam es jetzt auch schon dazu, dass ich an 6,5 von 7 Tagen mit Unikram/sozialen Aktivitäten beschäftigt bin. Naja, und alleine ist man in einer 5er-WG auch nicht immer (aber da gefällt mir der Rythmus eigentlich ganz gut).

Was passiert also? Ich muss mich jede Woche(!) rechtfertigen, wenn ich irgendwo nicht dabei bin. Problem: durch diese psychologische Komponente fühlt man sich tendenziell eher sch...lecht dabei. Ich denke auch nicht, dass offen ansprechen hilft, da die Anderen das von ihrem Vorgängerunis gewohnt zu sein scheinen.

Problem II: ich muss um meine Hobbies, sowie um Zeit alleine wirklich kämpfen. Ein paar Mal habe ich meine "innere Uhr" auch schon ignoriert ... nur, um dann zwei Tage später total überreizt aufzuwachen und mit schlechter Laune und ohne Energie durch den Tag zu kommen. Und in der kommenden Woche beim Tanzen zu verfluchen, nicht da gewesen zu sein (das ist so eine Bewegungsart, die man 2× die Woche minim ausführen muss, damit es Spaß macht ... und ungefählich bleibt).

Wie macht ihr das? Ist euch das egal? Haltet ihr das für normal? Ich mache mir vor allem Sorgen darum, was passiert, wenn ich mich zu schnell entferne. Weil einen Elefanten im Raum kann man in den Seminaren ebenfalls nicht gebrauchen. Und es ist ja nicht so, dass ich die Leute, mit denen ich das Inreresse an einem ziemlich speziellen Fachbereich teile, nicht ausstehen kann. Ich bin nur auch offen für andere und Anderes.


Studium, Schule, Freundschaft, Psychologie, Gruppe, gruppenzwang, Liebe und Beziehung, Uni, Universität

Was möchtest Du wissen?