Wie findet ihr meine Charakterisierung zu "die Physiker"?

Hey, ich brauche eine ehrliche Meinung zu meiner Charakterisierung....wie findet ihr sie und ich welchem Notenbereich wäre sie? Danke

Charakterisierung von Fräulein Mathilde von Zahnd

Die „etwa fünfundfünfzig“ (S. 24) Jährige, unverheiratete bucklige Psychiaterin (vgl. S. 24) Fräulein Dr. h. c. Dr. med. Mathilde von Zahnd, ist die Leiterin und die Besitzerin des Sanatoriums „Les Cerisiers“ (vgl. S. 12). Sie erscheint immer in ihrem weißen Ärztemantel und einem Stethoskop um ihren Hals (vgl. S.24), wodurch die Protagonistin typische äußerliche Merkmale einer Fachärztin aufweist. Ihr Titel „Dr. h.c. Dr. med.“ und das „von“ in ihrem Namen verraten uns, dass sie eine sehr angesehene Psychiaterin ist und aus einer adligen Familie herkommt.

Aufgrund ihrer adligen Herkunft und der Führungsposition im Sanatorium, besitzt die Fräulein Mathilde von Zahnd ein despotisches Verhalten. Dieser Charakterzug wird vor allem, durch die Inversion der Psychiaterin „Für wen sich meine Patienten halten, bestimme ich“ (S. 25) klar erkennbar. Zudem hat diese Äußerung, sehr starke Parallelen zu der Ansicht von Hermann Göring „Wer Jude ist, bestimme ich“. Diese Anschauung, die durch eine Inversion verstärkt wird, ist eine Vorausdeutung, dass Frl. von Zahnd die vollkommene Macht über ihre Patienten besitzt. Sie raubt ihnen die sämtliche Persönlichkeit.

Jedoch versucht die Psychiaterin mit allen Mitteln, ihre machtgierige Persönlichkeit zu vertuschen, indem sie ihr Umfeld vom Gegenteil überzeugt und sich als fürsorglich und sympathisch darstellt. Sie behauptet gleich zu Anfang ein "hoffnungslos verlorener Philanthrop" (S.24) zu sein, ganz im Gegensatz zu ihrem Vater. Zunächst scheint es so, als würde sie ein enormes Verständnis für ihre Patienten aufbringen. Die Anstaltsleiterin versucht bei jeglichen Situationen, bestmöglich der Person mit der sie spricht anzupassen, indem sie zum Beispiel dem Inspektor das Rauchen erlaubt, obwohl es Oberschwester Marta, die sich strengstens an die Regeln hält, in dem Sanatorium nicht gestattet hat (vgl. S.24f). Die Direktorin entschuldigt sich auch höflich, dass sie geraucht hat als die Oberschwester in das Geschehen tritt (vgl. S.30). Ebenso freut sie sich, zum Erstaunen von Frau Rose, über deren Hochzeit mit dem Missionar (vgl. S.31f). Sie spricht stets vom guten, braven Möbius. Sie will mit der Anpassung erreichen, dass man sie sympathisch findet und nicht ihre eigentlichen Pläne durchschaut.

Arbeit, Deutsch, Schule, Charakterisierung, Klausur, Physiker, Schulaufgabe

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