Welche dieser Themen soll ich für meine Bachelorarbeit in theoretischer Mathematik wählen?

Wir haben heute eine Liste mit 36 möglichen Themen (angewandt und theoretisch, aber ich mag theoretisch viel mehr, was die Liste wenigstens schon mal irgendwie einschränkt) bekommen, von denen wir unsere Top 7 (nach Relevanz geordnet) wählen sollen und dann eine davon bekommen.

Interessieren tut mich in der theoretischen Mathematik eigentlich so ziemlich alles, also hab ich nicht wirklich die Sorge, ein Thema zu erwischen, das mir nicht zusagt. Generell sind meine Hauptinteressen Abstract Algebra, Number Theory, Logic, Combinatorics und Topology fand ich auch cool und war sehr gut in aber feier ich glaub ich nicht gaaanz so sehr wie die anderen vier (jedenfalls bis jetzt). Am allerallerwichtigsten ist mir, dass ich irgendwie etwas Originelles und Kreatives einbauen kann und nicht nur Artikel zusammenfassen und umschreiben. Ich bin mir (leider) sehr wohl darüber im Klaren, dass genau das eine Bachelorarbeit ist, aber wenn es irgendwie möglich ist, möchte ich dem auf jeden Fall entgegenwirken. Ich tu mir bis jetzt sehr leicht auf der Uni und halte mich für ziemlich kreativ, bin auch bereit, sehr viel Zeit zu investieren. Theoretisch kann man ja eh viel selbst machen (hatten letztes Jahr schon ein Mini-Projekt im Umfang vom Drittel einer Bachelorarbeit über Pythagoreische Trippel und das hab ich komplett selbst gemacht) nur denke ich, dass das bei der Bachelorarbeit nicht erlaube wäre, weil ich ja nicht die erste bin, die das gemacht hat, zwar hab ich's wirklich selber gemacht, aber das kann ja keiner überprüfen und ich glaub, wenn das davor schon jemand gemacht hat, müsste ich den zitieren, oder? Trotzdem ist mir sowas immer noch lieber als Abschreiben.

Natürlich kenn ich mich bei vielen Themen noch nicht wirklich aus und weiß auch nicht ganz genau, was im Rahmen einer Bachelorarbeit nicht vielleicht doch möglich ist, also würd ich mich über eigene Erfahrungsberichte sehr freuen :)

Bis jetzt sieht meine Reihung etwa wie folgt aus:

  1. Topics in Enumerative and Algebraic Combinatorics: Ich hatte den Professor bis jetzt jedes Jahr und halte sehr viel von ihm, denke, er würde die Arbeit sehr fordernd und möglichst kreativ gestalten wie auch seine Kurse immer. Combinatorics scheint auch ziemlich viel Spielraum für Eigenexperimentation zu lassen.
  2. Set theory (cardinal arithmetic, large cardinals, axiom of choice, Gödel's theorem): Ich hab mich schon sehr viel mit Gödel auseinandergesetzt und meine, seine Beweise echt gut zu verstehen. Das macht das Thema für mich einerseits ziemlich einfach, andererseits hab ich schon ein Vor -und Kontextwissen, das ich dann vertiefen könnte, ohne Angst haben zu müssen, dass ich nicht genug Zeit habe, richtig in die Tiefe zu gehen. Aber das Thema ist ziemlich bekannt und basic und ich sehe hier weniger Spielraum für Originalität.
  3. Markov Numbers
  4. Group Rings
  5. Quiver Representations
  6. Lie Algebras
  7. Finite reflection groups

Die Zeichen gehen mir aus :D mehr Info unten, danke schon mal !!!!

Übrigens studiere ich in GB (Glasgow).

Schule, Mathematik, Algebra, Bachelorarbeit, Logik, Ausbildung und Studium
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Actio Reactio und Kräftegleichgewicht?

Kann eine Kraft immer nur von einem Körper auf einen anderen ausgeübt werden? Denn wenn eine Kraft als Actio einfach auch alleine wirken kann, gibt es ja keine Reactio und es würde nicht dem 3. Newtonschen Axiom genügen. Ein Körper, wie er in Physikübungen oft vorgestellt wird, kann nicht einfach eine Kraft von irgendwoher erfahren oder? Da muss es einen Körper geben, der auf ihn einwirkt?

Die Fliehkraft etwa ist ja eine Scheinkraft, weil sie dem Actio-Reactio-Prinzip nicht genügt. Der kreisförmig bewegte Körper wirkt ja mit der Fliehkraft auf niemanden anderen eine Kraft aus, als auf sich. Die Zentripetalkraft ist dazu die Gegenkraft für das Kräftegleichgewicht. Wenn die Zentripetalkraft nun aber auf keinen Körper im Kreismittelpunkt wirken würde, weil man beim zeichnen keinen Körper hingezeichnet hätte (was in der Realität ja nie der Fall ist)

Aber wie wäre es, wenn ein Körper bewegt wird, wie es in Schulbeispielen immer der Fall ist, aber es wird nur eine ‚Kraft‘ eingezeichnet, die scheinbar ohne eigenen Körper auf den Klotz wirkt, aber der Klotz wird bewegt. Die Trägheitskraft bzw. Reibungskraft, die der Klotz entgegensetzt, ist aber nicht die Reactio, sondern wirkt ja auch auf den Klotz, ist also das Kräftegleichewicht. Das würde dann aber bedeuten, dass die Schubkraft auf den Klotz in diesem Fall nur eine Scheinkraft ist, weil sie ja keine Reactio hat? Ist diese Interpretation richtig?

Schule, Kraft, Physik
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