Zyniymus oder was soll das sein?

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3 Antworten

Ganz genau, Du hast die Wahl zwischen Leben unter bestimmten Bedingungen oder den Tod. Auch wenn man mit Dialyse leben kann, ist es nicht einfach, z.B. maximal einen Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen pro Tag, wobei die Flüssigkeit im Essen mitzählt, oder z.B. auf sehr viele Sachen verzichten zu müssen. Auch die lange Behandlungsdauer von mindestens 3x pro Woche 4-5h und die Punktion des Shunts sind Dinge, die manche erst einmal abschrecken. Ich bin seit 1987 dialysepflichtig, ich weiß, wovon ich rede.

Die Entscheidung kann man nur selbst treffen, daher dieser Satz.

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Kommentar von Rosswurscht
08.07.2016, 13:14

seit 87 durchgehend? wenn ich fragen darf ?

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Das entspricht halt der Wahrheit. Manche begreifen es sonst nicht. Und dass man die Wahl hat, eine lebenserhaltende Behandlung auszuschlagen, ist einfach so. Man muss dann nur mit den Folgen leben können (so lange es noch geht). Was sollte daran zynisch sein?

Ich kann mich zwischen Tod und Dialyse entscheiden, tolle Wahl oder?

Ja. Zaubern können selbst die allerbesten Ärzte nicht. Oder kennst du noch eine Alternative? Eine Organtransplantation wäre ja auf die Schnelle nicht machbar; manche Patienten warten sogar vergebens auf ein geeignetes Spenderorgan.

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Kommentar von Rosswurscht
07.07.2016, 22:15

Mich stört das Wort "entscheiden". ich kann mich ja nicht entscheiden, zwischen was auch? man kann nur dialysieren wenn es weiter gehen soll.

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Kommentar von aalauge
05.09.2016, 20:31

Bei mir wurde auch eine Niereninsuffizienz festgestellt. Meine Nieren schaffen nur noch 50%. Mein Arzt sagt, dass ich zwischen 5 und 25 Jahre   leben kann, bis ich zur Dialyse muss. Kann das wirklich so stimmen? Ich werde in wenigen Wochen 50, und ich habe mich jetzt schon gegen eine Dialyse und/oder einer Transplantation entschieden. Natürlich wäre es toll, wenn ich noch 25 Jahre schaffe, sollten es nur noch 5 Jahre sein, wird es hart für mich. Außerdem finde ich, dass ich mit 55 keinem Jungen Menschen, eine Niere wegnehmen sollte. Ich werde, wenn es soweit ist, den Freitod wählen. Ich würde aber wirklich gerne wissen ob die 5 bis 25 Jahre wirklich stimmen können? Ich trinke keinen Alkohol, aber ich rauche. Ich habe auch sofort nach der Diagnose, ein Medikament gegen Fibromyalgie abgesetzt, und Iboprofen nehme ich auch nicht mehr.  Das Rauchen will ich auch aufgeben, aber ich schaffe es nicht alleine, und werde meinen Arzt bitten mir dabei zu helfen. Ich habe auch mal gelesen, dass sich die Leistung der Nieren sowieso jedes Jahr um 1 Jahr um 1% verringert. Ist das richtig? Das psst dann ja mit meinem Alter. Ich war auch überrascht, dass mein Arzt völlig locker damit umgeht, er ist mein Hausarzt ist Internist und Nefrologe.

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Das ist nicht zynisch, das ist realistisch.

Der Verfasser des Infoblattes kann nichts für die Gesetze der Niereninsuffizienz, er hat sie nur auf den Punkt gebracht.

Wenn es dich betrifft, tut es mir sehr leid - egal wen es betrifft, es tut mir sehr leid für denjenigen.

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Kommentar von Rosswurscht
07.07.2016, 22:15

Mich stört das Wort "entscheiden". ich kann mich ja nicht
entscheiden, zwischen was auch? man kann nur dialysieren wenn es weiter
gehen soll.

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