Zwergkaninchen...welche Rasse?

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8 Antworten

Uiuiuiiiiii da bist du bei mir bei der richtigen gelandet! :D Ich habe drei Kaninchen, mein Freund hat eine große Zucht und ist Mitlied im Zuchtverein.

Zunächst finde ich ein Kaninchen immer eine gute Wahl. Andere Nager sind mir zu klein oder haben zu spezielle Ansprüche, wie Chinchillas oder ähnliche. Kaninchen können richtig zahm werden, sogar anhänglich sein wie eine Katze, oder Kunststücke lernen (nur freiwillig und gegen Belohnung natürlich).

Also, dass du schon alles vorbereitest, finde ich super. Ich habe mein erstes Kaninchen aus schlechten Verhältnissen als Jungtier gerettet und hatte erst mal keinen richtigen Käfig für ein paar Tage, das Kaninchen lebte also im Zimmer. Sie haben gerne Auslauf und können stubenrein werden, klappt sogar fast immer wenn man dran bleibt am Anfang.

Ich hab mich danach sehr lange mit Rassen und so weiter beschäftigt, und bin inzwischen ein großer Liebhaber von Widder-Kaninchen - also die, die Schlappohren haben. Warum? - Nicht nur sieht es einfach niedlich aus, und die Ohren hüpfen goldig auf und ab beim Rennen - man sagt Widdern auch nach, dass sie zahmer und zutraulicher werden, und Stehohrhasen eher öfter zu wilderem Verhalten tendieren. Natürlich gibt es überall auch Ausnahmen, man kann nie alle Tiere einer Rasse über einen Kamm scheren.

Ich persönlich empfehle dir, dich richtig gut umzusehen, bevor du dich entscheidest. Auf Seiten wie Ebay-Kleinanzeigen findest du immer wieder Hobbysüchter, die Jungtiere anbieten, die zum einen oft schon sehr handzahm abgegeben werden, geimpft sind und die lange leben, wegen gesunder Zuchtmischung. Im Zoohandel gekaufte Tiere sind oft aus reinrassigen Zuchten und leben kürzer, das hat mir in der Vergangenheit oft das Herz gebrochen. Aber auch das ist nur meine eigene Erfahrung.

Ich helf dir gerne, wenn ich kann. Beim Aussuchen der richtigen Hoppler bin ich mit Leib und Seele dabei. :)

Habe gerade mal auf Ebay Kleinanzeigen reinschaut, was für Jungtiere gerade reingestellt sind.

Ich sterbe gleich, so niedlich sind die. Da will ich direkt einen holen, aber ich bin mit deinen drei super Hopplern für den Moment glücklich und ausgelastet.

Am besten, wenn du mehrere zusammen setzt, ein kastriertes Männchen und ein Weibchen, wenn es wirklich zwei bei dir werden sollen. Ich habe zwei Männchen und ein Weibchen, ein Männchen kastriert, eines nicht. Das unkastrierte verträgt sich weder mit kastrierten oder unkastrierten Böckchen, noch mit Häsinnen (klar, Schwangerschaft vorprogrammiert). Unkastriert heißt allein sein, und dann sollte man dem Tier viel Zeit widmen können.

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@Sanctuaria

Oh, sehr gut, da hab ich einen Spezialisten erwischt! ;-) Danke für deine ausführliche Antwort!

Die Widder-Kaninchen wurden mir jetzt schon von vielen empfohlen und sie sind auch wirklich superniedlich! :-)

Ich wohne in PLZ 82... und suche möglichst da in der Nähe, damit die Kleinen nicht so einen weiten Weg bis in ihr neues Zuhause haben.

Dann werde ich mal schauen, ob ich bei ebay etc. etwas finde!

Was sagst du, eher junge oder schon erwachsene Tiere?

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@Sanctuaria

Bitte keine Einzelhaltung empfehlen und Nagetiere sind Kaninchen auch nicht. ;-))

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@Flupp66

Ps: Hobbyzüchter Tiere leben gesünder, weil gesunde Mischung? Wirklich jetzt?

Die meisten Vermehrer haben nicht mal Ahnung was sie überhaupt tun ... ;-(

Zumindest die, die nicht in nem Züchterverband sind.

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@Flupp66

Wie gesagt, eigene Erfahrung. Woran es liegt dass die Tiere aus dem Tierhandel oft schon mit defekten dort ankommen - da kann ich auch nur vermuten.

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@Fjola1505

Um noch zu kommentieren, was ein anderer Benutzer entgegen Widderchen geantwortet hat: Meine Widderchen sind aufgeweckt und klug (keineswegs "dümmlich"), sehr zutraulich und gesellig und folgen mir sogar durchs Zimmer. Sie sind stubenrein (haben ein überdachtes Katzenklo mit Hasenstreu drinnen - überdacht fühlen sie sich wohler), und wenn ich eine Rübe oder Salat in der Hand habe, setzt sich mein kastrier Widder vor mich und macht männchen. :D Ich bin wirklich sehr vernarrt in Widder, aber das heißt nicht dass ich andere Rassen nicht mag - es ist nur die, die ich empfehle, aus eigener guter Erfahrung.

Ich empfehle dir dich in der Nähe umzuschauen. Wen du online schaust, kann man bei vielen Seiten nach Regionen suchen. Ich habe auch schon von Leuten gehört, die sich in Kaninchen vergucken, die in einer Zucht von weiter weg kommen, und sich dann für einen Tierversand entscheiden. Das würde ich jedoch nicht tun, es ist so viel Stress bis die Tiere ankommen - da reicht schon eine normale Autofahrt aus der Nähe (Kaninchen mögen Autofahrten ganz und gar nicht). Deshalb- je näher, desto stressfreier bis zum neuen Heim bei dir. :-))

Und zu deiner Frage ob Jungtier oder erwachsene Tiere:

Da du ja gerne zwei zusammen halten möchtest, solltest du dir Gedanken über die Vergesellschaftung machen. Junge Tiere, also in den ersten Monaten nach der Abgabe sind normalerweise noch sehr offen für neue Kollegen (Ausnahmen gibt es natürlich immer). Wenn die Tiere zusammen und im gleichen Gehege aufwachsen / von klein auf zusammen sind und sich vertragen, dann bleibt es meist auch so. In manchen Fällen fangen zwei Kaninchen im höheren Alter an Probleme zu haben - soll es auch geben. Habe ich aber so selbst noch nicht erlebt.

Wenn du zwei erwachsene Tiere zusammen bringst, solltest du die Regeln der Vergesllschaftung ernst nehmen. Tiere auf für beide unbekanntem Gebiet zusammenführen und ihnen viel Zeit geben, Platz zum Ausweichen, und sie beobachten ob es wirklich klappt. Aller Anfang ist schwer. Manche Kaninchen vertragen sich auch nie, da gibt es noch ein paar Tricks und Kniffe von denen ich aber wenig halte. Aber es ist durchaus möglich, auch zwei erwachsene Tiere zusammen zu bringen. So könnte man vielleicht ein Kaninchen oder zwei aus dem Tierheim retten. Wenn du zwei erwachsene Tiere zusammen zu dir holst, die sich schon gut verstehen - ja optimal! :-)

Ich rate dir aber davon ab, ein erwachsenes Tier und ein noch junges zusammen zu setzen. Auch das habe ich ein mal versucht, als meine damals schon ältere Kaninchendame ihren Partner verlor. Es war keine gute Idee - die Häsin hat dem jungen Kaninchen zugesetzt, seither bin ich da schlauer, ein jüngeres Kaninchen zieht gegen ein älteres immer den Kürzeren.

Du planst alles im Voraus durch - ich glaube, deine zukünftigen Kaninchen werden es sehr schön bei dir haben. :-)

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@Ostereierhase

Gute Erklärung, sowas hab ich schon vermutet. Man sagt den Tieren kurze Lebensdauer nach wenn sie entweder aus schlechten Verhältnissen stammen (das wollte ich jetzt nicht unterstellen ohne Belege zu haben), oder wenn besonders in eine Richtung gezüchtet wird, äußerst reinrassig, wenig Mischlinge, etc. Wirklich traurig.

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@Sanctuaria

Das hat nichts mit einer besonders reinrassigen Zucht zu tun.

Ein guter Züchter stellt gesundheitliche Aspekte bei seiner Zucht vorne an. Sie wissen um Letalgene, die an Farben und Fellstrukturen gekoppelt sein können. Sie wissen um rezessive Krankheitsgene und können diese durch entsprechende Kreuzungen am Auftreten hindern. Gute Züchter interessieren sich dafür, was aus ihren Jungtieren wird, damit sie eine Resonanz über ihren Zustand haben und potentielle Probleme bei weiteren Würfen vermeiden können. Ich bin bei Kaninchen zwar immer noch kein Freund davon, weil die Rammler allein sitzen müssen. Aber diese Leute erzeugen keine kranken Tiere.

Leider entscheiden die meisten Käufer nach optischen Aspekten und wollen möglichst niedliche Tiere in tollen Farben. Das verleitet Vermehrer und "Hobbyzüchter" dazu, Tiere nach nur nach Farbe und Aussehen zu kreuzen u.U. auch über Inzucht, um die Effekte zu verstärken.

Diese Leute wissen nichts von den Genen oder nehmen auch teilweise mutwillig tote Jungtiere in Kauf (z.B. bei Verkreuzungen von 2 "echten" Zwergkaninchen mit Dwarfgen. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit 25% totgeweihte Junge zu erzeugen!)

Leider sind Vermehrer das Gross. Echte Züchter sind selten, denn Zucht macht richtig arbeit und rentiert sich finanziell nicht.

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@Sanctuaria

Das hat nichts mit einer besonders reinrassigen Zucht zu tun.

Ein guter Züchter stellt gesundheitliche Aspekte bei seiner Zucht vorne an. Sie wissen um Letalgene, die an Farben und Fellstrukturen gekoppelt sein können. Sie wissen um rezessive Krankheitsgene und können diese durch entsprechende Kreuzungen am Auftreten hindern. Gute Züchter interessieren sich dafür, was aus ihren Jungtieren wird, damit sie eine Resonanz über ihren Zustand haben und potentielle Probleme bei weiteren Würfen vermeiden können. Ich bin bei Kaninchen zwar immer noch kein Freund davon, weil die Rammler allein sitzen müssen. Aber diese Leute erzeugen keine kranken Tiere.

Leider entscheiden die meisten Käufer nach optischen Aspekten und wollen möglichst niedliche Tiere in tollen Farben. Das verleitet Vermehrer und "Hobbyzüchter" dazu, Tiere nach nur nach Farbe und Aussehen zu kreuzen u.U. auch über Inzucht, um die Effekte zu verstärken.

Diese Leute wissen nichts von den Genen oder nehmen auch teilweise mutwillig tote Jungtiere in Kauf (z.B. bei Verkreuzungen von 2 "echten" Zwergkaninchen mit Dwarfgen. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit 25% totgeweihte Junge zu erzeugen!)

Leider sind Vermehrer das Gross. Echte Züchter sind selten, denn Zucht macht richtig arbeit und rentiert sich finanziell nicht.

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Hi du,

was ich dir empfehle?

Keine Widderkaninchen: die hängenden Ohren sehen für uns zwar niedlich aus, beeinträchtigen aber das Hören, das Sehen und die Kommunikation zu anderen Kaninchen. Außerdem können sie die Bewegung einschränken, weil die Kleinen sich bei zu langen Ohren selber drauf treten. Das sie oft kuscheliger oder "dümmer"/langsamer (je nachdem wen man fragt) sind, liegt an diesen Einschränkungen.

Keine Teddys, Rex, Angora, Löwenköpfchen (letztere ist eigentlich keine anerkannte Rasse): Das Fell ist zu fein, es besitzt kein richtiges Deckhaar, daher ist Außenhaltung schonmal schwierig bis unmöglich. Außerdem neigen die zu langen Haare nach dem Putzen dazu, im Magen zu verfilzen es bildet erst Schlamm, dann richtige Steine (Bezoar). Wenn man Pech hat, verstopft das die Verdauung. Die Tiere können sich nicht richtig reinigen, überhitzen schneller, müssen u.U. regelmäßig gebürstet werden und einige auch geschert.

Nichts mit kugelig runden Köpfchen ala Kindchenschema, das bringt oft Zahnprobleme mit sich.

Mein Rat? Geh ins Tierheim und ignorier obige Tips ;D Such dir zwei Kaninchen aus, die dir vom Charakter her gefallen, der ist nämlich bei allen zukünftigen Partnern wichtiger als ihr Aussehen.

Auch im Netz gibt es viele Tierschutzseiten zur Kaninchenvermittlung. Wenn du eine Innenhaltung hast, ist das Fell kein Problem (solang du es ausreichend pflegen kannst!), in Außenhaltung solltest du die empfindlichen Rassen ohne Deckhhaar aber meiden. Man findet auch gut junge Vermittlungskaninchen, falls dir das wichtig ist. Für Anfänger empfehle ich aber immer erwachsene Tiere, die sind charakterlich ... hmmm... wie soll ich sagen... gesetzter. Man weiß eher, an was für ein Tier man gerät.

Zwergwidder wenn es eine Zwergrasse sein soll, das sind die zutraulichsten Kaninchen. Wenn du aber Platz hast, würde ich immer zu der Riesenrasse Französische Widder raten, etwas Tolleres und Gutmütigeres gibt es nicht. :-))

Ich hab ein Risesn-Widder und zwei Angora

Sie mümmeln den ganzen Tag und kommen zur Tür vom Gehege wenn Fütterungszeit ist - ganz niedlich, lassen sich auch streicheln und fressen dabei weiter oder liegen weiter entspannt da. Ganz tolle Beziehung zwischen Mensch und Tier. Hol dir keins von den ganz winzigen die extra klein bleibend gezüchtet werden. Die fetzen durch den Käfig und werden schwer zahm oder nie

Viel spaß Kaninchen sind super!!!!!!!!!!!

Ich würde nicht nach einer speziellen Rasse suchen. Geh doch mal ins Tierheim und beobachte dort die Kaninchen eine Weile. Dann siehst du ja ihren Charakter und das Tierheimpersonal kann dir auch eine kompetente Beratung geben. Wissenswerte Infos über Kaninchen gibts auf www.sweetrabbits.de Da habe auch ich als jahrelanger Kaninchenhalter noch dazugelernt ;)

Ist die Rasse wirklich so entscheidend? Mir ist die Rasse egal, es muss Liebe auf den ersten Blick sein.

Meine ersten Kaninchen stammten aus einer privaten Vermehrung. Anders kann man es nicht sagen, sie wurden oft krank und starben früh.

Da ich eine große Gruppe hatte, hatte ich ein Kaninchen aufgenommen welches schon bisschen älter war. Es kam aus schlechter Haltung.

Meine jetzigen beiden Kaninchen, Harvey und Elly sind bislang top gesund. Elly habe ich über den Kaninchenschutz aus Bremen bekommen (ich lebe Dresdner Nähe). Harvey habe ich aus dem Tierheim.

Die Rasse ist völlig unwichtig. Als Kaninchenanfänger solltest du ein bestehendes Paar aus dem Tierheim nehmen. So ersparst du die eine Vergesellschaftung die leicht, aber auch sehr schwierig sein kann. Sie kann von einem Tag bis hin zu Wochen andauern.

Die Rasse ist mir nicht wichtig, ich dachte nur, bei anderen Tieren haben die Rassen ja meistens unterschiedliche Eigenschaften. (scheu, zutraulich, robust, krankheitsanfällig, ...) und bei Kaninchen scheint das auch so zu sein!

Danke für deinen Tipp mit dem Tierheim! Gute Idee!

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@Fjola1505

Eigenschaften unterscheiden sich da weniger. Widder können öfter Ohrenprobleme haben, während Löwenköpfchen viel Fellpflege.

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Hey,

Ich würde da keine spezielle Rasse empfehlen. Auch Tiere haben schließlich unterschiedliche Charaktere und das hängt nicht von der Rasse ab. ;-))

Guck auch hier:

diebrain.de (www davor setzen)

Denke bitte daran, dass das Gehege mindestens 4m² haben muss und sie nicht herumgetragen werden wollen.

Und bitte hol dir kastriertes Männchen und Weibchen.

Denk auch an die Ernährung: Frische Wiese, Heu, Gemüse und ab und an Saaten. ;-))

Kein Trockenfutter.

Liebe Grüße, Flupp

Ps.: Und bitte holt eure Tiere von keinem Vermehrer. Guckt doch mal im Tierheim oder einem Tierschutzverein.

Bitte nicht zum Zoohandel!

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Das hat er oder sie doch alles gar nicht gefragt... das kann man auch alles dort nachlesen. Ich lese hier öfters wenn ich bei meinen Hasen nicht weiter weiß. Diese Antwort les ich so oft mit m² und Futter ich glaub das weiß man schon wenn mans auch ernst meint.

Ich wollte mir übrigens auch mal Kaninchen aus dem Tierheim holen, doch im Tierheim bei uns gab es gar keine, nur viele Hunde Katzen Vögel und Meerschweine. Was empfielst du dann?

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@DoubleTreasure

Sagte ich ja auch: Kaninchenschutzvereine. Die vermitteln auch deutschlandweit.

Und ich kann ja nicht ahnen, was du schon alles gelesen hast, deswegen schreib ich es lieber nochmal ;-))

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Zwergwidder (Die mit den Schlappohren). Sehen erstens total niedlich aus und sind zweitens mega zutraulich, lassen sich sehr gern streicheln, herumtragen, haben keine Angst vor Menschen, wie es bei anderen Kaninchenrassen der Fall ist.

Bitte nicht herumtragen. Wenn sie dabei ruhig sind, halten sie es nur aus.... gefallen tut es ihnen nicht.

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