Zweiter Weltkrieg unvermeidbar?

20 Antworten

Die "Weltrevolution" bedeutet nicht Krieg, auch, wenn der russische Zar mit Gewalt abgesetzt werden mußte. Im Gegenteil, es war eine neue Denkweise, die verstanden werden wollte und nicht abgeschlachtet im Krieg.

Für das Rückfordern von Gebieten gibt es andere Lösungen, außerdem, das Zurückfordern, da würde Neapel heute zu Deutschland gehören und die halbe Ukraine zu Österreich usw. Das ist unsinnig, da solche Gebiete oft Annektionen waren durch Kriege, und eine andere Kultur und Sprache hatten. Von den Kolonien rede ich gar nicht erst.

Der 2. Weltkrieg war ein Unrechtskrieg, gegen den Hitler-Stalin-Pakt (ein Nichtangriffspakt, nota bene, und ein Gegenbeweis für DieRussenhättenunsohnehingefressen!!) und gegen das wehrlose, nicht hochgerüstete Polen. Hast du mal Bilder gesehen, wie die polnische Kavallerie gegen die Panzer anritt und starb? Diese Aufnahmen zeigen das Verbrechen Hitlers besser als alle Reden.

Es ist mir rätselhaft, wie jemand eine solche Frage stellen kann nach 23 Millionen toter Russen in einem einzigen Krieg. Und der Ausrottung des europäischen Judentums. Von den zerstörten Städten, am schlimmsten das wunderschöne Warschau, nicht zu reden.

Wie kannst du es wagen?

Wenn es Hitler nicht gegeben hätte, wäre der Ost-West Konflikt eskaliert. Schätzungsweise so um 1950. Und schon wäre der kalte Krieg nicht mehr so kalt gewesen. Die Atombombe wäre dabei wohl zuerst in Deutschland entwickelt worden.

Wenn hingegen die KPD an die Macht gekommen wäre, wäre es ähnlich. Nur halt an der Seite der UdSSR.

Macht für mich Sinn. Stalin wollte Krieg, um sein Reich zu erweitern.

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War der Weltkrieg überhaupt vermeidbar? Heute machen es sich alle einfach und meinen ohne die Nazis: kein Krieg.

Das ist auch falsch. Richtig müsste es heißen: ohne Hitler keinen Weltkrieg!

Hitler wollte Krieg, um einerseits Deutschland in Europa zur unantastbaren Führungsmacht zu machen, andererseits - und das war sein Hauptziel - Polen, Sowjetunion und andere osteuropäische Länder zu unterwerfen und diese Völker teils zu vernichten, teils als eine Art Sklaven des deutschen Volkes weiterexistieren zu lassen.

Ohne Hitler, damit wohl auch ohne Nazis, wäre ein neuer Krieg vielleicht nicht vermieden worden. Aber er wäre wohl lokalisiert, auf Europa beschränkt gewesen, wenn es den nationalistisch-chauvinistischen Parteien - die gab es in allen europäischen Ländern - gelungen wäre, an die Regierung zu kommen. Solche Dimensionen und Verbrechen aber, wie sie der WK II mit sich gebracht hat, hätte ein solcher Krieg wohl nicht mit sich gebracht. Dafür bedurfte es einer verbrecherischen Kraft. Allerdings gab es außer Hitler einen zweiten Verbrecher in dieser Zeit: Stalin. Möglicherweise wäre ganz Europa heute Teil eines riesigen Sowjetimperiums.

Wäre ein Krieg irgendwie vermeidbar gewesen, wenn ja, wie?

Solange besonnene, nicht verbrecherisch veranlagte Politiker an der Regierung gewesen wären, hätte immer die Chance auf Frieden und friedliche Beilegung von Konflikten bestanden. Einige französische und Weimarer Politiker waren bereits soweit, dass sie die deutsch-französische sog. "Erbfeindschaft" endgültig beigelegt hätten. Durch Hitler und seine Verbrechen blieb dies De Gaulle und Adenauer vorbehalten.

MfG

Arnold

Woher ich das weiß: Studium / Ausbildung

Die Westalliierten hätten Hitler absetzen können. Polen schlug das schon 1933 vor. Frankreich sagte nein.

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@Niconasbeznas

Wir halten mal fest: Der Kerl, der sich in jedem zweiten Beitrag über typisch deutschen Chauvinismus und Größenwahn beschwert, hällt es für legitim, wenn Frankreich und Polen in Deutschland einmarschieren und die dortige Regierung nach ihren Vorstellungen umgestalten.

Anno 1933 gab es keine wie auch immer geartete Veranlassung dazu und es hätte einen Akt der außenpolitischen Agression dargestellt oder um es in einer für dich verständlichen Sprache auszudrücken: Es wäre Ausdruck polnischen Chauvinismus und Größenwahns gewesen.

Die innenpolitischen Verbrechen des NS-Reiches waren zu dem Zeitpunkt nicht schlimmer als dass, was die anderen Großmächte in ihren Kolonien anrichteten und den Rahmen des Versailler Vertragswerkes unterlief Hitler-Deutschland erst Anno 1935 mit der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht entgegen der Bestimmungen des Versailler Vertrags im Hinblick auf die Größe und den Charakter der Deutschland zugestandenen Streitkräfte.

Somit gab es im internationalen Rechtsverständnis keinerlei legitime Grundlage für ein solches Unterfangen. Entsprechend wäre hier also eher der Geist der damaligen polnischen Führung um Pilsudski anzuzweifeln, denn von den Kategorien internationaler Rechtsvorstellungen und den Absprachen der bestehenden, völkerrechtlichen Verträge, war dieser Vorschlag sicherlich nicht beseelt.

Sicherlich aber von dem Bedürfnis die in Teilen unter fragwürdigen Umständen zustande gekommene ("Schlesische Aufstände") polnische Westgrenze, die nicht einmal die Entente-Mächte als in Stein gemeißelt betrachteten (weswegen die Deutsche Ost- im Gegensatz zur Westgrenze im locarnovertrag keine einschlägige Festschreibung erfuhr) zu schützen und möglicherweise (so könnte man argwöhnen), nach einer Gelegenheit suchend diese im eigenen Sinne zu korrigieren.

Verwechseln wir hier also bitte nicht die nationalen Interessen ein sich mit seinen Expansionsgelüsten übernommen habenden Polens mit eingem Grundsätzlichen Problem Polens mit dem Nationalsozialismus.

Hätte es ein solches und eine Fundamentalopposition gegeben, hätte man seitens Warschau sicherlich die Verständigung mit Moskau gesucht, statt zu versuchen die Differenzen durch einen Nichtangriffspakt mit Berlin, abgeschlossen 1934 beizulegen.

Den internationalen Spielregeln zur Folge sagte Frankreich zu diesem Zeitpunkt vollkommen richtiger Weise nein, weil es einen Eingriff in die Souveränität Deutschlands ohne entsprechenden völkerrechtlich vorzeigbaren Grund bedeutet hätte. Ab 1935 wäre das sicherlich etwas anderes gewesen.

So viel dann nur zum Thema "Polnischer Chauvinismus" ;-)

Vielleicht denkst du demnächst drann, wenn du den Deutschen einmal wieder kollektiven Größenwahn unterstellst und nach "Reparationen" schreist.

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@Schachbrett75

Größenwahn? Google mal Größenwahn anscheinend ist dir die Bedeutung wohl nicht geläufig. Wenn man die Franzosen fragt ist das ja wohl nicht größenwahnsinnig. Auch in ein Land einzumarschieren mit Frankreich, dass nur 100 000 Mann Armee hat. Du Logiker!

Im übrigen haben die Polen einfach das ernst genommen, was der Mann schreibt (Mein Kampf z.B.) und was er sagt. Frankreich hätte das Recht einzumarschieren, als die Deutschen die Demokratie abgeschafft haben, damit unberechenbar geworden sind.

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@Niconasbeznas
Wenn man die Franzosen fragt ist das ja wohl nicht größenwahnsinnig.

Wenn man versucht die französische Regierung und Militärmacht dafür zu instrumentalisieren in Deutschland einzumarschieren um dort die Regierung auszutauschen, um seinen, von halb Europa als Illegitim (das gilt mit besonderem Augenmerk auch auf die Ostgrenze und deren Zustandekommen) betrachteten Territorialbestand zu sichern und möglicherweise auszuweiten, erfüllt das ziemlich exakt die Definition von Größenwahn, denn das war weit aller Ratio.

Auch in ein Land einzumarschieren mit Frankreich, dass nur 100 000 Mann Armee hat.

Da würde mich doch mal glatt interessieren, wenn es für Polen kein Problem darstellte da einfach einzumarschieren, wo war dann die tödliche Bedrohung für Polen, anno 1933, die einen solchen Einmarsch gerechtfertigt hätte?

Würdest Du Logiker mir dummem, armem Wicht das bitte kurz erläutern?

Im übrigen haben die Polen einfach das ernst genommen, was der Mann schreibt (Mein Kampf z.B.) und was er sagt.

Ist das der Grund, warum sie mit ihm 1934 einen Nichtangriffspakt schlossen, obwohl sie ihn, wie du oben widersprüchlich zum an die Wand gemahlten Bedrohungsszenario, ganz einfach hätten beseitigen können?

Ist das vielleicht der Grund, warum man polnischerseits keinen Protest gegen die Annexion Österreichs erhob?

Ist das der Grund dafür, warum man polnischerseits das Münchner Diktat billigte und sich auch geich daran beteiligte, in dem man in Mährisch-Teschen einmarschierte und die Stadt als für sich selbst beansprucht okkupierte, womit man die territoriale Integrität der Tschechoslowakei und das Vertragswerg von Saint Germain mit Füßen trat?

Den Billigen Unfug kannst du dir für Leute sparen, die von der Zwischenkriegszeit keine Ahnung haben, die könnten auf sowas reinfallen. Zwischen 1934 und Frühjahr 1939 verhielt sich Polen gegenüber Hitler-Deutchland in einer Weise, die man kaum anders charakterisieren kann als "komplizität", das änderte sich erst mit der endgültigen Zerschlagung der Tschechslowake, mit der dann Polen selbst ins Zentrum der territorialen Expansionsvorstellungen Hitlerdeutchlands rückte. So lange das lediglich Österreich oder die verhasste Tschechoslowakei, die Teschen nicht freiwillig hergeben wollte betraf, hatte Polen mit der deutschen Expansion überhaupt kein Problem, sondern unterstützte diese geradezu in dem es die polnische Politik an entschiedenem Widerstand fehlen lies.

Die Sowjets fragten wegen hren Garantiepflichten gegenüber der Tschechoslowakei im Zuge der Sudetenkriese betreffs Durchmarschrecht für die Rote Armee, sollte der Bündnisfall mit Prag gegeben sein in Warschau und Bukarest an, bekam aber von beiden Seiten Absagen und musste Prag daher fallen lassen. Wo war da der von dir herausgestellte unbedingte politische Wille Polens zur Niederhaltung Hitlerdeutschlands? Hätte man den Tschechen nicht zur Hife kommen und die Sowjets durchziehen lassen müssen, statt das zu verhindern und sich selbst Teschen zu greifen?

Frankreich hätte das Recht einzumarschieren, als die Deutschen die Demokratie abgeschafft haben, damit unberechenbar geworden sind.

Dann hätte Deutschland also auch das Recht gehabt in Polen einzumarschieren, als sich Pilsudski dort an die Macht putschte, weil es dadurch zu einer faktischen Militärjunta und unberechenbar wurde?

Ich glaube da wäre das Geheule bei dir aber groß gewesen.

Nein, festzulegen, welches die jeweilige Staatsform ist, ist unveräußerliches souveränes Recht des jeweiligen Staatsvolkes.

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@Schachbrett75

Du schreibst: Wenn man die Franzosen fragt ist das ja wohl nicht größenwahnsinnig.Wenn man versucht die französische Regierung und Militärmacht dafür zu instrumentalisieren in Deutschland einzumarschieren um dort die Regierung auszutauschen, um seinen, von halb Europa als Illegitim (das gilt mit besonderem Augenmerk auch auf die Ostgrenze und deren Zustandekommen) betrachteten Territorialbestand zu sichern und möglicherweise auszuweiten, erfüllt das ziemlich exakt die Definition von Größenwahn, denn das war weit aller Ratio.

Ich: Also wenn Polen in ein Staat mit einer 100 000 Armee einmarschieren will ist das Größenwahn und wenn man dabei einen potentiell gefährlichen Gegner ausschalten will ist das irrational.

Merkst du eigentlich was für Absurditäten du da schreibst?

Also noch einmal ganz langsam für dich. Einen schwachen Gegner zu Okkupieren ist nicht Größenwahnsinnig. Einen potentiell gefährlichen Gegner auszuschalten ist auch nicht irrational. Verstanden du Logiker?

Du schreibst: Auch in ein Land einzumarschieren mit Frankreich, dass nur 100 000 Mann Armee hat. Da würde mich doch mal glatt interessieren, wenn es für Polen kein Problem darstellte da einfach einzumarschieren, wo war dann die tödliche Bedrohung für Polen, anno 1933, die einen solchen Einmarsch gerechtfertigt hätte?

Ich: Ein Unberechenbares Regime das aufrüsten will würde ich als Bedrohung ansehen, das vermutlich angreifen will, ist ein Grund für einen präventiven Krieg/Einmarsch.

Du schreibst: Würdest Du Logiker mir dummem, armem Wicht das bitte kurz erläutern?Im übrigen haben die Polen einfach das ernst genommen, was der Mann schreibt (Mein Kampf z.B.) und was er sagt. Ist das der Grund, warum sie mit ihm 1934 einen Nichtangriffspakt schlossen, obwohl sie ihn, wie du oben widersprüchlich zum an die Wand gemahlten Bedrohungsszenario, ganz einfach hätten beseitigen können?

Ich: Das Abkommen war der Versuch auf Nummer sicher zugehen. Die Deutschen anzugreifen? Polen nahm eben Rücksicht auf seine Verbündeten, die das nicht wollten. Polen hat es leider unterlassen, einen Präventivschlag auszuführen.Man hat sich auf den Beistand der Franzosen und Briten verlassen.

Du schreibst: Ist das vielleicht der Grund, warum man polnischerseits keinen Protest gegen die Annexion Österreichs erhob? Ist das der Grund dafür, warum man polnischerseits das Münchner Diktat billigte und sich auch geich daran beteiligte, in dem man in Mährisch-Teschen einmarschierte und die Stadt als für sich selbst beansprucht okkupierte, womit man die territoriale Integrität der Tschechoslowakei und das Vertragswerg von Saint Germain mit Füßen trat?

Ich: Die Polen haben sich auf ihre Verbündeten verlassen, wenn die nichts taten, was konnte Polen tun? Mährisch-Teschen besser Olsa-Gebiet war überwiegend polnischsprachig. Die Polen dort sollten vor den Deutschen geschützt werden. Was willst du behaupten, dass die deutsche Terrorherrschaft besser wäre.

Du schreibst: Den Billigen Unfug kannst du dir für Leute sparen, die von der Zwischenkriegszeit keine Ahnung haben, die könnten auf sowas reinfallen. Zwischen 1934 und Frühjahr 1939 verhielt sich Polen gegenüber Hitler-Deutchland in einer Weise, die man kaum anders charakterisieren kann als "komplizität", das änderte sich erst mit der endgültigen Zerschlagung der Tschechslowake, mit der dann Polen selbst ins Zentrum der territorialen Expansionsvorstellungen Hitlerdeutchlands rückte. So lange das lediglich Österreich oder die verhasste Tschechoslowakei, die Teschen nicht freiwillig hergeben wollte betraf, hatte Polen mit der deutschen Expansion überhaupt kein Problem, sondern unterstützte diese geradezu in dem es die polnische Politik an entschiedenem Widerstand fehlen lies.

Ich: Nur wenn man völlig dämlich ist glaubt man, dass Polen froh war, dass die Deutschen die Tschechoslowakei zerschlugen. Dadurch wurde ja die polnische strategische Situation bei weitem unvorteilhafter. Der potentielle Gegner wurde dadurch mächtiger. Weshalb Polen einrückte kann man ja Oben nachlesen. Die Deutschen war bei weitem verhasster als die Tschechoslowaken, im übrigen. Was für ein idiotisches Argument. Die verhasste Tschechoslowakei. Absurd.

Du schreibst: Die Sowjets fragten wegen hren Garantiepflichten gegenüber der Tschechoslowakei im Zuge der Sudetenkriese betreffs Durchmarschrecht für die Rote Armee, sollte der Bündnisfall mit Prag gegeben sein in Warschau und Bukarest an, bekam aber von beiden Seiten Absagen und musste Prag daher fallen lassen. Wo war da der von dir herausgestellte unbedingte politische Wille Polens zur Niederhaltung Hitlerdeutschlands? Hätte man den Tschechen nicht zur Hife kommen und die Sowjets durchziehen lassen müssen, statt das zu verhindern und sich selbst Teschen zu greifen?

Ich: Ja die Polen hätten Stalin trauen sollen. Noch mehr idiotische Vorschläge?

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@Niconasbeznas

Du schreibst: Frankreich hätte das Recht einzumarschieren, als die Deutschen die Demokratie abgeschafft haben, damit unberechenbar geworden sind. Dann hätte Deutschland also auch das Recht gehabt in Polen einzumarschieren, als sich Pilsudski dort an die Macht putschte, weil es dadurch zu einer faktischen Militärjunta und unberechenbar wurde?

Ich: Einfach nur albern. Die Deutschen waren keine Siegermacht des 1. Weltkrieges und kein Vertragsparteien von Versailles. Außerdem Vergleichst du also Piłsudski mit Hitler. Noch mehr Absurditäten?

Du schreibst: Ich glaube da wäre das Geheule bei dir aber groß gewesen.

Nein, festzulegen, welches die jeweilige Staatsform ist, ist unveräußerliches souveränes Recht des jeweiligen Staatsvolkes.

Ich: Nicht wenn das Volk Nazis zu ihrer Regierung macht, dann haben die Nachbarn das Recht auf Prävention. Im übrigen heule ich nie. Du solltest nicht von dir auf andere schließen.

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