Zweite Rennmaus bekommen , nur wie Eltern überreden?

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6 Antworten

Ich hatte als Kind einen Wellensittich. Dann las ich etwas über die Vogelhaltung und wollte einen zweiten. Meine Eltern waren erst dagegen. Ich erzählte dann immer wieder, wie einsam sich der Vogel führen würde, schrieb Zitate aus dem Vogelbuch ab, schrieb selbst Texte gegen Einzelhaltung, die ich meinen Eltern zeigte usw. Irgendwann gaben sie dann nach. In der Zoohandlung standen wir vor dem Gemeinschaftskäfig mit mindestens 10 wenn nicht sogar 20 Wellensittichen und meine Eltern meinten "so laut wird es dann bei dir auch werden!"Im Alltag zeigte sich, dass es gar kein Problem war.

 Und ja, es wurden Vögel nachgekauft, wenn Partner starben.

 Ich würde also diesen Weg empfehlen: Dran bleiben, Geduld haben, das Thema immer wieder aufbringen, aber nicht quängelnd "ich will eine zweite Maus", sondern "ich habe gelesen, dass..." (vielleicht gibt es schöne Texte gegen Einzelhaltung der Mäuse online oder Videos), "heute habe ich meine Maus beobachtet und sie machte dies und das, mit einem Partner hätte sie das viel besser machen können!", "meine Maus macht (störendes Verhalten, am Gitter nagen etc.), mit einem Partner wäre sie beschäftigt und würde das nicht machen müssen".

Zweites Argument: Ihr habt sicher einiges investiert, oder? Käfig, Ausstattung, ggf. Freilauf usw. Wenn man immer wieder Mäuse nachkauft, war diese Investition für eine längere Zeit als wenn man nach 3 Jahren die Sachen nicht mehr braucht.

Tatsache ist aber bei jedem Tier, dass man sich einfach an den Alltag mit dem Tier gewöhnt und einem etwas fehlen würde, wenn das Tier nicht mehr da ist. Was anfangs noch mühsam scheint - Käfig säubern usw. - wird später zur Routine. Man beschäftigt sich auch jeden Tag mit dem Tier - Beobachten, ggf. Interaktion - und das würde einem schon fehlen, wenn das Tier nicht mehr da ist. Irgendwann gehört das Tier/ die Tierhaltung einfach zu einem und man möchte das nicht mehr aufgeben, weil so ein Tierchen einem auch sehr viel zurückgibt. Und man möchte nicht ständig ein schlechtes Gewissen haben, weil man weiß, man selbst geht in die Schule, trifft Freunde, tauscht sich aus, und das Tierchen ist ganz alleine.Tiere, die in der Gruppe leben (sollten) und alleine gehalten werden, erleben das teilweise wohl ähnlich wie Menschen, die man alleine irgendwo aussetzen würden: Sie sind verunsichert. Tiere, die Dinge gemeinsam machen - z.B. immer fressen, wenn der Partner das macht, in der Nähe des Partners schlafen, gemeinsam spielen oder die Umgebung erkunden, gegenseitige Fellpflege betreiben - machen Mäuse das? - vermissen das als Einzeltier schon sehr und sind ängstlicher. Das kann jeder nachvollziehen: Man gibt etwas Neues in den Käfig - die Maus hat Angst. Hat man zwei Mäuse, traut sich eine zuerst, die zweite folgt, die beiden sind viel mutiger. Man kennt das von sich selbst: Ist man irgendwo alleine und weiß nicht, was man machen soll, dauert die Entscheidungsfindung länger, als wenn jemand dabei ist. Entweder bespricht man das Problem oder der andere gibt einem nur seine Anwesenheit Mut und man traut sich schneller etwas zu.

 Als ich meinem ersten Wellensittich dann nach 2 Jahren einen Partner mitbrachte, kaufte ich einen Käfig mit undurchsichtiger Trennwand (war die einzige Alternative im Laden). Ich öffnete das leere Abteil und mein an sich eher vorsichtiger Wellensittich war sofort in diesem Abteil, weil er durch die Trennwand die Rufe des anderen Vogels hörte. Normalerweise hätte es Tage bis Wochen gedauert, bis er in einen neuen Käfig gegangen wäre. Später musste ich mal einen neuen Partner kaufen und die Vögel einige Zeit getrennt im gleichen Raum halten. Der neue Vogel bekam vom ersten Tag an Gemüse, der alte kannte das nicht. Ich gab ihm dann im gleichen durchsichtigen Napf auch mal die gleiche Gemüsemischung, die er sofort probierte, weil er das bei dem neuen Vogel gesehen hatte. Einer meiner jetzigen Vögel ist sehr eng mit einem anderen Vogel befreundet, der später dazu kam. Der Neue kam sofort auf meine Hand, als der alte dort schon saß, ohne Lockmittel, nur weil der "Freund" dort war.Man bekommt paradoxerweise mehrere Kleintiere leichter wieder in den Käfig. Man ruft oder lockt das eine, das zuverlässig kommt oder am verfressendsten ist, und die anderen kommen sofort nach, weil nicht den Anschluss verlieren wollen oder Futterneid haben. Eines müsste sich wieder erst mal alleine überwinden. Die anderen müssen nicht nachdenken, die machen einfach, was der/ die anderen/n machen.

Zuletzt: Geh mal in die Zoohandlung oder schau Dir Videos von Rennmäusen mit Deinen Eltern an. Was machen die? Was macht Deine? Du wirst sehen, dass Deine Maus deutlich weniger aktiv ist und vieles ohne Partner gar nicht machen kann. Da fehlt also etwas.

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ich schrieb gestern ja schon was dazu und somit bekommst du hier nun noch mal die gleiche antwort: da deine eltern dir die haltung erlaubt haben müssen sie dir auch ein neues tier erlauben. dies wüssten sie, wenn sie sich informiert hätten bevor die tiere kamen. das sie das verschlampt haben darf nun nicht zu lasten des tieres gehen. 

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Die Einzelhaltung von Ratten und Mäusen (eingeschlossen Rennmäusen) ist Tierschutzwiedrig. Das kannst du ihnen sagen.

Hier mal ein Zitat aus Rennmaus.de 

Da Rennmäuse von Natur aus in Familienverbänden leben und sehr gesellige Tiere sind, dürfen sie niemals alleine, sondern immer zu zweit gehalten werden. Mit der Größe der Gruppe steigt auch die Wahrscheinlichkeit von Streitereien innerhalb der Gruppe. Blutige Kämpfe sind die Folge.

Für Anfänger sind daher gleichgeschlechtliche Gruppen von zwei Tieren am geeignetsten. Rennmäuse dürfen niemals mit anderen Tierarten (andere Mausarten, Meerschweinchen, Ratten etc.) zusammengehalten werden!

 

Ich hoffe ich konnte helfen, Heimchen

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Es ist Tierungerechtlich wenn man nur eine maus hat. Wenn dir ihr wohl wirklich wichtig ist, würde ich das einwerfen und engagement zeigen. Entweder ich bekomme eine andere maus oder ich gebe sie ab damit sie glücklich ist, oder du sagst das du die maus abgibst wenn eine stirbt :)

Lg Lionchen :3


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Nicht überreden, überzeugen!

Eine Maus alleine kann gar nicht glücklich sein. Man sollte mindestens 2 halten. Such dazu passende Argumente, dann klappt das auch!

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Rede mit den Eltern in Ruhe

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