zweite lautverschiebung

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4 Antworten

Die zweite oder hochdeutsche Lautverschiebung unterscheidet die hochdeutschen Mundarten einschließlich des Langobardischen von allen anderen germanischen Sprachen. Dabei werden 1) die germanischen stimmlosen Verschlusslaute (p, t, k) im Anlaut und im Inlaut nach Konsonant sowie bei Verdoppelung zu Affrikaten (pf, ts, kch): z. B. niederdeutsch p, und hochdeutsch pf, sonst zu doppelten stimmlosen Reibelauten (ff, ss, hh/chch): z. B. niederdeutsch water, maken, hochdeutsch Wasser, machen; 2) die germanischen stimmhaften Verschlusslaute (b, d, g) zu stimmlosen (p, t, k): z. B. niederdeutsch dag, hochdeutsch Tag; 3) die germanischen stimmhaften Reibelaute (, d, ) zu stimmhaften Verschlusslauten (b, d, g): z. B. niederdeutsch geven, hochdeutsch geben. Im Gegensatz zur ersten Lautverschiebung ist aber die Verbreitung dieser einzelnen Erscheinungen innerhalb des hochdeutschen Gebiets sehr verschieden, sodass sich zwischen den niederdeutschen Mundarten, die die zweite Lautverschiebung nicht zeigen, und den schweizerischen, die sie vollständig durchführen, ein breites Übergangsgebiet findet. Die erste Lautverschiebung wird sehr verschieden datiert (500 v. Chr. bis 3. Jahrhundert n. Chr.), die zweite hat sich in ihrem Kerngebiet im 7. Jahrhundert n. Chr. durchgesetzt.

Hallo lamia,

wer annähme, eine deutschsprachig aufgewachsene Person könnte diese Fragen ohne Weiteres ohne Nachschlagen beantworten, der wäre sehr optimistisch. Insofern ist "Ausländer sein" nicht unbedingt eine Entschuldigung.

Es gibt auf de.wikipedia.org einen Abriss der deutschen Sprache ("Deutsche Sprachgeschichte"), der es halbwegs 'allgemeinverständlich' darstellt. Nimm z.B. das als Einstiegspunkt, wenn Du nichts anderes hast.

Viel Erfolg

Dafür ist das Forum m.E. nicht eingerichtet: Kostenlose Nachhilfe, die wahrscheinlich oft gar nicht erwähnt wird.

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