Zweite Korrektur der Nebenkostenabrechnung zulässig oder außerhalb der Frist?

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4 Antworten

Wenn nur inhaltliche Fehler vorliegen, dann hat der Vermieter theoretisch auch länger als 12 Monate zeit, um diese zu korrigieren.

Der vorliegende Fall ist interessant. Die erste Abrechnung war inhaltlich falsch, die zweite ebenso. Er hat allerdings eine formell korrekte Abrechnung (das unterstelle ich) zugestellt, so dass er die Abrechnungsfrist von 12 Monaten eingehalten hat.

Folglich muss er hier nach Eurem Widerspruch eine korrekte Abrechnung erstellen. Wenn diese zu Eurem Nachteil ausfällt, dann kann er diese Differenz zur falschen Abrechnung nicht einfordern.

Fällt die Korrektur zu Euren Gunsten aus, dann gilt dieses Abrechnungsergebnis auch für Euch.

"Wenn nur inhaltliche Fehler vorliegen, dann hat der Vermieter theoretisch auch länger als 12 Monate zeit, um diese zu korrigieren."

Er hat sogar 3 Jahre Zeit, die Abrechnung zu korrigieren. Um Nachforderungen oder höhere Nachforderungen geltend machen zu dürfen, muss das aber innerhalb der Abrechnungsfrist von 12 Monaten erfolgen.


 

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Die erste Abrechnung war wohl formgerecht und innerhalb der Frist. Damit hat der Vermieter die gesetzliche Anforderung erfüllt. Wenn jetzt noch Änderungen kommen, gelten diese auch.

Klar gelten sie, aber höhere Nachforderungen wären nicht möglich.

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@albatros

Da bin ich aber ganz anderer Meinung: Angenommen, der Vermieter stellt die Abrechnung schon ganz frühzeitig zu. Z. B. bis Ende April, obwohl er noch 8 Monate länger Zeit hätte.

Einer der Mieter, der zwar die Nachzahlung geleistet hat, kommt nun am 20. April des darauf folgenden Jahres daher und beschwert sich über einen dicken Fehler. Dieser kann erst nach eingehender Prüfung irgendwelcher Zählerstände bei der Abrechnungsfirma aufgeklärt werden und in der Tat ist es so, dass dieser Mieter deutlich weniger zu zahlen hat, dafür die anderen erheblich mehr.

Es wird eine Korrekturabrechnung erstellt und diese gilt für alle anderen Mieter gleichermaßen, obwohl das Abrechnungsjahr und die Frist zur Erstellung der Abrechnung längst vorbei sind.

Wenn albatros anderer Meinung ist, sollte er das mit den entsprechenden Paragraphen belegen.

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Da  die dritte A. (nach Ablauf der Abrechnungsfrist) nicht nachteiliger als die zweite (innerhalb der AF) war, gilt die dritte.

Danke erstmal für die zahlreichen Antworten. Es ist richtig, dass ich nur wissen möchte, welche Abrechnung nun zu begleichen ist. 

Die dritte (außerhalb der Frist) ist für mich besser als die zweite, aber trotzdem schlechter als die erste. 

Also wenn ich es richtig verstanden habe, muss nun die dritte beglichen werden? Vorausgesetzt das sie diesmal korrekt ist... :D

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Kenne den genauen Sachverhalt nicht. Jede Abrechnung muss zunächst von der EG genehmigt werden. Abrechnungen werden aber vor jeder Versammlung verschickt und müssen dann bei dieser genehmigt werden...wenn Einsprüche vorhanden sind und die Abrechnung nicht genehmigt wird muss eine neue erstellt werden

Was willst Du uns mit dieser Antwort sagen? der Fragesteller möchte wissen, welche Abrechnung wirksam ist und nicht, wer hier was freigibt.

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@erobine

Welche EG denn? Hier muss nicht zwingend eine Eigentümergemeinschaft nach WEG vorliegen.

Selbst wenn es eine gibt: Wann und wie die Gemeinschaft eine Abrechnung freigibt, interessiert den Mieter nicht. Hier gilt der § 556 BGB.

Der Vermieter muss binnen 12 Monaten eine korrekte Abrechnung zugestellt haben. Wie er das macht, ist irrelevant.

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@ChristianLE

Sorry, vorlegen ja, aber es kann doch auch hier Einsprüche dagegen geben......Geh zu einem Mieterschutzverein o.ä. was soll das hier????

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@erobine

Du hast keine Ahnung vom Mietrecht, oder?

 es kann doch auch hier Einsprüche dagegen geben

 

von wem denn? Der Mieter hat doch Einspruch eingelegt und der Vermieter wird jetzt erneut korrigieren.

Der Fragesteller möchte nun einfach nur wissen, welche der drei Abrechnungen für ihn wirksam ist und dafür braucht man nun wirklich keinen Mieterschutzbund.

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Mit EG ist vermutlich die Eigentümergemeinschaft gemeint.

Diese hat mit der Abrechnung der Einzelnen Eigentümer mit deren Mietern nicht das geringste zu tun.

Davon abgesehen wie kommst Du darauf das es um eine ETW geht?

Stell dir vor es gibt auch Häuser wo alle Wohnungen einem Eigentümer gehören.

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