Zweite Ausbildung/Mitte 20/Krankenpflege?

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10 Antworten

Erste Frage: hast du einen Realschulabschluß?

Denn der ist für die Gesundheits und Krankenpflege ( GuK) Ausbildung erforderlich.

Zum anderen wird es ab 2018 eine kompl. Umstellung der Ausbildung geben.

Dann werden GuK, Kinderkrankenpflege und Altenpflege zu einer Ausbildung zusammen gefasst und das nennt sich dann Pflegefachmann/frau.

Im Rahmen dieser Ausbildung kannst du dir dann einen Schwerpunkt aussuchen, der dann im Examenszeugnis auch vermerkt ist.

Der Pflegeberuf ist schöner Beruf und es ist ein Beruf mit Zukunft. Examinierte Pflegefachkräfte werden zu Hauf gesucht.

Nach der Ausbildung kannst du etl. Fort und Weiterbildungen und Zusatzqualifikationen in jede fachrichtung machen, du kannst aber auch WBL, Stationsleitung, Bereichsleitung, PDL, Heimleitung und oder Klinikleitung werden.

Bedenke aber: eine gereglete Arbeitszeit wird es selten geben. In der Regel gibt es den 3 Schicht betrieb. Auch an Wochenenden, Feiertagen und co. wirst du arbeiten müssen.

Du bist mitte 20, da fängt das Leben gerade mal an.

Das ist der richtige Zeitpunkt neu anzufangen.

Und was die Ausbildungsvergütung anbelangt, liegt im 1.Ausbildungsjahr: 1010 Euro, 2.Ausbildungsjahr: 1072 Euro, 3Ausbildungsjahr: 1173 Euro.

Die Löhne weichen jedoch von Bundesland zu Bundesland und von Einrichtung zu Einrichtung, manchmal doch deutlich ab.

Jedoch gibt es auch von verschiedenen Ämtern Förderungen.

Hier einmal ein Link zu einer Seite, die dich über die Ausbildung zum GuK umfangreich informiert:

https://www.ausbildung.de/berufe/krankenpfleger/

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Kommentar von JamieQuinn
08.02.2017, 16:59

Vielen Dank für deinen Kommentar! 

Ja, ich habe die mittlere Reife. Dass die Pflegeberufe vereint werden sollen, habe ich bereits letztes Jahr gelesen aber ich bezweifle, dass dieses Vorhaben schon bald in die Tat umgesetzt wird. Trotzdem danke ich für den informativen Kommentar! Es ist natürlich wichtig, dass ein Beruf Aufstiegsmöglichkeiten bietet. Die ganz hohen Positionen wird man ohne Studium nicht erreichen, schätze ich aber das wäre auch Wunschdenken. 

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In der heutigen Zeit werden die Leute genommen, die jünger und gerade frisch von der Ausbildung kommen und nicht die schon eine Ausbildung hinter sich haben und sich jetzt neu orientieren wollen. Wenn Du mit der Ausbildung fertig bist, dann gehst Du schon stark auf die dreißig zu. Auch wenn man händeringend Leute sucht, aber Chefs haben eine bestimmte Vorstellung ihrer Mitarbeiter. Ein FSJ ist keine Ausbildung und geht meistens nur ein Jahr, aber diese Ausbildung dauert drei Jahre. Was ist wenn Du schon nach einigen Monaten keine Lust mehr hast, weil Dir alles zu viel wird. Vielleicht wäre es sinnvoller bei Deinem Handwerk zu bleiben um dort evtl. Deinen Meister zu absolvieren.

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Führungsposition, Anerkennung und Geld sind ja ganz nett aber Du es nicht gerne machst und jeden Tag gefrustet hingehst, bringt es Dir gar nichts. Stell Dir nur mal vor, dass Du da noch 40 Arbeitsjahre vor Dir hast. Grauenhaft.

Du solltest die zweite Ausbildung auf jeden Fall machen.

Allerdings solltest Du schon genau schauen, wo Du die Ausbildung machst. In manchen Krankenhäusern ist Akkordarbeit angesagt, da bleibt nicht mehr viel Zeit für den Austausch und die Zuwendung für den Patienten. Das kann dann sehr frustrierend und genauso grauenhaft sein.

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Kommentar von JamieQuinn
08.02.2017, 17:06

Das sehe ich genau so, danke für deinen Kommentar! Das Problem ist, dass meine Freundin und ich schon bald mit Nachwuchs starten wollten, was durch diese Entscheidung erst einmal hinfällig wäre. Das ist ein Grund, weshalb ich noch nicht 100% hinter dieser Entscheidung stehe. 

Ich habe bereits ein Kh ins Visier genommen, welches viel mit Psychiatrie zu tun hat. Ich habe von Bekannten, die dort arbeiten, nur Positives gehört und ich interessiere mich schon lange für diesen Bereich. Ich habe bloß ein wenig Sorge, dass ich mit der Pflege nicht klar komme. Ein Praktikum wird es zeigen...

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Kurzer Erfahrungsbericht:

Ich selber habe ursprünglich als Speditionskaufmann gearbeitet. Ich hatte aber immer das Gefühl, in diesem Job falsch zu sein und lieber mehr mit Menschen arbeiten zu wollen.

Mit 29 Jahren habe ich mich dann eher aus einer Not heraus (mißglückte Selbständigkeit) neu orientiert und den Gesundheits- und Krankenpfleger für mich entdeckt.

Die beste Entscheidung meines Lebens!

Die Ausbildung war nicht ohne, nochmal die Schulbank zu drücken hat mich ganz schön genervt.

Zum Glück ist die Vergütung in der Ausbildung recht ordentlich, sonst hätte ich das ohne Unterstützung wohl nicht meistern können.

Jetzt arbeite ich in der Psychiatrie (was den körperlichen Aufwand erheblich reduziert) und habe viele Wege offen bzgl Weiterbildung. Plane zur Zeit sogar noch ein Studium.

Sicher gibt es in der Pflege auch richtige Sch****jobs, ich denke da alleine an meine vielen somatischen Einsätze, du mußt da einfach deine Nische finden.

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Kommentar von JamieQuinn
15.02.2017, 15:08

Danke dir für den Kommentar!

Genau das ist das Problem. Wenn man schon eine Ausbildung hinter sich hat und normales Gehalt verdient, fällt die Entscheidung gar nicht so leicht, wieder von vorne anzufangen.

Ich bin noch sehr unentschlossen. Da mir eine Führungsposition in Aussicht gestellt wird, frage ich mich ständig, ob ich mich nicht einfach durchbeißen und das Beste daraus machen soll. Andererseits überwiegen einfach die Tage, an denen ich gefrustet nach Hause komme oder mir während der Arbeit permanent sage, dass ich dort nicht glücklich werde.

Ich würde mich auch in einer Klinik bewerben, welche überwiegend aus Psychatrie besteht. Darf ich fragen, wo du arbeitest? Hast du während deiner Ausbildung Zweifel bekommen? Wie ist es in der Psychatrie zu arbeiten und bist du bezüglich des Einkommens zufrieden?

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Mach das, mach was neues. So Menschen mit Feingefühl werden bei "uns" in der Pflege gebraucht. Mach die 3 jährige Ausbildung und du hast einiges an Möglichkeiten danach. Wenn man sich ein wenig spezialisiert, ist es mit dem Einkommen auch nicht mehr so schlimm wie oft gesagt wird. Wenn du weiter Fragen hast, geben dir die Leute hier sehr gern weitere Auskunft. Du bist mit Sicherheit nicht zu alt dafür. Das geht viel schlimmer. 50 und ;-) Als frischer männlicher Pfleger hast du nahezu freie Wahl in welchem Haus du arbeiten möchtest.

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Ich mache jetzt mit 36 auch meine zweite Ausbildung. Hatte vorher auch die Qualifikation nicht und meone erste Ausbildung war aufgezwungen.

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Ich habe meine ausbildung zum krankenpfleger mit 23-26 gemacht. Später habe ich selber krankenpfleger, als praktikumsbegleiter, ausgebildet. Meine älteste schülerin war 45 jahre alt. Nichts spricht dagegen, denn in diesem beruf ist lebenserfahrung und reife wichtig, vorallem in sozialen, psychiatrischen und betreuerischen bereichen. 

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Es ist ein wunderschöner Beruf, aber du musst dir über die teilweise grauenhaften Arbeitsbedingungen im Klaren sein (Schichtdienst, oft an freien spontan Tagen einspringen, massiver Personalmangel, hohe körperliche Belastung, sehr viel Verantwortung).

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Wegen des Alters musst du dir keine Gedanken machen - ich arbeite als Praxisanleiterin und habe neulich erst eine Auszubildende betreut, die Anfang 40 war und vier Kinder hatte...

Versuch doch einfach, dich zu bewerben. ;)

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Pflegekräfte werden händeringend gesucht! Da rennst du offene Türen ein. Das Alter spielt da absolut keine Rolle. 

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