Zweijähriges Kind gehorcht nie

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Es geht immer darum, deine Bedürfnisse und die deines Kindes in Einklang zu bringen. Wenn sie/er mittags nicht schlafen will - warum sollte sie schlafen? Weil du deine Ruhe haben willst? O.k.! Aber dann sag ihr: Ich will dich jetzt nicht sehen und meine Ruhe haben.

Wenn du findest, dass sie/er mit schmutzigen Händen sich selbst gesundheitlich schadet, wenn sie/er isst: Dann sag deinem Kind, dass es erst etwas essen kann, wenn die Hände sauber sind.

Es gibt keine Regeln! Es gibt nur Bedürfnisse. Und die können bei Kindern und Eltern unterschiedlich sein. Wir Eltern haben hauptsächlich das Bedürfnis, unsere Kinder zu schützen. Deshalb weiß mein Sohn, dass ich Angst habe, wenn er ohne zu schauen über den Bordstein rennt. Und wenn du Angst hast, dass dein Kind sich vergiftet, wenn es mit dreckigen Händen isst, dann sag ihr/ihm das und gib ihr/ihm nichts zu essen, ebenso wenig wie ich mein Kind über die Straße laufen lasse, ohne dass er sicher weiß, dass da kein Auto kommt.

Alles andere ist ein unnötiges und sogar schädliches Machtspiel zwischen Groß und Klein....

Das ist ein neuer, mir bisher nicht bekannter Ansatz. Ich bin auch für die "natürlichen Konsequenzen", aber es gibt nicht immer eine! Und ich hätte da noch eine Frage: Kann ein Zweijähriges Kind Verständnis für die Bedürfnisse seiner Mutter haben? Irgendwie verstehe ich nicht, warum es keine Regeln geben soll. Hm, Kinder wollen oft nicht ins Bett, aber ich als Mutter weiß doch, ob sie Schlaf brauchen oder nicht. Überhaupt war das bloß ein Beispiel.

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@respondemihi
aber ich als Mutter weiß doch, ob sie Schlaf brauchen

in erster Linie weiß das aber deine Tochter noch besser. Und wenn sie Schlaf braucht, dann schläft sie auch, egal wo, auch mal mitten auf´m Teppich oder auf der Sofalehne. Oder geht halt von selbst ins Bett.

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@respondemihi

Hast du es schon ausprobiert? Oder bist du vielleicht etwas zu ungeduldig? Lass sie doch einfach mal machen. Muss sie denn zwangsweise Mittags schlafen?

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@StupidGirl

Naja, obergeduldig bin ich nicht - schon gar nicht mit übermüdeten, heulenden Kindern :). Das mit dem Mittagsschlaf war wirklich nur so ein Beispiel. Sie schläft eh nicht, sondern sitzt im Bett, liest Bücher und singt lautstark. Da hole ich sie nach einer gewissen Zeit wieder raus und sie ist immer total zufrieden und erholt. Und die Auszeit tut eben allen gut!

Überhaupt finde ich, dass verlässliche Tagesabläufe für Kinder gut sind.

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@StupidGirl

Eine Zweihährige ist sogar mehr empfänglicher für die Gehühle des Menschen, dem ihr am allerwichtisgsten ist. Wenn du genervt von ihr bist und deine Ruhe willst und das ihr auch klar sagst, wird sie darauf reagieren. Wenn du genervt von ihr bist, aber es dir selbst nicht eingestehst und irgendwelche Gründe vorschiebst wie "Du brauchst jetzt Schlaf" - wird sie auf Dauer verrückt. Weil sie nicht mehr unterscheiden kann zwischen den Bedürfnissen von Menschen und irgendwelchen vorgeschobenen Ideen. Sag, was deine Bedürfnisse sind, dein Kind sieht die sowieso. Hauptsache, es gibt einen Einklang zwischen dem, was du willst und dem, was du sagst.

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@scben

Das ist ein krasses beispiel! ich würde nie zu meinem kind sagen: "ich will meine Ruhe vor dir haben!" Du? Sagst du sowas zu deinem Kind (denn manchmal ist es ja einfach so)?

Aber ich finde nach wie vor, dass ich schon auch in ihrem Interesse handle, wenn ich sie ins Bett stecke. Bin wahrscheinlich altmodisch.

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@respondemihi

Ich sage dann: Ich brauche gerade mal Ruhe, eine Pause oder so. Will jetzt Wäsche aufhängen, spülen, einen Telefonanruf machen. Was auch immer eben gerade MEIN Bedürfnis ist. Damit können Kinder um gehen.

Noch was: Hände waschen macht hygienisch wenn überhaupt VOR dem Essen Sinn, wenn die Hände in schlimmen ekligen Sachen drin waren. Nach dem Essen - naja mein Kind findet es unangenehm, wenn da noch essen dran klebt, das will er selbst nicht.

Aber auch das ist alles o.k.: Solange du eben klar bist, dass es da um DEINE Bedürfnisse geht und nicht um irgendwelche allgemeingültige Regeln, die es ein zu halten gilt.

Ein wirklich beliebter Erziehungsratgeber: Jesper Jul. Lies da mal was von.

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Ich gehe jetzt einfach mal auf das Beispiel ein, das du gibst - "Händewaschen" und "Schlafen gehen", das sind zwei Anweisungen, die du in einmal gibst. Wenn ich mich recht erinnere, ist das ein Lernziel im Kindergarten oder sogar erste Klasse, dass ein Kind zwei oder drei Anweisungen ausführen kann. Mit 2einhalb ist sie damit überfordert. Gib ihr immer nur eine Anweisung. Wenn das gemacht ist, folgt die nächste.

Schön wäre, wenn du ihr gar keine Anweisungen geben würdest, sondern zB ihre Hände anschaust und mit ihr drüber redest, dass sie die waschen sollte. Ist ja noch vom Essen Zeug drauf. Wenn du sagst, wir waschen die Hände, heisst das eigentlich nicht, sie soll sich die Hände waschen. Man sollte mit Kindern sehr sorgfältig auf die Sprache achten, denn sie tun das. Sie horchen genau auf jedes einzelne Wort.

Oder du sagst ihr, dass sie müde aussieht und schlafen eine gute Idee wäre. Dazu sollte sie aber vorher schon mal gesehen haben, wie das aussieht, wenn Mama müde ist. Ich hab meinen Kindern manchmal sehr deutlich gezeigt, wie müde ich bin, wenn ich mal Ruhe brauchte. Das verstehen sie dann recht gut. Und es ist dann normal, mal ist Mama müde, mal bin ich müde.

Vielleicht gibt dir das ein paar Anregungen... Falsch machst du übrigens gar nichts, aber man kann immer noch ein bisschen besser machen ;-)

Danke für deine genauen und hilfreichen Anregungen. Die Sprache macht da bestimmt viel aus, da werde ich jetzt mal darauf achten. Was die Doppelanweisung betrifft: Das ist eben unser Mittagsritual. Essen - spielen - händewaschen - bettgehen. Deswegen denke ich nicht, dass es sie überfordert. Aber sonst hast du sicher recht und ich finde auch, dass es im Alltag zu oft passiert, dass mehrere "Befehle" durcheinander gegeben werden, da ertappe ich mich selbst dabei, das ist bestimmt verwirrend für das Kind: "Noch schnell aufs Töpfchen - moment mal, räum erst die Knete auf - hast du eigentlich noch immer keine Hausschuhe an...?"

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ein zweijähriges kind ist, sofern man es lässt, oft vertieft in eine sache. dann kommen wir erwachsenen und reissen es heraus. das kind sollte dann nullkommaplötzlich was total unwichtiges tun wie zum beispiel händewaschen. da lohnt es sich doch für das kind erstmal zeit zu gewinnen und die ohren auf durchzug zu stellen. wieder kommen wir erwachsenen und machen druck. wenn`s schlimm kommt, nehmen wir dem kind das hochinteressannte spiel einfach aus den händen und heben es zum wasserhahn und die hände werden mehr oder weniger unsanft gewaschen. natürlich alles noch unter gegenseitigem kommentar.

ich habe das selber mit meinen kindern auch so erlebt. mit der zeit habe ich aber sehr wichtiges von wichtigem bis unwichtigem getrennt. wenn ich zum beispiel gesehen habe, dass sie um die mittagszeit total vertieft gespielt haben, stellte ich das essen warm und wir assen dann halt etwas später. aber es ist eben auch normal das kinder so sind und nicht freudig daran interessiert sind unsere befehle auszuführen. darum sollte man sich auf die wirklich wichtigen dinge beschränken, die ankündigen und dann auch durchziehen. anderes kann man auch lockerer sehen und auf einen machtkampf verzichten.

Hund interessiert sich nicht für mich!111

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