Zwei oder vier Wochen

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3 Antworten

Wenn eine Probezeit vereinbart wurde für ein Arbeitsverhältnis nach deutschem Recht, dann beträgt die Kündigungsfrist nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch BGB § 622 Abs. 3 für eine innerhalb der Probezeit ausgesprochene Kündigung 14 Tage (zu einem beliebigen Datum), sofern keine andere (längere) Frist vereinbart worden ist.

Die Kündigung muss zwingend schriftlich (keine SMS, keine eMail, kein Fax) erfolgen (BGB § 623); eine mündlich ausgesprochene Kündigung ist wirkungslos (erst recht, wenn sie von einer möglicherweise dazu nicht befugten Person ausgesprochen wurde; alleine die Stellung als Ehefrau des Arbeitgebers berechtigt nicht dazu).

Dein Bekannte ist also gar nicht gekündigt und steht immer noch im Arbeitsverhältnis. Dass es den Arbeitsvertrag nicht schriftlich gibt, spielt keine Rolle. Man muss auch nicht erst 30 Tage gearbeitet haben, damit ein Vertrag zustande kommt, wie BrutalNormal unsinnigerweise behauptet!

Geil, danke dir für deine Zeit, Mühe, Geduld und die ganze Arbeit. Echt superklasse von dir. DANKESEHR, FAMILIENGERD AUCH VON MEINEM BEKANNTEN

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In der probezeit gibt es keine frist, du kannst sofort kuendigen oder gekuendigt werden. Sollte in dem arbeitsvertrag stehen das die kuendigungsfrist waehrend der probezeit 2 wochen betrifft dann gilt dies natuerlich (falls er schon einen vertrag unterschrieben hat). Allerdings wuerde ich nicht in einem betrieb arbeiten in dem ich fristlos gekuendigt wurden und dann wieder "zurueck geholt" werde.

doch, lass dir die Kündigung schriftlich geben rückwirkend. Sag du brauchst den Rest der Woche zum Schock verdauen und ab nächster Woche arbeitest du wieder -> unbefristetes Arbeitsverhältnis

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@BrutalNormal

@ BrutalNormal:

doch, lass dir die Kündigung schriftlich geben rückwirkend.

Rückwirkende Kündigungen sind nicht möglich!!

Bevor Du hier immer nur völlig falsche Antworten (um es einmal zurückhaltend zu formulieren) gibst, solltest Du Dich erst einmal wenigstens etwas kundiger machen!!!

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Gab ja nichts schriftlich, nur mündlich. Und Chef weis das anscheinend gar nicht

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Auch keinen Vertrag.....

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@Etayn

@ Etayn:

Gab ja nichts schriftlich, nur mündlich.

Mündliche Kündigungen sind - bis auf ganz besondere Situationen - nach deutschem Recht unwirksam, sie müssen zwingend schriftlich (das heißt wortwörtlich: Blatt Papier!) ausgesprochen werden (BGB § 623).

Auch keinen Vertrag.....

Es besteht ein Arbeitsvertrag!

Arbeitsverträge müssen nicht schriftlich geschlossen werden, es geht auch mündlich oder einfach nur faktisch: durch Arbeitsangebot und Arbeitsannahme!

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@ dollloris:

In der probezeit gibt es keine frist, du kannst sofort kuendigen oder gekuendigt werden.

Völliger Unsinn - jedenfalls für Arbeitsverhältnisse in Deutschland!

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Okay, super megafettes Danke an dich, Familiengerd. Wie geb ich dir nur jetzt den Stern???

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@Etayn

Danke für Dein "super megafettes Danke"!

Mit einem Stern musst Du - glaube ich - erst einmal 1 Tag warten ...

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Frau deines Chefs? Was hat die denn mit der Firma zu tun?

In der Probezeit muss es keine Frist geben, da kann man sagen, dass heute dein letzter Tag ist :) Was steht denn im Vertrag dazu?

Die arbeitet in der Verwaltung und spielt sich mega auf! Aso, einen Vertrag gibts nicht....

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Die arbeitet in der Verwaltung und spielt sich mega auf! Aso, einen Vertrag gibts nicht....

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@Etayn

Es gibt immer einen Vertrag, sofern länger als 30 Tage dort arbeiten sollst !

Frau des Chefs hat nichts zu melden!

Lass ihn dir aushändigen, sonst kannst du dem Richter ja alles erzählen :) Die Beweislast liegt beim AG dann... und ohne Vertrag kannst ja locker behaupten 50 Tage Urlaub 3000 Euro Gehalt ...

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In der Probezeit muss es keine Frist geben

Das ist völlig falsch, wenn es um ein Arbeitsverhältnis in Deutschland geht (für ein Ausbildungsverhältnis ist es richtig)!

Selbstverständlich sind auch bei einer Kündigung während der Probezeit Fristen einzuhalten (BGB § 622 Abs.3).

Woher haben so viele bloß diesen Unsinn?!?

sofern länger als 30 Tage dort arbeiten sollst !

Das ist auch Unsinn!!!

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Keinen schriftlichen Vertrag, nix unterschrieben, kein Wisch

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Danke @ Familiengerd für deine präzisen Antworten. Hab die gleich weiter gegeben. Aber eine Frage besteht noch, weil er ja keinen Vertrag hat. Kann er deswegen Ärger bekommen?

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@Etayn

Dein Bekannter hat einen Vertrag, auch wenn er nicht schriftlich vorliegt!

Entweder ist er mündlich entstanden - wobei es immer das Problem der Beweisbarkeit der mündlichen Vereinbarungen gibt -, oder einfach nur faktisch dadurch, dass Deinem Bekannten Arbeit angeboten wurde und er dieses Angebot angenommen hat durch seinen Arbeitsantritt (in diesem Fall gelten dann immer die gesetzlichen Mindeststandards)!

Wenn es keinen schriftlichen Vertrag gibt, muss der Arbeitgeber entsprechend dem Nachweisgesetz NachwG § 2 Abs. 1 die wesentlichen Vertragsbedingungen (sie sind dort aufgeführt) innerhalb eines Monats nach Arbeitsbeginn schriftlich und unterschrieben dem Arbeitnehmer aushändigen.

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@Familiengerd

Das mit der Kündigungsfrist ist falsch, da hat der Familiengerd recht, keine Ahnung wo ich das herhatte, falsch im Gehirn gespeichert!

Wahr ist, dass es für Tätigkeiten unter 30 Tagen aber keinen schriftlichen Vertrag braucht sowie die Beweislast beim AG hier liegt.

Ebenso, da keine Schriftform es sich schon um einen unbefristeten Vertrag handelt, da befristet unbedingt in Schriftform vorliegen muss.

Das mit der Kündigung rückwirkend ist klar, rechtlich geht das nicht, wäre nur ein "Taschenspielertrick" gewesen. Ist aber Quatsch, da es sich ja schon davor um einen unbefristeten AV handelt.

Hör auf den Gerd und bitte um Verzeihung

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@BrutalNormal

Es ist richtig, BrutalNormal, dass für das Zustandekommen eines befristeten Arbeitsverhältnisses zwingend ein vorab geschlossener schriftlicher Vertrag geschlossen werden muss.

Ansonsten meinen Respekt, dass und wie Du auf meine "Anwürfe" gegen Deine Antworten reagiert hast und eingegangen bist! :-)

DH!!!

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