Zwei Monate getestet - erst dann freiberuflich melden - geht das?

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2 Antworten

zu 1:: Du solltest es so angeben, wie es wirklich war.

zu 2: Falls du mit 'Freibetrag' den Grundfreibetrag meinst (derzeit 8.354 €), so bezieht sich dieser auf das gesamte zu versteuernde Einkommen und nicht nur auf die freiberufliche Tätigkeit.

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Qanta 25.03.2014, 13:23

Danke für die Antwort. Was könnte mich dann möglicherweise erwarten (außer die Zahlung der Einkommensteuer für die beiden Monate), wenn ich dem Finanzamt jetzt erst die Anmeldung abgebe?

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Du solltest die Anmeldung auf den Beginn Deiner Tätigkeit datieren.

Und die Idee, die "Probeeinnahmen" nicht zu erfassen, ist wirklich schlecht.

Und bist Du sicher, dass Du freiberuflich tätig bist?

Es gibt nämlich dafür in § 18 Einkommensteuergesetz einen Katalog der Berufe, die als freiberuflich - besser: selbständig - eingestuft werden.

Alle anderen Tätigkeiten sind gewerblich, und dafür muss ein Gewerbe bei der Gemeinde/Stadtverwaltung angemeldet werden.

Bei der Einkommensteuererklärung sind dann die Einkünfte aus Nichtselbständiger Arbeit (Gehalt) und aus der "freiberuflichen" Tätigkeit zusammen zu rechnen.

Getrennte Grundfreibeträge gibt es nicht.

Du wirst daher eine Steuernachzahlung erwarten müssen, wenn das Finanzamt auf Grund Deiner Angaben nicht schon Vorauszahlungen festsetzen wird.

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Qanta 25.03.2014, 13:22

Danke für die Antwort. Gut, sprechen wir hier nicht von schlechten Ideen, es ist kein Vorschlag nur eine Frage, ob es geht. Übersetzer sind Freiberufler, so zumindest kenne ich das bisher.

Wenn ich beim Finanzamt den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung nun abgebe und meine Einnahmen aus der Freiberuflichkeit pro Monat 300€ nicht übersteigen, ändert sich an der Tatsache, dass ich Einkommensteuer zahle, nichts. Das habe ich verstanden. Dass ich für die ersten beiden Monate diese Einkommensteuer nachzahlen muss, ist mir durchaus klar.

Noch etwas zur Versteuerung: Auf mein Gehalt aus nichtselbstständiger Arbeit zahle ich Lohnsteuer. Wie wird das mit der Einkommensteuer von dem Lohn aus der selbstständigen Arbeit verrechnet? Ende des Jahre Steuerklärung abgeben, dazuschreiben was bisher an Abgaben (Lohnsteuer) gezahlt wurde und EInkommensteuer verrechnen? Die bezahlt man ja im Laufe des Jahres.

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Qanta 25.03.2014, 13:22

Danke für die Antwort. Gut, sprechen wir hier nicht von schlechten Ideen, es ist kein Vorschlag nur eine Frage, ob es geht. Übersetzer sind Freiberufler, so zumindest kenne ich das bisher.

Wenn ich beim Finanzamt den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung nun abgebe und meine Einnahmen aus der Freiberuflichkeit pro Monat 300€ nicht übersteigen, ändert sich an der Tatsache, dass ich Einkommensteuer zahle, nichts. Das habe ich verstanden. Dass ich für die ersten beiden Monate diese Einkommensteuer nachzahlen muss, ist mir durchaus klar.

Noch etwas zur Versteuerung: Auf mein Gehalt aus nichtselbstständiger Arbeit zahle ich Lohnsteuer. Wie wird das mit der Einkommensteuer von dem Lohn aus der selbstständigen Arbeit verrechnet? Ende des Jahre Steuerklärung abgeben, dazuschreiben was bisher an Abgaben (Lohnsteuer) gezahlt wurde und EInkommensteuer verrechnen? Die bezahlt man ja im Laufe des Jahres.

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Helmuthk 25.03.2014, 13:36
@Qanta

Ein Beispiel (Zahlen sind nicht konkret und auch nicht korrekt)

Du hast einen Bruttoarbeitslohn von 20.000,00 € im Jahr und zahlst darauf 5.000,00 € Lohnsteuer. Damit ist dieser Bereich zunächst abgedeckt.

Der Gewinn (nicht die Einnahmen!) aus der freiberuflichen Tätigkeit beträgt 12 X 200,00 €, also 2.400,00 €.

Dieser Betrag wird Deinen Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit zugezählt.

Wenn ich jetzt einmal die Werbungskosten aus dem Arbeitsverhältnis und die abziehbaren Sonderausgaben unberücksichtigt lasse, erhöht sich Dein Einkommen im 2,400,00 €. Für diesen Betrag wurde logischerweise keine Lohnsteuer einbehalten, also ist hierfür Einkommensteuer zu zahlen.

Je nach Deinem gesamten zu versteuernden Einkommen und dem persönlichen Progressionssatz können auf diese 2.400,00 € 25 % Einkommensteuer und mehr entfallen, natürlich zuzüglich des Solidaritätszuschlages und möglicherweise auch der Kirchensteuer.

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Qanta 25.03.2014, 13:51
@Helmuthk

Danke für Deine Antwort. Ich habe in einem anderen Beitrag eine Antwort erhalten, dass sich aus

Brutto (Festanstellung) + Einnahmen (Freiberuflichkeit) = 1 Gesamtbrutto Betrag ergibt. Was meinst du mit "Dieser Betrag wird Deinen Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit zugezählt."?

Wird von dem Geld durch die Freiberuflichkeit keine Abgaben (KK; Rente etc) abezogen? Das erfolgt durch die Festanstellung. Es wird lediglich versteuert durch die Einkommensteuer. Stimmt das?

Und der sogenannte Gewinn ist was ganz genau? Einnahmen minus Ausgaben (was sind in dem Fall der nebenberuflichen Freiberuflichkeit die Ausgaben?)? z.B. 300€ überwiesen bekommen - was wird davon abgezogen außer Einkommensteuer?

Und wo liegt der Fuchs denn nun begraben: wenn ich 1 Festgehalt und 1 Nebenverdienst habe. Was auf das Festgehalt anfällt an Abgaben weiß ich. Aber wird dann von dem Nebenverdienst auch Abgaben wie KK, Rente abgezogen?

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Helmuthk 25.03.2014, 14:11
@Qanta

Hast Du im Zusammenhang mit Deiner freiberuflichen Tätigkeit keine Kosten (Betriebsausgaben)?

Übersetzt Du simultan oder druckst Du Deine Übersetzungen aus?

Wenn ja, auf Deinem Drucker oder auf den Druckern Deiner Kunden?

Wenn Du Deinen Drucker (mit PC) benutzt: Hast Du keine Kosten für Druckerpapier und Druckerpatronen?

Das würde mir auf Anhieb einfallen.

Bei der freiberuflichen Tätigkeit fallen natürlich keine Sozialabgaben an.

Und mit mit zugezählt meine ich folgendes:

Es gibt im Deutschen Einkommensteuerrecht 7 Einkunftsarten.

Für jede Einkunftsart wird dasErgebbnis ermittelt, und die einzelnen Ergebnisse werden dann bei der Einkommensteuererklärung zusammengerechnet.

Bei Dir sind das 2 Einkunftsarten: Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit und Einkünfte aus selbständiger Arbeit.

Bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit heißt die Formel: "Einkünfte (Arbeitslohn) abzüglich Werbungskosten", und bei der selbständigen Arbeit heißt das: "Betriebseinnahmen abzüglich Betriebsausgaben".

Aber weitere Tipps würden den Rahmen dieses Forums sprengen, daher solltest Du mindestens im Erstjahr die Hilfe eines Steuerberaters in Anspruch nehmen.

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Qanta 25.03.2014, 15:05
@Helmuthk

Nochmals Danke für deine Antwort. Ich war eben beim Finanzamt und hab mich rückwirkend zu dem absoluten Beginn im Februar nebenberuflich freiberuflich gemeldet. Danke für deine Tipps und Aussagen!

Noch eine letzte Frage: Bei der freiberuflichen Tätigkeit fallen natürlich keine Sozialabgaben an.

Bedeutet das, dass auf meinen Lohn aus der freiberuflichen Tätigkeit ausschließlich Einkommensteuer abgezogen wird? Keinen zusätzlichen Betrag für Krankenkasse oder Rente? Und ich muss dies nicht der Krankenkasse melden, dass ich zusätzlich im Monat 300€ oder wieviel auch immer durch nebenberufliche Freiberuflichkeit einnehme?

Meine Ausgaben sind quasi = Null. Nichts wird ausgedruckt oder verschickt. Ausschließlich digital.

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