Zwei Kleine Hunde halten?

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4 Antworten

Jeder Hund ist anders.

Zwei kleine können mit einander Leben, zwei große, aber auch klein und groß. Nur die Chemie muss stimmen.

Ich vermute aber mal das euer jetziger Hund auch schon etwas älter ist? Wichtig wäre dann ihm keinen Welpen / Junghund vorzusetzen. 

BeardedDragons 29.04.2016, 16:44

unser pekinese ist am 16.04. 3 Jahre geworden und sie ist noch sehr wild

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Du schreibst, dass Dein Hund (noch) ziemlich wild ist. Das, was Du beschreibst, ist für mich mit drei Jahren allerdings keine Alters- sondern eine Erziehungsfrage.

Ich habe auch mehrere Hunde, die sehr temperamentvoll sind. Aber im Haus gibt es weder wilde Rennspiele, noch dürfen sich meine Hunde quer durch die Räume jagen und bellen. Mein Haus, meine Regeln und (anders als Du) warte ich auch nicht, bis meine Hunde beruhigen, sondern setze mich durch.

Wenn Du einen Ersthund hast, der nicht gut im Gehorsam steht und es nicht gelernt hat, im Haus ruhig zu sein, guckt sich ein Zweithund das extrem schnell ab und Du hast ein doppeltes Problem. Durch einen Hund, der nicht zum Ersthund passt (z.B. aufgrund der Körpergröße) hast Du das Problem auch nicht sicher gelöst. Gut möglich, dass beide Hunde wie bisher nicht viel miteinander anfangen können und deshalb Ruhe im Haus herrscht. Aber es ist ebenso möglich, dass der nächste Hund sich am Ersthund orientiert und Du dann zwei Chaoten im Haus hast.

Ich würde Dir empfehlen, erst mit dem ersten Hund zu arbeiten und einen Zweithund ins Haus zu holen, wenn es beim ersten keine erzieherischen Baustellen mehr gibt.

BeardedDragons 29.04.2016, 20:06

Mit wild meine ich die Situationen wenn der kleine Malteser meines Bruders einmal im Monat kommt. dann hetzen beide selbstverständlich durch die Räume und freuen sich. das wollen wir gar nicht verhindern, da es kein Problem darstellt. Sie freuen sich nunmal und spielen miteinander. Nach einer halben Stunde etwa beruhigen sie sich dann und schlafen. Wir wollen uns in dieser Situation nicht durchsetzen, da wir nicht dagegen sind. Wenn der Hund alleine ist ist sie auch ruhig und hört. wenn sie Leute sieht die am Haus vorbei gehen oder Hunde bellt sie und wir greifen ein, da hört sie dann natürlich. Der Berner Sennen hat auch ganz lustig obwohl er schon 10 War mit der kleinen gespielt und das ist auch völlig in Ordnung. es geriet ja nicht außer Kontrolle. uns geht es nur darum da wir mal zwei andere Hunde hatten und diese extrem wild waren. Wir hatten uns einen bereits wilden geholt und dieser hat den anderen mit hinein gezogen.darum mussten wir einen abgeben und haben den Berner Sennen geholt. Dann war alles ruhig. jetzt befürchten wir nur dass wir wieder einen wilden Hund bekommen und sich dasselbe wieder abspielt, da unsere Kleine auch nicht ganz ohne ist und es vermutlich unterstützen würde. nicht weil sie nicht gehorcht, sondern einfach weil sie noch verspielt ist. Sie ist für uns ein Kind und darf sich dementsprechend auch freuen und spielen solange es keine Überhand nimmt.

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Naninja 29.04.2016, 20:50
@BeardedDragons

Sie ist für uns ein Kind

Damit drückst Du dem Hund einen Stempel auf, der ihn völlig überfordert, weil Du seine Bedürfnisse und Ansprüche aus menschlicher Sicht betrachtest und nicht aus der (artgerechten) hündischen Sicht.

Meine Hunde spielen auch, aber spielen ist (positiver) Stress für Hunde und extrem anstrengend. Spiel enthält immer Komponenten von "Ernstverhalten"- also aggressive Komponenten, Jagdsequenzen, Angriffssequenzen etc. Nur durch winzige Veränderungen in der Körpersprache wird aus Ernst Spiel. Z.B., indem ein Hund die Zunge für den Bruchteil einer Sekunde rausstreckt, bevor er mit gebleckten Zähnen nach seinem Spielpartner schnappt. Für Hunde ist es extrem anstrengend, sich auf die Zeichen des Partners zu konzentrieren und selbst die richtigen Zeichen auszusenden. Ganz abgesehen davon, dass solche Spiele auch sehr schnell in Komment- oder Ernstkämpfe bzw. Mobbing kippen können, würde ich sie niemals so lange laufen lassen, bis die Hunde vor Müdigkeit umkippen.

Dadurch, dass Du solche Interaktionen generell unter der Rubrik "die Kinder wollen spielen" betrachtest, läuft das Ganze extrem schnell aus dem Ruder und kann auch gefährlich werden.

Dass Ihr einen Hund abgeben musstet lag nicht daran, dass er zu wild war, sondern daran, dass Ihr nicht willens oder in der Lage wart, Eure (Erziehungs-)Verantwortung wahrzunehmen. Haushunden ist es im Verlauf ihres Zusammenlebens mit dem Menschen systematisch aberzogen worden, auf ihr ursprünglich vorhandenes Ruhebedürfnis Rücksicht zu nehmen. Es ist Dein Job als Halter, für den Hund zu sorgen und ihn auch mal aus einem Spiel rauszunehmen, wenn er kein Ende findet. Dadurch, dass Du Hunde als kleine Menschen siehst und glaubst, sie könnten selbst Verantwortung für sich tragen, hast Du einem Hund das Leid einer Abgabe zugefügt.

Unter dieser Voraussetzung würde ich Dir dringend von einem Zweithund abraten. Das, was Du erwartest, können die wenigsten Hunde erfüllen. Eben weil sie Hunde sind und keine kleinen Menschen.

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Das kommt nicht auf die größe des Hundes an, sondern auf die Rasse, Charakter und natürlich auch auf die Erziehung des Hundes

Jeder Hund ist HUND

Jeder Hund möchte einen festen Platz im (unechten) Rudel

Jeder Hund hat einen eigenen Charakter

Jeder Hund muß erzogen werden

Jeder Hund ist so einmalig wie der Mensch.

Eine ehrliche gefühlvolle Entscheidung, und groß oder Klein steht gar nicht mehr zur Debatte.

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