Zwei homöopathische Mittel gleichzeitig einnehmen?

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7 Antworten

Hallo GabbyKing,

meinst Du wirklich, dass es weise ist, selber an sich herumzudoktern, wenn man nicht die geringste Ahnung davon hat, was man sich eigentlich reinhaut?

BEIDE Mittel, die Du planst, einzunehmen sind keine homöopathischen Mittel. Du verwechselst "was Pflanzliches" mit Homöopathie.

Homöopathie ist ein 200 Jahre altes Glaubenssystem, das auf den sächsischen Arzt Samuel Hahnemann zurückgeht. Nach dessen Vorstellungen heilen Stoffe ähnliche Symptome, wie sie sie beim Gesunden hervorrufen... und zwar umso effektiver, je mehr man sie verdünnt. "Verdünnen" bedeutet damit in der Homöopathie in aller Regel in der Praxis "vollkommen entfernen". Die allermeisten Homöopathika enthalten schlicht nur Saccharose - also Zucker. Es handelt sich um reine Placebos, weshalb sie zwar einerseits völlig harmlos, andererseits aber (abgesehen vom unspezifischen Placeboeffekt) vollkommen wirkungslos sind.

Homöopathie hat aber mit Naturheilkunde NICHTS zu tun. Weder werden nur natürliche Wirkstoffe (nicht) verabreicht (sondern zum Beispiel auch Arsen, Strychnin oder Getriebeöl (http://www.remedia-homoeopathie.de/triebwerksoelmischung-flugzeug-c30-globuli/b13236-c-30-glob), noch werden die Pflanzen, die verwendet werden, gemäß ihrer natürlichen Heilwirkung eingesetzt.

Leider wird das oft verwechselt mit der echten Pflanzenheikunde. Pflanzen enthalten zum Teil hochwirksame Inhaltsstoffe.

Was man hier aber bei allem romantischen Verklären der Natur nicht übersehen sollte: Wirken tun diese Heilpflanzen eben aufgrund der chemischen Wirkungen ihrer Inhaltsstoffe. Die Unterscheidung zwischen "natürlichen" und "synthetisch hergestellten" Wirkstoffen ist rein willkürlich. Ein Stoff hat dieselben Wirkungen (und Nebenwirkungen und Wechselwirkungen), egal, ob wir ihn vorher synthetisch hergestellt haben oder diesmal aus einer Pflanze gewonnen haben.

In bunten Werbeanzeigen erzählen die Hersteller der pflanzlichen Präparate dem Patienten natürlich, was er hören will: "sanft", "natürlich". Pflanzliche Präparate haben den vollkommen falschen Ruf, nebenwirkungsfrei zu sein. Wenn Wirkstoffe drin sind, sind auch Nebenwirkungen und Wechselwirkungen möglich - und sei es nur eine allergische Reaktion auf einen der Inhaltsstoffe. Es ist kein Geheimnis, dass eine ganze Menge Menschen gerade auf pflanzliche Stoffe hochallergisch reagiert.

Deswegen: Bei der Einnahme pflanzlicher Präparate immer wie bei allen echten Medikamenten beachten:

  • Nicht damit an sich selber herumdoktern. Frag' mindestens immer einen Apotheker! Informiere den Apotheker dabei auch über andere Medikamente, die Du einnimmst.
  • Nicht über längere Zeit einnehmen. Das Zeug muss genauso über die Niere wieder raus.
  • Nicht ohne Rücksprache mit dem Apotheker kombinieren
  • Immer dem Arzt sagen, welche pflanzlichen Präparate Du so einnimmst. Andere Beschwerden können sehr wohl auch davon kommen, bzw. neu verordnete Medikamente können Wechselwirkungen mit Mitteln haben, mit denen Du privat an Dir herumdokterst.

Bei Iberogast sind als Nebenwirkungen zum Beispiel Hautausschläge, Atemnot oder Kreislaufstörungen dokumentiert. Beide Präparate listen keine Wechselwirkungen in den Patienteninformationen. Deswegen ist es sehr wahrscheinlich ok, sie im selben Zeitraum anzuwenden. Trotzdem gehört eine solche Frage in die Apotheke, nicht hierher.

Und eines sollte außerdem klar sein: So lange Du an Dir selber herumdokterst, ist die organische Ursache nicht abgeklärt. Vergehen Beschwerden nicht innerhalb weniger Tage, gehören auch vermeintliche Bagatellen zum Arzt (nicht Heilpraktiker).

Grüße

Bei echten homöopathischen Mitteln (zumindest von den besonders wirksamen Hoch-Potenzen), kann man jede beliebige Kombination und jede beliebige Menge einnehmen.

Irgendwelche schädlichen Effekte sind dabei nicht zu erwarten, denn nach den allgemein anerkannten Gesetzen der Physik und Chemie sind darin keine (nicht mal einzelene) Atome des Wirkstoffes enthalten. Statt dessen wirkt die Homöopathie - wenn überhaupt, dann nur - über den Placebo-Effekt. Genauso gut  - mit exakt der glichen nachgewisenen Heilwirkung knnst Du auch Lutschbonbons zu Dir nehmen - mit freier Wahl der Farbe und des Geschmacks.

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Allerdings sind die Medikamente, die Du nehmen willst nicht homöopathisch sondern pflanzlich. Und da Pflanzen wirklich echte Wirkstoffe enthalten, bin ich da skeptisch, was die ungeprüfte Einnahme angeht. Ich würde deshalb zumindest mit dem Apotheker, besser noch mit Deinem Arzt reden, ob er diese Kombination für Deinen Bedarf als sinnvoll erachtet.

Schau in die Packungsbeilagen. Das sind beides pflanzliche Mittel, keine homöopathischen.

Bei homöopathischen wäre es egal, die sind sowieso nur Zucker, aber pflanzliche enthalten Wirkstoffe, und da muss man Neben- und Wechselwirkungen beachten.

Ich weiß zwar , daß das pflanzliche Mittel sind, aber keine homöopatischen!Frag mal in der Apotheke nach, ob Wechselwirkungen auftreten können?

Sind Pflanzlich und ja darf man, aber Mittel gegen Übelkeit immer ne halbe Stunde vor allem andern nehmen.

Iberogast ist meines Wissens gar kein homöopathisches Mittel!
Du kannst es beides nehmen entsprechend deines Vorschlags.

Das wären  2 Komplexmittel,  nein, zu viel. Aber Iberogast ist  nicht homöopatisch , also ja.


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