Zwei Arten von Taekwondo?

8 Antworten

Die beiden großen Weltverbände im Taekwondo sind die WTF (World Taekwondo Federation), welche das "olympische Taekwondo" praktizieren und die ITF (International Taekwondo Federation), welche eher das "traditionelle" Taekwondo ausüben. Beide sind auch in nationalen Verbänden in Deutschlad vertreten. Die ITF wurde ursprünglich vom Taekwondo-Gründungsvater Choi Hong Hi gegründet, die koreanische Regierung hat in den Siebzigern dann aus politischen Gründen die WTF gegründet, welche sich in den Formen (Poomsae-WTF, Hyongs-ITF) und im Wettkampf von dem anderen Verband unterscheidet (WTF-Vollkontakt, ITF-Semikontakt). Dann gibt es noch Splitterverbände im Taekwondo, so wie in jeder Kampfsportart..

du kannst auch in deutschland "richtiges" traditinelles taekwondo lernen ... das problem ist nur, ob derjenige, der es lernt es auch wirklich möchte, denn das eine sind die körperlichen aspekte, aber das wichtigere beim tkd oder auch bei jeder anderen asiatischen kampfsport/kunst -art ist der geistige aspekt, denn solange man die philosophie hinter der sportart nicht versteht und solange man tkd nicht als ein teil des alltäglichen leben betrachtet bzw tkd in seinen alltag einbindet solange macht man kein richtiges tkd ... denn eins ist fakt bewegungen lernen kann jeder, aber auch im alltag im sinne der traditionellen bedeutung dieser kunst zu leben das ist die herausforderung ...

wenn man das verstanden hat, dann macht man traditionelles tkd ... und da ist es auch fast egal in welcher traditionellen schule man tkd lernt, die techniken, die in den unterschiedlichen systemen gelehrt werden unterscheiden sich nur unwesentlich ...

zu beachten ist, dass beim traditionellem tkd kein oder kaum körperkontakt stattfindet

der moderne kampfsport, also das wettkampforientierte tkd hingegen unterscheidet sichdahin gehend, dass es im vollkontaktausgeübt wird, was bedeutet, dass manche körperstellen mit voller wucht getroffen werden ... außerdem unterscheidet es sich in seinen zu laufenden formen ...

während beim tradtionellen tkd hyongs gelaufen werden, werden im wettkampforientierten tkd poomsae gelehrt ...

abschließend ist zu sagen, dass das traditionelle tkd das optisch ansprechendere und präziere und eigentlich auch anstrendendere ist, weil die kunst im traditionellen tkd zum einen darin besteht angriffe mit voller kraft auszuführen, aber direkt vor dem ziel den angriff zu stoppen, aber auch bei zum beispiel bruchtests durchzuziehen und nicht zu stoppen ... es wird also beides verlangt kraftvoll "zuhauen" können oder auch nur "antäuschen" ...

Das wettkampforientierte Taekwondo ist m.E. das bessere, weil es da mit Schutzkleidung auf Vollkontakt geht.
Daher ist es athletischer, dynamischer und vor allem rationeller in den Techniken.
Andererseits kommt die Ästhetik durch das Poomse-Laufen auch nicht zu kurz.

mit 20 zu alt für taekwondo (wettkampf)?

hallo community,

ich bin vor 2 wochen 20 geworden und möchte - nachdem ich vor zwei monaten wegen dem studium nach berlin gezogen bin - endlich taekwondo auf wettkampfbasis betreiben, da es hier reichlich gute angebote gibt. doch als frisch-gebackener 20-jähriger nagt die zahl doch schon irgendwo in mir.

vorher habe ich in einer stadt gelebt, wo es keine guten taekwondo-schulen/-dojo's gab. deswegen musste ich mich mit thaiboxen zufriedengeben, da es für diese kampfsport sehr gute schulen gab. letztlich habe ich es auch auf wettkampfbasis betrieben, sollte auch an den landesmeisterschaften in nrw teilnehmen. ich wurde erst recht von meinem trainer auf wettkampfbasis für landesmeisterschaften trainiert, da ich eine sehr gute beinarbeit habe. 2 1/2 jahre habe ich es gemacht, kampfsporterfahrung ist also da.

doch von anfang an seit kindesalter wollte ich taekwondo betreiben. es gab einige schulen die ich ausprobiert habe, die waren mir aber unseriös und nicht fordernd genug. so war ich im grunde genommen gezwungen thaiboxen zu machen.

was denkt ihr? ist es noch realistisch, taekwondo auf wettkampf noch mit 20 anzufangen? der wille, die geduld und disziplin ist da, das talent auch. ich war der schnellste und flexibelste mit meinen kicks, spargat ist kein problem. aber ich möchte es eben nicht nur zur selbstverteidigung sondern auch an wettkämpfen teilnehmen.

ich möchte nicht olympiasportler werden, aber regionale meisterschaften hier in berlin... fände ich schon schön.

was denkt ihr? würdet ihr sagen, dass es bei taekwondo eher schwieriger wird, da ich vorher einen anderen kampfsport betrieben habe und ich mich da erstmal umstellen muss? oder würdet ihr mich eher unterstützen und sagen, dass das alter nur eine zahl ist... :-P

wäre cool, wenn es unter den antwortenden tatsächlich kampfsportbetreibende geben würde, die evtl. auch taekwondo machen. vielleicht können sie mir dann noch ratschläge geben.

über hilfreiche antworten bedanke ich mich im voraus.

gruß, johncena361

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