Zwangsvollstreckung?

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4 Antworten

Es dauert schon sehr lange, bis es zu einer Zwangsräumung kommt.

Da hast Du schon einige Briefe ziemlich lange nicht geöffnet. Dass Du Mietrückstände bezahlt hast, war wohl selbstverständlich, nur ein bisschen spät. Die Wohnungsgesellschaft wollte Dich einfach nicht mehr haben und so wurde die Zwangsräumung weiter betrieben, der unbedingt ein gerichtliches Räumungsurteil voraus gegangen sein muss.

Im Übrigen bedeutet Zwangsräumung nicht, dass einem alles weg genommen wird, sondern dass es nur aus der Wohnung entfernt wird, weil Du nicht selbst ausgeräumt hast. Einen Teil hat man Dir deswegen sofort wieder gegeben.

Natürlich darf es nicht sein, dass man Sachen, die erkennbar weder Schrott noch Müll sind, einfach entsorgt. Deine Sachen müssen eingelagert werden. Für die Kosten der Lagerung musst Du selbstverständlich auch aufkommen. Also besorge Dir so schnell es geht die Informationen, wo Deine Sachen jetzt sind und sorge dafür, dass Du sie wo unterbringen kannst, wo möglichst keine oder nur geringe Kosten anfallen.

Es ist sehr bitter, aber Du kommst jetzt und bittest dringend um Hilfe, die Du allerdings schon vor Monaten gebraucht hättest.

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Hallo Lioneeeeee,

Deine Darstellung läßt kaum sachdienliche Hilfe zu. Mir ist z.B.  nicht klar, was Du meinst mit "...habe 2.200 augebtrieben, damit sie die 13 Kosten hiergelassen haben..." oder "wenn ich die restlichen 500 nicht zahle, kommen sie wieder.....". Das klingt nicht gerade nach einem geordneten Zwangsvollstreckungsverfahren.

Ich versuch's mal: damit Deine Wohnung geräumt werden kann, ist ein Vollstreckbarer Titel nach §885 bzw. §885a ZPO notwendig - also ein Räumungstitel - .

Liegt dieser nicht vor, dann bewegen wir uns bereits im Rahmen des Strafgesetzbuches.

Ich gehe jetzt aber mal davon aus, dass die Räumung gesetzlich legitim war. In diesem Fall sind die Absätze 2 bis 5 des § 885 ZPO maßgeblich, was Deine Frage bezüglich Rückforderung, Verwertung, Vernichtung und Aufbewahrung Deiner Sachen betrifft. Demnach hast Du einen Monat Zeit, Deine weggeschafften Sachen abzufordern. Die Kosten für Einlagerung sind von Dir zu tragen. Offensichtlicher Unrat und angebrochene Lebensmittel werden vernichtet, unverwertbare Sachen werden auf Verlangen sofort herausgegeben usw..

Ferner hast Du als Schuldner die Kosten der Zwangsvollstrecken zu tragen (§788 ZPO). Dazu gehören in diesem Fall die Gebühren für den GV, die Speditionskosten, die Einlagerungskosten, evtl. Schlosserkosten etc.

Dies zählt natürlich nur unter dem Vorbehalt, dass die Räumung aufgrund eines Titels erfolgte und somit juristisch belastbar ist.

Ich hoffe, ich konnte Dir etwas weiterhelfen.

Freundliche Grüße

itasca



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Wichtige Details deiner Misere hast du hier weggelassen. Wurde deine Wohnung durch den Vermieter fristlos gekündigt? Hat der Vermieter gegen dich Klage auf Herausgabe der Mietsache erhoben? Hast du ein Urteil erhalten? Wurdest du aufgefordert die Wohnung zu räumen? Hat sich ein Gerichtsvollzieher bei dir gemeldet? >>> Alles das sind Voraussetzungen einer Zwangsräumung. Deine Darstellung erinnert stark an ungesetzliche Handlungen des Vermieters, die du mit Strafanzeige wegen Einbruch, Hausfriedensbruch, Diebstahl, ev. Nötigung sofort beantworten solltest.

Hier kann niemand dein in Verlust geratenes Eigentum wiederbeschaffen.

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Am besten suchst du so schnell wie es geht einen Anwalt auf der Ahnung davon hat.

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