Zwangsweise Migration in der Geschichte?

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6 Antworten

Hi, ein gutes Bespiel für zwangsweise Migration ist der "Bevölkerungsaustausch" der griechischen Ureinwohner in der damaligen Türkei und den türkischen Neusiedlern auf dem Balkan, der dann im Lausanner Vertrages nach dem 1. Weltkrieg geregelt wurde.

https://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_von_Lausanne

In der Folge kam es z. B. 1955 zu den großen Pogromen der moslemischen Türken gegen die griechischen Christen (Pogrom von Istanbul) bei dem die christliche Bevölkerung fast völlig aus Istanbul vertrieben wurde.

https://de.wikipedia.org/wiki/Pogrom_von_Istanbul

Eine Folge des Kampfes der moslemischen Türken gegen die Christen ist dann auch der Überfall auf Zypern und die Besetzung von Nordzypern mit der Vertreibung der Christen aus Nordzypern.

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Die zahlenmäßig größte zwangsweise Migration war mit 14 Millionen Betroffener die Vertreibung-Aussiedlung-Deportation der deutschen Bevölkerung aus Ostpreußen, Pommern, Schlesien, Böhmen und anderen Gebieten in Südost-Europa.

Du siehst, du musst gar nicht weit gucken. Die Betroffenen leben unter uns.

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Nach dem 2. Weltkrieg gab es zwangsweise Migration aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, die jetzt zu Polen gehören.

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zusätzlich, zu dem was @NunuHueper schon aufgezählt hat:

verschiedene Staaten haben Migration auch als Waffe eingesetzt.

Die Chinesen in Tibet haben soviele Hanchinesen und Uiguren in den tibetischen Städten zwangsweise angesiedelt, um bewusst die Tibeter ihrer eigenständigen Kultur, ihrer ethnischen Identität, Widerstandskraft und Würde zu berauben und sie zur Minderheit im eigenen Land zu machen.

Ähnliches unternahmen, in der Stalin-Äre, die Russen im Baltikum, der Ukraine und der Krim, etwa bei den Krimtartaren.

Oder nimm die angelsächsische Masseneinwanderung nach Nordamerika, die zum Genozid an den indigenen Völkern führte.

Oder, in der Zeit des britischen Kolonialismus, die Massenansiedlung von moslemischen Rohingyas aus Bengalen ins buddhistische Myanmar (die britische Kolonie Burma), um die buddhistische Ethnie demographisch zu zersetzen und besser beherrschen zu können.

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Oder während des dritten Reiches/2. Weltkriegs: Enteignung der polnischen etc. Einwanderer und "Rückführung" von Deutschen (Heim ins Reich), bzw. schon in den 20ern von deutschstämmigen Volksgruppen.


https://de.wikipedia.org/wiki/Heim\_ins\_Reich



Sonst fällt mir noch ein: Zwangsumsiedelung von Indianern in reservate, teilweise sehr weit von ihrer Heimat weg.



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