Zwangsvollstreckung nach Versäumnisurteil beim Arbeitsgericht

2 Antworten

Das Versäumnisurteil ist ein vorläufig vollstreckbarer Titel, das heißt, Du kannst den Gerichtsvollzieher beauftragen. Da Dir der Einspruch bereits bekannt ist, kannst du höchstens die sogenannten Sicherungsvollstreckung durchführen. Das bedeutet, der Gerichtsvollzieher kassiert das Geld (soweit möglich und vorhanden) und hinterlegt es beim Amtsgericht. Dort bleibt das Geld und Du erhälst einen Hinterlegungsschein, der Dich berechtigt das Geld heraus zu fordern, sobald ein Urteil rechtskräftig ist. Es ist nicht möglich Dir das Geld vorab auszuzahlen, da es ja durchaus möglich ist, dass Du das Verfahren schlussendlich verlierst.Die Sicherungsvollstreckung ist aber eine gute Möglichkeit Dir vorab die Forderung zu sichern. Frag doch einfach mal bei dem Amtsgericht, das für den Sitz Deines Arbeitgebers zuständig ist, nach dem zuständigen Gerichtsvollzieher und lass Dir seine Vorgehensweise erklären. Viel Erfolg

Hallo,

sollte die Gegenpartei nicht eine unheimlich gute Begründung haben, weshalb sie nicht vorher Einspruch eingelegt hat (Und da würde mir keiner einfallen). Dann gilt das Urteil als rechtskräftig. Du schreibst aber "Da sich der Prozess noch über 2 - 3 Jahre hinziehen kann". Das verstehe ich nicht. Ist den schon ein Prozess angesetzt worden? Ein Versänisurteil ist ja nur das Resultat, da die Gegenpartei dem Mahnbescheid keinen Widerspruch eingelegt hat. Damit ist ja noch lange kein Prozess eröffnet worden.

Mit dem Versäumnisurteil bzw. Titel kannst Du natürlich jeder Zeit einen Gerichtsvollzieher beauftragen.

Viele Grüße

vielen Dank. So wie ich das verstanden habe, sieht der Ablauf so aus:

AN klagt vorm Arbeitsgericht auf Lohnnachzahlung (Equal Pay)AG erscheint nicht zum GüteterminAN und AG erhalten das Versäumnisurteil (AN erhält die vollstreckbare Ausfertigung)AG legt innerhalb einer Woche Einspruch ein und beantragt einen baldigen Termin zur mündlichen Verhandlung anzuberaumen.

Dann werden mehrere Termine folgen (Kammertermin, 1. Instanz, 2. Instanz usw.) und das kann dauern. Vielleicht wird der Rechtssteit auch ausgesetzt, bis es in einem ähnlichen Fall zu einer rechtskräftigen Entscheidung kommt. Es handelt sich übrigens um die Tariffähigkeit der CGZP (Christliche Gewerkschaft).

Wenn ich vorher vollstrecke, muss ich dann zum Amtsgericht und da beauftrage ich dann einen Gerichtsvollzieher? Oder sollte ich vorher lieber den Anwalt der Gegenpartei kontaktieren?

Grüßeanrom

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@Anrom

Also auf keinen Fall Kontakt mit der Gegenpartei aufnehmen! Du solltest das ganze vielleicht noch einmal vorher mit Deinem Anwalt besprechen. Kontakt zur Gegenseite bitte nur über Deinen Anwalt! Nicht das Du dort noch etwas falsches sagst oder Dir etwas falsch ausgelegt wird.

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@Anrom

Also auf keinen Fall Kontakt mit der Gegenpartei aufnehmen! Du solltest das ganze vielleicht noch einmal vorher mit Deinem Anwalt besprechen. Kontakt zur Gegenseite bitte nur über Deinen Anwalt! Nicht das Du dort noch etwas falsches sagst oder Dir etwas falsch ausgelegt wird.

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Liebe Community,

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Im nachhinein habe ich im Internet gelesen, dass ich eine vollstreckbare Ausfertigung des Versäumnisurteils erst beantragen muss, um einen Gerichtsvollzieher beauftragen zu können.

Meine Frage ist nun: ist nach dem Gütetermin aber bereits das Versäumnisurteil meinem ehemaligen Arbeitgeber zugestellt worden oder muss ich die Zustellung auch erst beantragen?

LG

Novatova

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Kumpel steckt in der Klemme - Zivilprozess - was erwartet ihn

Hallo Community,

ein guter Freund von mir, hat mir eben mal erklärt warum er in letzter Zeit so depri drauf ist.

Ende des Monats, hat er ein Zivilprozess am Backen.

Folgende Vorgeschichte:

Geht um einen bereits gekündigten Handyvertrag wo noch folgendes offen war (steht so in der komischen Klageschrift vom gegnerischen Anwalt):

Der Beklagte wird verurteilt, der Klägerin € 231,00 nebst Zinsen i. H. v. 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz seit dem 01.04.2012 sowie vorgerichtliche Mahnkosten i. H. v. € 28,00 und Bankrücklastschriftkosten i.H. v. € 12,00 und Inkassokosten i. H. v. € 45,00 zu zahlen.

Der Beklagte trägt die Kosten des Rechtsstreits

Desweiteren wird beantragt, mit Zustimmung des Beklagten ohne mündliche Verhandlung zu entscheiden.

Und noch irwie was von nem Versäumnisurteil bla bla

Ist also insgesamt ne Forderung von:

322,24 €

Ich wusste net was ich dazu jetzt sagen soll, hatte so Probleme noch nie^^... ich meinte nur wie es ausgeht, bis 1000 Euro kann ich ihm helfen, mehr hab ich als Azubi nicht^^ (jetzt kommt net mit "bla er muss aus seinen Fehlern lernen, das Geld ist ja nur geliehen und jeder hilft guten Freunden" und er hat keine Eltern mehr an die er sich noch wenden könnte)

Folgende Fragen hatte mein Kumpel jetzt, auf die ich keine Antwort weiß,

Was werden ihn, beim verlieren von dem Prozess für Kosten erwarten?

Kann er in den Knast gehen?

Was ist ein Versäumnisurteil?

Muss er in Privatinsolvenz wenn ich ihm mit den 1000 Euro nicht helfen kann?

Gibt es noch irwelche Optionen auf Vergleiche oder sonstiges, das es net sooo teuer wird? (ja ich weiß, ist kurz vor Zwölf aber Hoffnung stirbt zuletzt)

Was ist ein schriftliches Verfahren? Muss er da antanzen im Gericht oder geht das alles über die Post?

Hoffe ihr könnt mir und ihm diese Fragen beantworten! Kann sonst schlecht schlafen, mit der Ungewissheit, was mit ihm passiert.

Danke fürs Lesen und LG

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Finde nirgendwo eine Adresse, habe bis jetzt nur gelesen, dass es einen geben soll. Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen :/

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Halloich habe heute ein Urteil vom Amtsgricht erhalten, in dem die Klage gegen mich auch fallen gelassen wurde(angeblich hätte ich einen neuen Vertrag bei Vodafone abgeschlossen)aber was bedeutet der Satz: "Das Urteil ist für beide Parteien vorläufig vollstreckbar.Die Klägerin kann die Vollstreckung durch den Beklagten durch Sicherheitsleistung in Höhe von 110% abwenden,wenn nicht der Beklagte vor der Vollstreckung Sicherheit in gleicher Höhe leistet"?danke

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Das ist erstmal das wichtigste aus dem schreiben. Es geht um eine Geldsache in Höhe von 2000 Euro. Die Klägerin wohne Ca 500 Kilometer von mir entfernt und die Verhandlung würde in meiner Stadt stattfinden. Nun frage ich mich, ob die Verhandlung am kommenden Freitag stattfindet oder nicht? Denn in dem aktuellen schreiben steht ja, dass ich zwei Wochen Zeit habe mich dazu schriftlich zu äußern, und dann wäre der Termin zur Verhandlung ja schon vorbei. Ich kann mir höchstens vorstellen, dass die Klägerin auf Grund der Entfernung, ein schriftliches Verfahren angeordnet hat.

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