zwangsversteigerung....mieterhöhung sonst Kündigung

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4 Antworten

Ohne Gewähr (die gibt's nur beim Anwalt): Schreiben gut aufbewahren und ignorieren. Denn auch für den Erwerber ist eine Kündigung nur aus den gesetzlichen Gründen, insbesondere wegen Eigenbedarfs, möglich. Und das Schreiben belegt recht klar, dass kein Eigenbedarf vorliegt.

Davon abgesehen ist das Schreiben, wenn Du es vollständig zitiert hast, weder eine Kündigung noch ein Verlangen auf Zustimmung zur Mieterhöhung.

1) die Frist zur sonderkündigung ist doch schon abgelaufen

Nein, eine gewisse Zeit zur rechtlichen Prüfung muss man dem Erwerber zugestehen,

2) ab wann kann die Firma die Miete anpassen?

Genau dann, wenn auch der alte Besitzer hätte erhöhen können: Par. 558 BGB sagt dazu:

(1) Der Vermieter kann die Zustimmung zu einer Erhöhung der Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen, wenn die Miete in dem Zeitpunkt, zu dem die Erhöhung eintreten soll, seit 15 Monaten unverändert ist.

Das Schreiben der neuen Eigentümer stellt weder eine Kündigung und auch keine gültige Mieterhöhung dar. Die wollten halt einfach mittels Vereinbarung (was ja nicht verboten ist) eine Mieterhöhung erreichen. Ich würde derzeit überhaupt nicht darauf reagieren = Zeitgewinn. 1 Jahr muss die Miete unverändert sein, dann kann unter Berücksichtigung der gesetzlichen Maßgaben (Mietspiegel oder mind. 3 Vergleichsmieten oder Mietgutachten und Berücksichtigung der Kappungsgrenze) die Miete erhöht werden. Der alte Mietvertrag ist nach wie vor gültig und der neue Eigentümer hat diesen so zu übernehmen.

Schau mal hier nach, deine neuen Vermieter haben sich anscheinend gedacht, machen wir uns doch mal einen Spass und versuchen, ein wenig die Miete zu erhöhen.

http://www.frag-einen-anwalt.de/mobilefea_view.asp?topic=4149&ccheck=1

Astroprofiler 03.04.2012, 00:58

Es ist allerdings nicht immer so einfach, der Vermieter muss von Dir eine Einwilligung zur Mieterhöhung einfordern, einfach so eine aufstellen sonst Kündigung geht nicht, das erfüllt schon den Tatbestant der Nötigung. Um eine zu begründen, hat er allerdings einige rechtliche Möglichkeiten. die Gerichte sind da manchmal Pro mal Contra eingestimmt, je nach Couleur. :-)))

http://www.finanztip.de/recht/mietrecht/mieterhoehung-grundlagen.htm

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erkundige dich am besten beim mieterverein....

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