Zwangsversteigerung eines Hauses, mit Problem?

9 Antworten

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Da es dich nicht betrifft, ist das Haus den Eltern und die Oma hat Wohnrecht?

Eine Zwangsversteigerung mit Wohnrecht wird in der Regel von einem Gläubiger (= die Bank) betrieben.

https://www.kanzlei-fuer-privatrecht.de/rechtsanwalt-steglitz-grundstuecksrecht/das-wohnrecht-voraussetzungen-reichweite-und-das-schicksal-in-der-zwangsversteigerung/

Der Berechtigte kann also mit etwas Glück noch Geld erhalten, hierfür muss der Ersteigerungserlös aber größer Schulden plus Gebühren sein.

Die Chance , dass das Wohnrecht im Rang VOR dem Gläubiger steht: ist gegen Null

Daher ist in solchen Konstellationen ein rechtzeitiges, ehrliches Gespräch die bessere Alternative.

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Es betrifft in der Tat nicht micht aber einen Freund von mir der lebenslanges Wohnrecht besitzt und der die Bank im Nacken sitzt.

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@SchatziMausi22

Wenn er der Berechtigte ist und Schulden hat: betrifft es nicht den Eigentümer

Ist er der Eigentümer mit Schulden: sollte er über eine Schuldnerberatung nachdenken, mit dem Berechtigten das Gespräch suchen und evtl das Haus zurück übertragen oder rechtzeitig verkaufen. Bevor die Zwangsverwaltung eingetragen wird.

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@SchatziMausi22

Hier wäre zu prüfen, ob der Bank in Abtl. III der Vorrang vor dem in Abtl. II eingetragenen Wohnrecht eingeräumt wurde.

Ist dies wenig wahrscheimlich nicht der Fall, wird das Recht in Geld abgefunden, falls aus dem Versteigerugnerlös dafür etwas übrig bleibt.

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Sofern das Recht im Grundbuch eignetragen ist und aus einem nachragigen Recht heraus versteigert wird, bleibt das Wohnrecht bestehten und der Meistbietende muß das Recht gegen sich gelten lassen.

Im Regelfall rangieren solche Rechte aber nach Eintragugnen z.B. für Banken aus denen heraus die Zwangsversteigerung betrieben wird.

In solchem Falle erfährt das Wohnrecht eine Bewertung durch den Gutachter.

Bleibt aus dem Versteigerungserlös genügend übrig, wird das Recht daraus mit Geld abgefunden.

Bleibt nichts übrig, dann geht das Recht in jedem Falle unter.

Das hängt von der Rangfolge im Grundbuch ab. Wenn das Wohnrecht vor der Gundschuld des betreibenden Gläubigers eingetragen ist (eher selten) bleibt es bestehen. Wenn das Wohnrecht nach der Grundschuld eingetragen ist, erlischt es im Normalfall.

Bei nachrangigen Wohnrechten gibt es allerdings den Sonderfall des Doppelausgebotes, nachzulesen in § 9 Abs. 2 EGZVG und § 59 Abs. 2 ZVG. Ich will es nur der Vollständigkeit halber erwähnen, da es nicht wirklich die Aufhebung des nachrangigen Wohnrechtes verhindert.

Das hier zu erläutern würde den Rahmen sprengen. Das soll ein Rechtsanwalt machen, wenn's interessiert.

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