Zwangsentzug?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Solange der Mann noch alleine geschäftsfähig ist, darf er die Behandlung auch verweigern.

Wurde einmal Betreuung vom Amtsgericht angeordnet, dann kann er die Behandlung nicht einfach so verweigern. Im Zweifel können die Kinder es beim Amtsgericht beantragen, dass begutachtet wird, ob der Mann noch in der Lage ist, seinen Alltag eigenständig zu bewältigen.

Sollten die Gutachter dies verneinen, dann dürfen die Betreuung sowieso die eigenen Kinder übernehmen, sofern es ihnen zumutbar ist.

 

Nach 78 Jahren ist ein Leben so gut wie gelebt. Will damit sagen, dass man nicht gleich mit einem fürsorglichen Freiheitsentzug (FFE) dreinfahren muss. Vielleicht reicht ja ein "Rollator" (Gehhilfe auf Rädern) an dem er sich beim Gehen stützen kann. Ich würde dem alten Herrn seine kleine Freude nicht auf so eine drastische Weise entziehen.

 

Allerdings ist es schon so, dass eine Krankenversicherung Vorbehalte machen kann, wenn es alkoholbedingt zu oft zu Unfällen kommt. Sollten die Stürze vorallem durch eine alkoholbedingte Polineuropathie (Nervenschädigung) und weniger vom betrunken sein kommt, muss man wissen, dass solche Schäden kaum mehr zu heilen sind und auch dann vorkommen werden, wenn der Mann "trocken" ist.

Das ist ja das schlimme. Er hat einen Rollator mit dem  er  "Suff"  die Unfälle  gebaut hat .

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Zwangsentzug gibt es nur wenn die Person auch im nüchternen Zustand nicht mehr zurechnungsfähig ist. Wenn er jetzt nebenbei auch an Altersdemenz leiden würde und selber nicht mehr wüsste was er tut dürfte er zwangseingewiesen werden, auch was ein Alkoholentzug betrifft. Ansonsten sehen die Chancen schlecht aus, denn schließlich muss der Wille von ihm kommen.

Eine Alternative gäbe es wenn er gewalttätig werden würde. Doch selbst das ist eine wahnsinnig große Hürde. Schließlich standen schon viele mit den Messern vor ihren Verwandten oder sonstwen mit Messern usw. und wurden nur in Ausnüchterungszellen gebracht und das war's auch schon. Am nächsten Tag wussten diese Menschen nichts mehr davon und versprachen sich entweder zu bessern, oder sagten dass sie nicht in eine Entziehungskur wollen...

Die Gesetze sind halt so aufgebaut dass die Würde des Menschen "unantastbar" ist.

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