Zwangseinweisung-Minderjähriger

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9 Antworten

Erst mal tut es mir sehr leid, dass es dir nicht gut geht! Aber schön, dass es schon wieder besser wird.

Ich weiß es nicht genau, aber ich glaube nicht, dass man jemanden zwangseinweisen lassen kann, wenn keine akute Gefahr besteht. Ich würde an deiner Stelle einfach mal ein bisschen im Internet forschen oder vielleicht sogar einen Anwalt fragen. Einfach mal anrufen und nachfragen kostet nichts und kann ja auch anonym bleiben. Versuche nochmal mit deinen Eltern zu reden und ihnen besser zu erklären, wie es dir geht. Wenn sie dich besser verstehen und merken, dass eine Einweisung für dich sehr schlimm wäre, werden sie dir das nicht antun wollen. Schlage doch vor, stattdessen eine "normale" Therapie zu machen, also einen Psychologen nehmen, den du einfach jede Woche einmal oder so aufsuchst.

Ich wünsche dir viel Glück!

Rebecca

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Hallo

Du schreibst dass du "immer noch sehr zurpckgezogen lebst" . Deine Eltern haben mehr erfahrung im Leben und spüren dass es dir nihct besser geht. Du denkst dass es uncool ist in so ne Klinik zugehen weil du lieber jetzt alles verdrängen und vergessen willst. aber in Paar Jahren spätestens wenn du wieder unter stress stehst kommen die unverarbeitete "schlimme Sache" wieder hoch. Hör lieber auf dein Eltern und vertrau auf die, die wollen sowieso nur das beste für dich.

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sie können dich nicht einfach so einweisen lassen, wenn du weder dich noch andere gefährdest, ausserdem wird das immer auch ein arzt mitentschieden. der wird dich nciht einweisen, wenn es nciht unbedingt nötig ist, also wenn du eine gefahr für dich oder andere bist, da die kliniken eh schon viel zu voll sind und es dir ja schon besser geht.

so einfach ist es nicht jemanden einweisen zu lassen wie manche menschen glauben. ich spreche aus erfahrung.

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Kommentar von zarpa0102
05.07.2011, 19:32

§ 1631b Mit Freiheitsentziehung verbundene Unterbringung

Eine Unterbringung des Kindes, die mit Freiheitsentziehung verbunden ist, bedarf der Genehmigung des Familiengerichts. Die Unterbringung ist zulässig, wenn sie zum Wohl des Kindes, insbesondere zur Abwendung einer erheblichen Selbst- oder Fremdgefährdung, erforderlich ist und der Gefahr nicht auf andere Weise, auch nicht durch andere öffentliche Hilfen, begegnet werden kann. Ohne die Genehmigung ist die Unterbringung nur zulässig, wenn mit dem Aufschub Gefahr verbunden ist; die Genehmigung ist unverzüglich nachzuholen.

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Wenn es ein entsprechendes Gutachten gibt, dass Eigen- und Fremdgefährdung ausschließest, sollten sie damit nicht durch kommen. Die genaue Rechtslage kenne ich aber nicht.

Deine Eltern scheinen mir ziemlich überfordert mit dem ganzen, hast du mal über so etwas wie "Betreutes Wohnen" nachgedacht? Also ein eigenes Zimmer/Wohnung in Kombination mit einem betreuenden Sozialarbeiter und deiner Therapie? (da es ein Gutachten gibt, gehe ich mal davon aus dass du derzeit eine Psychotherapie machst).

Schau mal beim Jugendamt vorbei, da kannst du dich informieren bzw. genaues erfahren bezüglich deiner konkreten Situation.

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Soviel ich weiß, kann eine Zwangseinweisung nur aus einer Notfallsituation heraus erfolgen.

Bist du sicher, dass es dir besser bzw. gut geht???? Wie sieht es mit einer ambulanten Therapie aus oder einer Tagesklinik? Eine Tagesklinik bringt Tagesstruktur und du würdest außer Psychotherapie auch jede Menge an Körpertherapien machen. Abends kannst du nach Hause.

Ich finde das eine gute Alternative zu stationären Behandlungen und es tut wirklich gut, glaub mir.

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Das haben deine Eltern nicht allein zu entscheiden. Die Entschidung dazu trifft das Familiengericht.

Wichtig dabei ist das "Kinder" ebenfalls in dieser Sache mit entscheiden.

Und zwar ab dem 14. Lebensjahr.

Das ist den meisten Eltern nur nicht bekannt. Das sie lediglich die pauschale Feststellung kennen: Bis das Kind 18. Jahre ist entscheiden allein die Eltern. Und das ist falsch.

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Kommentar von MichaelSelm
05.07.2011, 20:06

Hier noch ein paar Informationen zu Altersstufen:

Vollendung des 12. Lebensjahres

Bedingte Religionsmündigkeit (kein Wechsel gegen Willen des Kindes, § 5 RelKErzG)

Vollendung des 14. Lebensjahres

kein Kind mehr im Sinne sexualstrafrechtlicher Schutzvorschriften (besonderer Schutz vor sexuellem Missbrauch §§ 176 Abs. 1, § 176a, § 184b StGB)

volle Religionsmündigkeit (§ 5 RelKErzG)

eigene Entscheidung über Namensänderung (§§ 1617a - 1618, 1757 BGB, Art. 10, Art. 47 EGBGB)

Anhörungspflicht des Gerichtes bei Sorgerechtsentscheidungen (§ 159 FamFG)

Widerspruch gegen Sorgerechtsübertragung (§ 1671 Abs. 2 BGB)

Einwilligung in eigene Adoption und Widerspruch dagegen (§§ 1746, § 1762 BGB)

Verfahrensfähigkeit bei Zwangsunterbringungen § 167 Abs. 3 FamFG)

Vollendeung des 16. Lebensjahres

Beschränkte Ehemündigkeit (Befreiung vom Eheverbot, § 1303 BGB)

Testierfähigkeit (§ 2229 BGB)

Einsichtsrecht ins Geburtenregister

Vollendung des 17. Lebensjahres

Möglichkeit der vorsorglichen Betreuerbestellung und Anordnung eines Einwilligungsvorbehaltes (§ 1908 BGB)

Vollendung des 18. Lebensjahres

Altersgrenze für Beratung zu Unterhaltsfragen und zur Beurkundung von Unterhaltsansprüchen durch das Jugendamt (§ 18, § 59 SGB VIII)

Vollendung des 23. Lebensjahres

Höchstalter für Beibehaltungsantrag für deutsche Staatsangehörigkeit (§ 5, § 29 StAG) und für Erwerb durch Vaterschaftsanerkennung (§ 4 StAG)

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ja,und dann wird in der klinik ein gutachten erstellt. und dann wird weiter entschieden.

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so einfach ist das nicht......die brauchen ein richterlichen beschluss....und dann will der richter dich selbst anhöhren.....ich hoffe das beruhigt dich

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das stimmt musste ich selber mitansehen und der gutachter der sagt imgrunde immer ja

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