'Zwangseinweisung' eines Erwachsenen

...komplette Frage anzeigen

11 Antworten

Anhand dessen was du beschreibst ist eine Zwangseinweisung (durch wen auch immer diese erfolgen soll) nicht möglich! Auf eine geschlossene Station kommt man ausschließlich unter der Voraussetzung das man eine Eigen- oder Fremdgefährdung darstellt und eine Eigengefährdung würde bedeuten das sie damit droht sich umzubringen oder Handlungen vollzieht mit denen sie unmittelbar ihr Leben in Gefahr bringt (Pulsadern aufschneiden, droht von einer Brücke zu springen etc.) aber ein Suchtmittelmissbrauch ist kein Indikator für eine Zwangseinweisung.

ma1811 31.03.2014, 11:48

Ihre Arme und Beine sind aufgeritzt, nicht besondes tief und nicht gerade lebensgefährlich aber vielleicht reicht das ? Die Schnitte sind an den Pulsadern allerdings quer und nicht der Ader entlang.

0
Ostsee1982 31.03.2014, 12:06
@ma1811

Ritzen reicht nicht. Auch wenn du dir große Sorgen machst hast du falsche Vorstellungen von einer Zwangseinweisung. Einem Menschen die Freiheit gegen seinen Willen zu entziehen mit Zwangsmedikation und in Ausnahmefällen mit einer Fixierung zu arbeiten das wird nur im äußersten Notfall betrieben und bei Erwachsenen ist die Indikation für eine Zwangseinweisung viel engmaschiger. Für eine Zwangseinweisung muss ein akut lebensbedrohlicher Zustand vorliegen und selbst dann wird das noch durch den diensthabenden Psychiater überprüft der dann eine Unterbringung entweder in einer geschlossenen Abteilung oder Akutstation anordnet. Der Arzt darf den Betroffenen in diesem Fall 24 Std. - auch gegen dessen Willen - festhalten, dann muss ein Richter entscheiden, ob der Patient nach PsychKG (Psychiatrisches Krankenpflegegesetz) weiter untergebracht werden muss.

0

Such die Kontaktadresse des sozialpsychiatrischen Dienstes in ihrer Stadt. Schildere denen den Fall und die Selbstmordabsichten. Denn der Dienst ist oft überfordert mit den vielen "leichten" Fällen. Nur bei Suizidalität schicken die sofort einen Psychiater zum Hausbesuch, ansonsten meldet sich nach ein paar Wochen vielleicht ein Sozialarbeiter. Also anmailen oder anrufen und sofort konkret werden!

Also ich an deiner Stelle würde einfach mal bei einer solchen Psychatrie anrufen und nachfragen. Ich denke das würde man dann überprüfen und wenn sie eine gefahr für sich selbst darstellt, dann würde sie glaube ich auch zwangseingewiesen werden. Genau kenne ich mich da auch nicht aus, deswegen wie gesagt einfach mal bei Leuten Fragen die es auf jeden Fall wissen müssten.

Hi so lange die Person sich nicht selbst, o. anderer gefährdet, geht das mit so ner Einweisung nicht einfach so. Sonst könnte man ja jede Person die einem auf n Sender geht, einweisen lassen. Ob die Person sich besser Stünde wenn sie einenEntzug macht sei mal dahingestellt. ein Entzug geht eh nur freiwillig unter Mitwirkung des Betroffenen. Natürlich könnte man bei einer Sucht selbstschädigendes Verhalten annehmen. Aber man kann den Betroffenen nicht helfen, solange die Einsicht nicht da ist. So ne Zwangsmaßnahme wäre auch nur begrenzt zulässig. Z.B. wenn die Person wg ner Alkoholvergiftung bewusstlos aufgefunden wird. In dem Fall geht aber auch nur ne Entgiftung, die ca. ne Woche dauert. Dann MUSS man die Person auf eigenen Wunsch wieder gehen lassern. Die Hürden für ne Zwangseinweisung liegen seehr hoch. Das ginge auch NUR über ein Gericht.

Da muss ein Notfall-Psychiater her. Er muss selbst gegen seinen Willen in die geschlossene Psychiatrie.

Lass sie ja nicht bei dir einziehen!

Bei Suizidgefahr rufst du die Polizei oder den Notfallpsychiater und dann kommt es automatisch zur Einweisung.

Hallo, erstmal finde ich es toll, dass du sie unterstützt und sie nicht hängen lässt. Ich würde es in Erwägung ziehen, wenn sie nicht hört. Es ist klar, wenn sie niemanden hat und sich im Rausch toll fühlt nur noch Drogen zu sich nimmt. Ich denke, dass sie eines Tages eine überdosis nehmen wird. Also, unternimm am besten heute noch was dagegen. So kanns ja nicht weiter gehen. Am besten eine Suchtberatung anrufen und nachfragen was du am besten machen kannst. Ich wünsche ihr alles gute. Und dir auch. Liebe Grüße :)

ma1811 31.03.2014, 11:21

Dankeschön, ja ist traurig mit anzusehen.. Ich werde mich mal erkundigen. :)

0

Ich würde mich an deiner Stelle einfach mal bei einer Klinik erkunden, was man da alles machen, was es für Mittel und Wege gibt usw.

Ruf beim Gesundheitsamt an und schildere dieses Problem. Dort kann man dir sicher weiterhelfen. Wenn sie eine Gefahr für sich oder andere darstellt, kann sie vermutlich zwangseingewiesen werden.

Oh, ja, alle Menschen die wir nicht mögen lassen wir zwangseinweisen gegen ihren Willen. ....

Was möchtest Du wissen?