Zwangseinweisung eines Alkoholikers

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12 Antworten

Hallo!

Eine Zwangseinweisung wird nur dann vorgenommen, wenn der Betreffende andere Gefährdet oder sich selbst akut gefährdet! Beides ist in der Regel bei Alkoholikern nicht gegeben! Sich langsam umbringen darf jeder! Und Tiere gelten als Sache.

Also ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Richter eine entsprechende Einweisung ausstellt fast Null! Anders sähe es aus wenn dein Chef mit Suizid droht oder dich oder andere bedroht!

Dir bleibt nur der Weg über das Veterinäramt. Als weitere Möglichkeit kann das Betreuungsamt eingeschaltet werden. Aber auch hier gilt, nicht jeder Alkoholiker ist wird Geschäftsunfähig erklärt! Es wird am Anfang lediglich ein Gespräch geführt. Sollte dieses Gespräch Anhaltspunkte erbringen die für eine Betreuung sprechen, wird ein neurologisches Gutachten eingefordert. Sollte aber der Neurologe nichts sehen was für eine Betreuung spricht, ist die "Sache" für das Betreuungsamt erledigt. Der Richter darf von sich aus keine Einweisung verfügen! Sonst wären der Willkür Tür und Tor geöffnet!

Wenn es wirklich so gravierend ist wie Du darstellst, informiere die entsprechenden Ämter!

Rechtlich gesehen ist eine Zwangseinweisung nur möglich bei Selbst-oder Fremdgefährdung.Ob das Veterinäramt was ausrichten kann...das würde deinen Arbeitsplatz zerschreddern,den Alkoholsmus deines Chefs aber nicht beenden.Das Prob ist,solange er nicht einsieht das er krank ist,hat auch eine Therapie keinen Sinn.

Nein, dies ist nur möglich, wenn er sich selbst-oder fremdgefährdet.Das ist ein sehr enger Begriff. Gut ist deine Idee, dass Veterinärsamt einzuschalten, falls die Tiere gefährdet sind.Wiederum hat er ja dich eingestellt, also scheint er ja doch in der Lage zu sein, sich zu kümmern. Falls er dich bedroht oder seine Frau ernsthaft bedroht, dann wäre eine solche Möglichkeit.In diesem Falle müsstest du allerdings die Polizei rufen, hört sich komisch an, aber die weisen ihn dann ein!

Also, vor einer Klinik abladen und denen was "falsches" erzählen geht natürlich IMMER! Vor der geschlossenen abladen und das selbe zu tun wäre zwar komisch, zumal man sich auch fragen müsste wie das gehen soll, wäre aber ebenfalls OK und normalerweise wird die Person auch aufgenommen, wenn mehrere Zeugen behaupten dass es Sinn machen würde oder die Einzelperson sich freiwillig einliefert (Depressionen, o.ä.).

Im Normalfall wird dann auch ein Entzug durchgeführt. Aber die anschließende Therapie muss vom Patienten selbst bewilligt und freiwillig abgesegnet werden....sonst geht da nichts. Auch Suchtkranke haben Menschenrechte, selbst wenn sie meistens unzurechnungsfähig sind.

Das Veterinäramt wäre der allerletzte Schritt. Eventuell mal mit den oben genannten Schritten (erstmal normales Krankenhaus und ggf in weiterer Folge eine Anstalt) anfangen und in der Folge, also bei Nüchternheit. Definitiv das Gespräch suchen und auch verdeutlichen, dass du "Schritte" einleiten wirst, wenn sich da nichts ändert! (Nimm zu diesem Gesrpäch aber besser Verstärkung mit, falls dein Chef es nicht allzu positiv aufnimmt.

Ansonsten als letzten Schritt eben Polizei oder VA.

zwangseinweisungen werden mit polizei bzw richter und sozialarbeiter und psychiater beschlossen, wenn eigen- bzw fremdgefährdung vorliegen. (soviel weiss ich noch, ich habe in akutpsychitrischen bereichen gearbeited, es ist aber schon jahre her.)

also bei der polizei würde ich, vielleich vorsichtshalber anonym, nachfragen in wie weit welche kriterien im einzelnen erfüllt sind. bei akuter körperverletzung gegenüber der ehefrau sollte die polizei aktiv und sofort eingreifen können. und dann?? längerfristig- habt ihr anlaufstellen für opfer von häüslicher gewalt?

wie du schon sagtes, bei vernachlässigten tieren bietet sich hoffentlich das veterinäramt als ansprechpartner an. was die an hilfe bieten können??

natürlich bleibt die frage, ob ihr beide den laden alleine schmeissen könnt. wenn ihn jemand von offizieller bzw fügungsberechtigter seite "anzweifelt" wird er vermutlich nicht entspannt reagieren. was dann?

ich würde den sohn fragen, ob er zurück kommen würde, wenn sich was tut. (wegen emotionaler beteiligung und körperlicher arbeit)

ausserdem wäre vielleicht interessant, inwiefern behörden informiert sind, ob wer ein auge zudrückt und warum....

in jedem fall, wenns los geht, geht's möglicherweise richtig rund. eine gute koordiination hilf gewiss.

hoffe das hilft dir beim info sammeln und planen....

alles gute!

Eine Einweisung in die Psychiatrie gegen den Willen des Betroffenen ist nur bei Eigen- oder Fremdgefährdung möglich. Außerdem darf die Eigengefährdung nicht dem bewußten Willen des Betroffenen entsprechen. Hier sind die Kriterien sehr hoch anzusetzen und bei Suchtkranken praktisch nie gegeben.

Du wirst dann also doch schon eher mal die Behörden bemühen müssen.

Gelehrter 30.08.2012, 15:50

Entschuldigung er ist aber aggressiv.Weißt du die Gefährlichkeit eines agressiven Alkohlikers? Wie oft haben schon Alkoholiker ihre Frauen,Freunde etc schom im Suff erschlagen.Hier ist eine Zwangsanweisung notendig.Muss den immer erst was pasieren?

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skyfly71 30.08.2012, 16:23
@Gelehrter

Ich kann nur die geltende Rechtslage darlegen. Mir ist jedenfalls in 12 Jahren Arbeit mit Suchtkranken noch kein Fall begegnet, wo es zu einer Zwangseinweisung aufgrund der Sucht gekommen wäre..

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Du musst das Veterinäramt anrufen.Hier vergammelt ein Gutshof.Die Frau sollte ihren Mann zwangseinweisen lassen.Hier sehe ich keine andere Möglichkeit mehr.Schaue das du dich mit seinem Sohn in Verbindung setzen kannst und sage was du vorhast.Der Vater muss in einer Klinik bzw. in einer Entziehungskur.Überede den Sohn,das er den Hof übernimmt,ansonsten muss der Hof zwangsweise abgegeben werden.Hier sehe ich keine andere Möglichkeit.Finde es ganz doll von dir das auch du nicht einfach abgehauen bist.Grund hättest du ja dazu.Also würde ich das so machen an deiner Stelle.Eine andere Möglichkeit sehe ich da jetzt nicht.Oder du redest mal mit den Bauern in deiner Umgebung und schilderst den Fall.Vielleicht können sie dir weiter hefen.

Gelehrter 30.08.2012, 15:53

Wenn ein Alkoholiker aggressiv sich verhält,gegenüber seiner Familie muss er zwangseingewiesen werden.Das Leben der Familie steht auf dem Spiel.

Wie oft haben Alkoholoker ihre Frauen schon im Suff erschlagen?

Muss denn immer erst was passieren,bis man einschreitet?

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Nein Du kannst keinen volljährigen Menschen zwangseinweisen. Entweder merkt er selber, dass er Hilfe braucht oder er geht vor die Hunde. Du könntest ihn höchsten fragen, ob Du den Hof übernehmen kannst...es scheint dir viel daran zu liegen. Wenn es gar nicht mehr geht, würde ich das Veterenäramt einschalten, damit wenigstens die Tiere versorgt werden.

Ich würde das Vetenrinäramt anrufen. Wer nicht fähig ist, mit Tieren umzugehen, sollte das auch nicht tun.

Zwangseinweisen kann ihn, glaube ich, nur ein Richter nach Beschluss.

Du mußt sogar das Amt einschalten, weil Du es allein nicht schaffen wirst den Mann zu Vernunft zu bringen und vom Alkohol trocken zu legen.

nein, da gibt es keine zwangseinweisung, so hart es ist, ruf das veterinärämt, das hilft den tieren und kannuihm auch helen, wenn er merkt,daß er alles verliert, aber viel mehr kannst du nicht machen -leider

quopiam 30.08.2012, 15:40

Ja, so würde ich das auch vorschlagen. Gruß, q.

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Jessi655 30.08.2012, 16:08
@quopiam

Danke für die antworten,muss dann jetzt auch wieder dort hin ich habe keine angst vor ihm er ist eigentlich ein häufchen elend, und körperlich bin ich ihm überlegen, hab also keine angst vor ihm! das der sohn den hof übernimmt war auch schon unser gedanke doch er ist alleiniger eigentümer, und wenn er was nicht will dann ist es den hof auf seinen sohn zuüberschreiben....erst einmal danke! habe auch schon gedroht die ämter zu benachrichtigen!Das mit dem konsum hat esrt seit 6 monaten richtig zugenommen, kenne ihn auch anders aber egal was man sagt er nimmt nichts ernst und lacht nur, da werde ich ja bald aggressiv!

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Nein, da muss er schon freiwillig hin ....

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