Zwangseinweisung bei Suizid?

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9 Antworten

Manche Menschen würden den Freitod eben gar nicht mehr wählen wenn sie psychisch wieder gesund wären. Da sperrt man sie zu ihrem eigenen Schutz ein, bis sie wieder klar denken können.

Bei einer körperlichen Krankheit, die unheilbar ist, seh ich es aber auch anders.

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Man will das Gefährdete, die aus einem Affekt heraus spontan ihr Leben beenden wollen- schützen.

BIst du Volljährig und bei Sinnen und willlst dein Leben nach klarem Verstand und Bedacht beenden, wird dich auch keiner im Normalfall daran hindern.

Jedoch wirken deine 'Gedankengänge' die, eines weniger objektivem Gedankengangs,- als vielmehr eines psychisch labilem Geistes.

Frage dich selbst, was du tun kannst, um ein Gefallen an deinem Leben zu finden und ob es wirklich nötig ist, dies aus Verdruss frühzeitig beenden zu wollen.

Dein Leben ist nicht aus Egoismus der Eltern entstanden, das sollte dir bewusst sein.

Die aller wenigsten Menschen haben Kinder aus Egoismus- sondern aus Liebe, Lust oder schlichtweg des Kreislaufs des Lebens zu verdanken.

'Lerne' erst einmal das Leben wirklich kennen, meistere Schwierigkeiten und freue dich an Gutem was dir im Laufe widerfährt, bevor du es voreilig beenden willst. :)

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Kommentar von Evoluzzer213
10.07.2017, 06:47

Ich will mein Leben gar nicht beenden und wenn ich es zum wollen würde, hätte ich so gute Gründe, dass ich nicht die Absegnung in einem online Portal brauche. Ich empfinde generell nicht und bin daher für Traurigkeit und derlei nicht bzw my empfänglich. Meine Gedankengänge versuche ich so rein wir möglich zu halten.

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Kommentar von Evoluzzer213
11.07.2017, 06:32

Ich habe weder Probleme mit einem "Schwarm", bin glücklich mit meiner Freundin, noch Probleme bei meinem Abi und Klausuren versaue ich auch nicht. Mit meinem Eltern verstehe ich mich bestens, ich bin 18, die Erziehung ist abgeschlossen und ich bin frei. Ich weise niemandem irgendeine schuld zu aber wenn meine Mutter kommen würde und sagen würde ' ich hab halt genug auf der Welt gesehen im Urlaub, Erfahrungen gesammelt und gehe lieber bevor ich alt und schwach werde" dann akzeptiere ich das das. Aber das scheinst du nicht zu verstehen. genau so ist es bei mir auch, wenn ich jetzt sagen würde , diese Welt kann mir meiner Meinung nach nicht geben, worauf ich Lust habe und ich hänge nicht am Leben weil ich mich generell nie mit aller Kraft an etwas klammere und ich hab bisschen was gesehen, was auch immer wenn ich so einen Grund habe und frei von Trauer bin weil ich dieses Gefühl einfach nicht kenne, dann hat mich mein Umfeld nicht als krank und Hilfebedürftig einzustufen. Das meine ich.

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Wer einen Suicidversuch unternimmt, ist psychisch zumindest auffällig, eben nicht mehr Herr seiner Sinne. Der Staat hat jedoch eine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Bürgern. Somit übernimmt er "das Denken" und Handeln zunächst. Längst nicht alle Personen landen nach einem Suicidversuch in einer geschlossenen Anstalt, mindestens eine psychatrische Begutachtung ist allerdings notwendig.

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Kommentar von Evoluzzer213
10.07.2017, 06:49

das mit dem Herr seiner Sinne ist schlicht weg falsch. wie kann man generell durch die Blume sagen, dass all diese Leute verrückt sind? Man muss nicht krank sein um das Leben nicht mehr als genügsam genug zu empfinden. Manche haben die einfach so vielleicht keinen Spaß mehr. Und wieso sollte der Staat da jetzt zwingend eingreifen?

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Wieso nimmt man einem Menschen die Freiheit, den Zeitpunkt seines Todes selbst zu bestimmen?

Das tut man nicht. Im StgB existiert kein Paragraph, der Suizid verbietet. Man nimmt einem Menschen die Freiheit, wenn das Herbeiführen seines Todes fehlgeschlagen ist, um ihn und möglicherweise auch andere zu schützen, weil die Mehrzahl der Suizidversuche Spontanhandlungen sind.

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Kommentar von Evoluzzer213
10.07.2017, 06:51

andere zu schützen ist tun triffiger Grund aber wenn man rein objektiv diese Entscheidung getroffen hat, hat niemand das Recht, die Freiheit des Suizidalen einzuschränken.

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nun- ich antworte mal aus der sicht einer gelegentlich suizidal denkenden.

bei fällen wie meinem (und das wird wohl ein  eher nicht geringer anteil sein) ist es eine zuspitzung der hoffnungs und hilflosigkeit. ein in dem moment nicht mehr weiter wissen und wollen. ein ausetzen der normalen bewertung einer situation, eines zustandes. bei mir ist es teil meiner erkrankung und ich bin (wenn auch nicht im akutfall) dankbar, dass es den schutzraum der psychiatrie gibt, der mich wieder auffängt. außerdem ist der aufenthalt in der geschlossenen nur begrenzt und sobald man wieder besser drauf ist, muss man dort nicht bleiben. richtige zwangseinweisungen sind eher selten. 

in anderen fällen ohne psychische behinderung mag es anders sein.

dies soll nur eine wertfreie antwort aus sicht einer erkrankten sein

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Laut einer Studie haben so um die 70/80% der Leute die sich umbringen Depressionen. Im Moment scheint für diese Leute Suizid eine logische Lösung für Ihr Problem zu sein, jedoch verursachen Depressionen diese Hoffnungslosigkeit. Mit Therapie ist es vielen gelungen wieder zu einem lebenswerten Leben zurückzukehren. Da viele diese Einsicht in einer depressiven Phase nicht haben werden sie zwangs-eingewiesen. 

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Wenn sich jemand wirklich umbringen will, dann schafft er das auch...die Menschen , die ich kennengelernt habe, taten es, um Hilfe zu bekommen...ein Hilfeschrei...oder haben selbst den Rettungswagen gerufen, will sie gemerkt haben, dass es nicht so schnell geht, wie sie dachten oder merkten, dass der Kreislauf runter fährt und es schwer wird zu atmen und Panik bekommen haben...ich kenne auch viele, die nach der Klinik wieder einen Sinn in ihrem Leben sahen...somit war es für sie positiv, dass sie in der Klinik mit Zwang waren

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Irgendwie finde ich deine Ansicht wirklich amüsant, obwohl ich auch finde jeder sollte frei bestimmen, aber es gibt wirklich Menschen, die im Nachhinein froh sind. Auch Zwangseinweisung ist das schlimmste, aber bei manchen unabdingbar

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Ich verstehe, was du meinst.

In unserer Gesellschaft bzw. in der psychologischen Schulmedizin geht man einfach davon aus, ein Suizidversuch wird nur bei psychischer Krankheit bzw. psychischer Verwirrtheit unternommen wird.

Ich finde das auch ethisch problematisch.

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