Zuzahlung aus Regelsatz zu KdU trotz Aufstockung?

1 Antwort

Deine Überlegung ist falsch. Erst wird dein rechnerischer Gesamtbedarf berechnet. Dieser ergibt sich aus dem Grundbedarf und den tatsächlichen und angemessenen Wohnkosten und den tatsächlichen und angemessenen Heizkosten (und den zusätzlichen Bedarfen).

Von diesem rechnerischen Gesamtbedarf wird dann dein (bereinigtes) Einkommen abgezogen.

Durch diesen Abzug wird sich aber nichts ändern an der Angemessenheit! Das wäre ja sonst auch a) ungerecht und b) rechnerische Hexerein ;-).

Falls du aber unzufrieden bist mit

  • der Angemessenheit der Wohnkosten oder der Heizkosten oder
  • der Anrechnung deines Einkommens,

dann kannst du gerne Rechtsmittel dagegen einlegen, die ich dir dann gerne schildere.

Gruß aus Berlin, Gerd

Danke Gerd.

Aber ich empfinde es als ungerecht das keinerlei positive Anrechnung meiner durch Sozialversicherungsbeiträge erwirtschafteten EU-Rente erfolgt. Überspitzt gesagt. Dann gebt mir meine Lohnst. und SVBeiträge wieder. Den sechsstelligen Betrag brauche ich dann auf und melde mich dann wieder bei der Grundsicherung an. Nur ein schlechter Scherz, aber ich bin nicht freiwillig aus dem Erwerbsleben ausgeschieden und das nicht einmal der Betrag zwischen Regelleistung und Rente als Einkommen angerechnet wird, also 30v.100, also ca.17€ nervt. Völlige Gleichschaltung? Nicht mein Fall.

Aber nochmals danke,

jetzt herrscht wenigstens Klarheit.

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@Leistungstrage

Privilegiert sind bei der Grusi logischerweise nur "mühsame Einkommen", also (aktuelle!) Erwerbs-Einkommen, siehe Absatz 3: http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_12/__82.html

Dass man für seine Rente früher selbst Mühe aufgewendet hat (teils, andernteils der Arbeitgeber) spielt im aktuellen Notfall keine Rolle. Dies gilt ja auch für mühsam angespartes Bar-Vermögen: Hat man genug davon zum Leben, gibt es keine Grundsicherung.

Gruß aus Berlin, Gerd

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