Zuschuss Existenzgründung Agentur für Arbeit

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5 Antworten

Arbeitnehmer, die durch Aufnahme einer selbständigen, hauptberuflichen Tätigkeit die Arbeitslosigkeit beenden, haben zur Sicherung des Lebensunterhalts und zur sozialen Sicherung in der Zeit nach der Existenzgründung die Möglichkeit, einen Gründungszuschuss zu beantragen.

Der Gründungszuschuss wird in zwei Phasen geleistet. Für 6 Monate wird der Zuschuss in Höhe des zuletzt bezogenen Arbeitslosengeldes zur Sicherung des Lebensunterhalts und 300 € zur sozialen Absicherung gewährt. Für weitere 9 Monate können 300 € pro Monat zur sozialen Absicherung gewährt werden, wenn eine intensive Geschäftstätigkeit und hauptberufliche unternehmerische Aktivitäten dargelegt werden.

Bei Aufnahme der selbständigen Tätigkeit müssen Gründerinnen und Gründer noch einen Restanspruch auf Arbeitslosengeld von mindestens 150 Tagen haben. Außerdem müssen sie die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten zur Ausübung der selbstständigen Tätigkeit darlegen.

Die Gründerin bzw. der Gründer braucht einen aussagekräftigen Businessplan inkl. einer Umsatz- und Rentabilitätsvorschau sowie einen Kapitalbedarfsplan mit einer geschlossenen Finanzierung. Eine anerkannte fachkundige Stelle muss das Existenzgründungsvorhaben begutachten und die Tragfähigkeit der Existenzgründung bestätigen.

Entscheidend ist - wie oben bereits gesagt - dass die Vermittlung Vorrang hat. Wenn man einen Beruf gelernt hat, der aktuell gefragt ist, dann erhält man nicht den Zuschuss, auch wenn man beispielsweise schon 10 Jahre diesen Beruf nicht mehr ausgeübt hat. In so einem Fall hilft es, fachkundige Hilfe in Anspruch zu nehmen um doch noch etwas bei der Agentur für Arbeit zu erreichen.

Es stimmt, dass sich die Rahmenbedingungen mit dem Jahreswechsel 2011/2012 drastisch und zu Ungunsten der Gründer (aus der Arbeitslosigkeit) geändert haben.

Ein "muss" Bestimmung - hat sich in eine "kann" Bestimmung geändert worden -dies bedeutet ganz konkret beim Amt, dass die meisten Arbeitsagenturen den Existenzgründungszuschuss einfach nicht mehr gewähren bzw die Gründung ablehnen (hier gilt auch das Prinzip der tatsächlichen Jobsuche, da viele Branchen Mitarbeiter suchen). Dies ist aber je Bundesland / sogar pro Stadt / oder pro Berater bei der Arbeitsagentur unterschiedlich. Neustadt / Weinstrasse, zum Beispiel vergibt noch solche Zuschüsse.

Zuschüsse gliedern sich in unterschiedlichste Kategorien, so dass man erst wissen muss, um welche Gründung, welche Branche, welchen bereich es sich handelt, bevor man hier eine konkrete Angabe machen kann:

  • Für den Gründer selbst / Gründungszuschuß (heute unter Vorbehalt)
  • Für die Beratung für den Gründer / Zuschüsse zur Vorgründungsberatung
  • Für die Beratung nach der Gründung / z.B. KfW Programm
  • Finanzierungen wären über Darlehen möglich. Manche haben gute Konditionen, aber ein funktionierender Businessplan ist Grundvoraussetzung:
  • z.B. über LB Bank oder KfW / und viele mehr

Finanzierungen gehen aber heute auch innovativ über Crowfounding ...

Viele Grüße

Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Vermittelbarkeit der springende Punkt ist: Bist du (nachweislich!) vermittelbar, wirst du eine Absage bekommen. Hat dir also dein Berater genug offene Stellen vorgelegt, hast du kaum eine Chance. Da ist es leider egal, wie gut oder schlecht dein Businessplan ist. Das ist selbst bei einem möglichen Widerspruchsverfahren unrelevant.

Trotzdem hast du grundsätzlich Anspruch darauf, den Antrag zu stellen.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau vergibt Kredite. An der Stelle die Hausbank fragen. Aber am besten erkundigst du dich bei der örtlichen IHK (Industrie- und Handelskammer) nach Informationsmaterial. Die kennen die örtlichen Gegebenheiten - auch die eventuller regionaler Förderung - am besten. Die beraten auch persönlich wenn es sein muss, und bieten sehr gute Veranstaltungen diesbezüglich an.

Hi, das ist alles richtig was, was hier geschrieben steht. dennoch gibt es Möglichkeiten. In welcher Stadt bist du ?LG babs

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