Zusatzleistungen bei der Lebensversicherungen abschließen: Sinnvoll oder unnötig?

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3 Antworten

Hallo Eddington,

eine Extraleistung bei Unfalltod bzw. Erwerbsunfähigkeit durch Unfall kann dann sinnvoll sein, wenn man noch zum Beispiel keine private Unfallversicherung hat.

Um der Inflation entgegenzuwirken, ist der Einschluss einer dynamischen Anpassungsmöglichkeit zu empfehlen.

Eine sinnvolle Zusatzversicherung ist immer vom individuellen Bedarf abhängig.

Viele Grüße

Miriam Hubertus, CosmosDirekt

Was ein Schwachsinn.

Punkt 1) worüber reden wir denn? Über eine Risikolebensversicherung oder eben über eine Kapitallebensversicherung? Eine Risikolebensversicherung als Absicherung bei Tod für die Familie ist absolut sinnvoll. Sie zahlt die Leistung, wegen was auch immer du stirbst, außer Suizid, aber auch bei Tod durch Unfall. Die Extraleistung bei Tod durch Unfall ist Käse, da sie wirklich nur gezahlt wird, wenn man durch einen Unfall ums Leben kommt. Damit verdienen die Versicherungen sehr viel Geld und für das gleiche Geld bekommst du eine höhere Todesfallleistung.

Gute Risikolebensversicherungen zahlen die Todesfallleistung noch zu Lebzeiten aus, wenn z. B. feststeht, dass ein Kunde aufgrund einer schweren Krankheit nur noch 12 Monate zu leben hat. So kann man sich zu Lebzeiten noch darum kümmern, dass dieses Geld auch Zweckgebunden verwendet wird.

2) Kapitallebensversicherungen sind Schrott, sie werden noch schlechter, je mehr biometrisches Risiko man in eine solche Police mit aufnimmt. Also Finger weg von derartigen Produkten. Lass dir bei deiner Beratung bloß keinen Müll erzählen. Trenne Risiko immer vom Sparprozess. Risikoabsicherung gehört nicht in eine Altersvorsorge. Werde dir auch darüber klar, dass eine Altersvorsorge fürs Alter und keine Kapitalanlage ist. Das Meiste, was man z. B.über Kosten momentan aus den Medien entnehmen kann ist totaler Schwachsinn und regelrechter Müll.

3) Ich habe es hier wieder einmal gelesen und ich kann nur sagen...traurig, traurig, traurig. Inflation hat zunächst mal nichts, aber auch garnichts mit Dynamik zu tun. Wer so etwas behauptet, der sollte besser Gärtner werden. Eine normale Dynamik ist allenfalls dafür gut Gehaltserhöhungen auszugleichen. Eine Dynamik aus Gründen der Inflation ist etwas völlig anderes. Um sie in eine Dynamik einzubinden, muss man die Kundenwünsche, Alterserwartungen und Vorstellungen von einem befreitem Rentendasein kennen und in Zahlen fassen. Dafür ist es allerdings notwendig die Mathematik zu beherrschen, denn da geht es schnell mal um einige Tausende von Euros, die dann fehlen, wenn man eine normale Dynamik abgeschlossen hat. Ein klassischer Beratungsfehler.

Es gibt so viele verschiedene Formen der Lebensversicherung, das kann man nur grob beantworten. Für Leute ohne Berufsunfähigkeitsversicherung wäre der Einschluß BUZ sinnvoll.

Die Unfallzusatzver. (UVZ) halte ich nicht für sinnvoll. Zumal die meisten Leute eine extra Unfallversicherung mit Todesfallschutz abgeschlossen haben.

Eigentlich hat die gute, alte Lebensversicherung ausgedient. Jedenfalls wenn man damit ein finanzielles Polster anlegen möchte. Die Versicherer können nur noch unterirdische Zinserträge garantieren. Von daher sieh dir unbedingt die garantierte Versicherungssumme an. Nicht die versprochene Summe. Von der garantierten Summe ziehe alle Beiträge ab. Dann siehst du, was am Ende der Laufzeit wirklich rum kommt. Mit jeder Zusatzversicherung wird das weniger. Wenn garnichts garantiert wird, dann investierst du dein Geld in einen Fonds, oder in mehrere Fonds. Auf lange Zeit gerechnet kann das sinvoller sein, Garantie gibt es dafür jedoch nicht.

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