Zusammenziehen mit Freundin Alg2/Harz4 aber ich verdiene gut?

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3 Antworten

Wenn ihr zusammen zieht,dann hättet ihr ggf.die Möglichkeit das so genannte Probejahr zu leben,wenn ihr euch nicht gleich freiwillig wirtschaftlich wie finanziell unterstützen wollt !

Aber spätestens nach diesem Jahr wird das Jobcenter unterstellen das ihr nun eine BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) bildet und in dieser seid ihr dann zum gegenseitigen Unterhalt verpflichtet,dann hätte sie keinen Anspruch mehr.

Sie müsste dann irgendwie glaubhaft nachweisen das ihr keine BG - seid,wie sie das macht bleibt ihr / euch überlassen.

Auf Mietzahlungen würde ich deshalb schon mal gar nicht verzichten,denn dann stellt ihr wahrscheinlich gleich eine BG - dar bzw.es würde eine unterstellt und dann muss gleich das Gegenteil nachgewiesen werden.

Würdet ihr keine BG - bilden,dann stünde ihr derzeit min. ihr voller Regelsatz für den Lebensunterhalt von 409 € zu und und wenn sie ohne Zusicherung für die Kostenübernahme innerhalb des Zuständigkeitsbereichs ihres Jobcenters umziehen würde,dann stünde ihr max. ihre alte übernommene KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) zu.

Könntest dann also angenommen 50 % von deiner Warmmiete von ihr verlangen,dass müsste sie dann auch so beim Jobcenter angeben und dann evtl. nachweisen das auch gezahlt wird.

Wenn ihr gleich eine BG - bilden würdet,dann stünde jedem von euch nur ein Regelsatz von 368 € zu und zunächst mal die tatsächlichen Kosten für die KDU.

Dann käme noch der zu zahlende KK - Beitrag von ihr dazu,den müsste sie dann nämlich im Fall eines Leistungsausschlusses selber zahlen bzw.du wenn sie kein Einkommen hat.

Von deinen 2400 € Netto könntest du derzeit max. 300 € Freibetrag auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll abziehen,du hättest dann immer noch ein anrechenbares Einkommen von 2100 €.

Davon kannst du dann 736 € für die Regelsätze abziehen + ca. 170 € für den KK - Beitrag und dann noch deine KDU - dazu und dann besteht kein Anspruch mehr,weil ihr dann immer noch etwa 1200 € für die KDU - hätte und das wäre sicher das doppelte von dem was euch zusteht.

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Kommentar von vogelstation
23.02.2017, 10:49

es gibt kein probejahr. die bg muss nachweisen dass sie keine sind. in der regel ist das sehr kompliziert und schwierig. eine behauptung ich komme nicht für sie auf, ist nicht ausreichend.

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Im 1. Jahr solltet Ihr noch nicht als Bedarfsgemeinschaft gelten.

Wann liegt eine Bedarfsgemeinschaft vor?

Für den Fall, dass Sie seit länger als einem Jahr mit einem Partner zusammenleben oder mit einem gemeinsamen Kind zusammenleben,
oder Kinder oder Angehörige im Haushalt versorgen, oder Einkommens-
oder Vermögensbefugnisse des anderen innehaben, wird automatisch das
Vorliegen einer Bedarfsgemeinschaft vermutet. Den Nachweis, dass diese
Vermutung unzutreffend ist, hat der Betroffene zu führen.

Grundsätzlich ist es aber von der Seite des Gesetzgeber so, dass
keine Unterhaltspflicht bei Unverheirateten besteht.
Somit kann nicht
gleich davon ausgegangen werden, dass der eine Bewohner den anderen
unterstützt. Auch ist ein Zeitraum von einem Jahr nicht repräsentativ.
So sollte man sich, wenn reell keine Bedarfsgemeinschaft vorliegt, auch
gegen diese Vermutung wehren. Dies erfolgt am besten mit dem Widerspruch gegen den ALG 2 Bescheid und wenn das nicht hilft, dann bleibt nur noch der Weg vor das Sozialgericht.

http://www.hartziv.org/bedarfsgemeinschaft.html

Also zieht zusammen und handelt entsprechend.

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Kommentar von vogelstation
24.02.2017, 07:36

eine bg wird in der regel von anfang an vermutet. was du hier schreibst ist grober unsinn. eine wg muss nachgewiesen werden und ist die trennung von allem und das ist beweisbar oder es ist nicht beweisbar, dann ist es eine bg. was es ist entscheidet der sb.

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sobald ihr zusammenzieht, seit ihr eine bedarfsgemeinschaft.

der bedarf liegt bei 2x 368 euro regelsatz zzgl. angemessene miete. davon abgezogen wird dein einkommen abzgl. der freibeträge.

es sit bereits jetzt davon auszugehen, dass dein einkommen weit über den bedarf liegt den ihr beiden haben könntet und somit wirst du für sie aufkommen müssen, keine miete vom jc bekommen und die kosten für ihre krankenversicherung tragen.

wenn du dazu nicht bereit bist, dann vergiss die sache mit dem zusammen ziehen und lass die sache weiter so laufen wie bisher.

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Kommentar von isomatte
23.02.2017, 14:52

Selbst als mein Sohn vor ein paar Jahren mal auf ALG - 2 angewiesen war,weil seine Freundin im 5 Monat war,haben sie eine Wohnung gezahlt bekommen und jeder die volle Regelleistung und das bis zum Eintritt des Mutterschutzes,also 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin !

Wie erklärst du dir das denn dann,wenn man,sobald man zusammen zieht angeblich gleich eine BG - bildet ?

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