Zusammenveranlagung mit selbständigem Ehemann

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8 Antworten

Hallo 1001, also wenn du bei einem Jahresumsatz von 142 TEur die Belege nur chronologisch sortierst, dann kommt ja noch die ganze Sortierarbeit, die den Kontoauszügen zuzusortieren. Dann ist da noch eine Kasse zu schreiben, die eigentlich der Unternehmer selbst machen MUSS. Das bedeutet dann, dass wenn ihr 180 Euro für die Buchhaltung bezahlt je nach Kostengefüge der Beraterin ca 3 bis 6 Stunden allein die Buchhaltung. Ein Stundensatz in einer Steuerberatungskanzlei für Buchhaltung von 60 Euro ist durchaus angemessen. Sollte das ganze nur vorsortiert dort ankommen, dann ist das ein absoluter Freundschaftspreis. Und deckt mal gerade die Kosten. 50 Euro für ne Lohnabrechnung finde ich hoch, dass sollte incl. der Sozialversicherungsmeldungen und der Lohnsteueranmeldung geringer gehen. Also auch in einer Steuerberatungskanzlei für rund die hälfte. Und die Relation zwischen Buchhaltung und Abschluß ist nicht auffällig. Ferner vergleich mal die Steuerberatungsrechnungen für die Steuererklärung vor der Eheschließung mit nach der Eheschließung. Da dürfte wahrscheinlich bei den Anlagen die Anlage N zusätzlich aufgetaucht sein. Die wird je nach Bruttoarbeitslohn bei 60 Euro liegen!? Der Rest ist halbwegs konstant geblieben? Dann siehst du was es ca gekostet hat, dass sie die Erklärung incl. Deiner Angelegenheit bearbeitet hat. Und bei der berechneten Telefonberatung - Selten, dass z.b. wir sowas in Rechnung stellen, kommt allerdings dann vor, wenn im Laufe des Jahres was aufwendiges in der Richtung war und da wird dann das Raussuchen der Antwort aus Gesetzen, Kommentaren und Rechtsprechung unter den Tisch fallen gelassen. Also nach dem ersten Anschein scheint da eine faire Rechnung gestellt worden zu sein. Auch mit Stundensätzen, die eher bei normalen Handwerkerrechnungen liegen als in astronomischen Höhen. Trotzdem gibt es natürlich immer die Möglichkeit Kosten zu sparen. Such dir einen Unternehmensberater oder auch einen Buchführungshelfer. Möglichst einen, der eine Kooperation mit einem Steuerberater hat. Dann könnte, weil z.b. für die Buchhaltung weniger abgerechnet werden könnte was gespart werden. Wieviel kann ich nicht abschätzen, weil mir dafür Deine Angaben einfach zu ungenau sind. Allerdings müßte der Steuerberater die Umsatzsteuervoranmeldung erstellen, kostet etwa 15 - 20 Euro. Bei Gewinnermittlung/Bilanz und Steuererklärung wird es keine großen Einsparmöglichkeiten geben. Hoffe Dir damit vernünftige Relationen genannt zu haben.

Und eben hab ich nochmal kurz geguckt - Laut Gebührenverordnung könnten für die Buchführung mtl. 222,00 Euro abgerechnet werden. Ich hab jetzt nicht geguckt, wie es mit Auslagenersatz aussieht [Telefonate für Rückfragen (geht da ja nicht nur um Telefoneinheiten), Porto Verpackung Arbeitszeiten bei Rückfragen und für die Zurücksendung der Unterlagen]. Auf alle Fälle 42 Euro sind 23% von 180 Euro. Eigentlich sollte ich aus Eigeninteresse und wegen der eigenen Branche eher Begründungen für Unternehmensberater aufzählen - und die gibt es auch - aber man will ja fair sein! Schönen Abend noch!!

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Vielen Dank für Deine Ausführungen,Gullup. Ich sortiere nicht nur chronologisch - alle Belege des kompletten Monats sind den Kontoauszügen zugeordnet. Kassenbuch fertig, wie gesagt, sie kontiert dann noch. Wäre die Sortiererei noch - dann stimme ich zu, der Arbeitsaufwand sind ca. 4 Stunden. Die übernehme ich aber. Kein Postversand, sondern persönliche Übergabe. Jahresabschluss / Steuererklärung: alles wie gehabt, nur das ich privat nun 350 EUR extra habe, die ich vorher, da ich meine 5 Zahlen selber in das Formular eingetragen habe. Sie hat die Lst-Karte abgeschrieben, und meine Liste über Versicherungsbeträge. Da finde ich 350 EUR schon heftig. Und ich würde ja eh nichts zurückbekommen wie in all den anderen Jahren. Also zahle ich im Grunde nur drauf durch die Zusammenveranlagung. Telefonberatung - ich bin etwas angesäuert da sie mir nun eine Rechnung für 225 EUR! 2,5h à 75h geschickt - da sie mit mir 15min, mit einem Anwalt 30min telefoniert hat, und dann einen Gesetztestext an den Anwalt geschickt hat, der für ein Verfahren notwendig ist. Ich hatte noch keine Gelegenheit mit ihr zu sprechen, aber das werde ich noch.

Also Danke noch mal.

Hallo zusammen, erst mal vielen Dank für Eure schnellen Antworten. Ich werde definitiv mal mit anderen Steuerberatern reden, weil mir das ganze auch echt zuviel vor kommt. @zj1000: diese Lizenz hätte ich auch gerne. Sie rechnet bei Hilfestellungen per Telefon 75 EUR netto / Stunde ab... @Senny74: Mein Mann hat keine 400 EURO - Kraft. Einen Mitarbeiter in der Werkstatt - der erhält 1600 brutto. @MarianneW: Umsatzbasis, das wird es sein. Der Jahresumsatz 2006 war 142.000 EUR. Und alles wird gemäss Gebührenrechnung abgerechnet. Die Fixkosten für die Werkstatt und den Mitarbeiter sind eben sehr hoch.

Wenn ich könnte, würde ich den ganzen Kram für ihn erledigen.

Ich würde mit diesen Zahlen sämtliche Steuerberater in der Stadt anrufen und nach den Kosten dort fragen. Allerdings spielt auch die Qualität eine Rolle. Dennoch habe ich selbst erlebt, wie gravierend die Unterschiede sind (und dass auch teure Steuerberater Fehler machen). - Ob du bei Zusammenveranlagung deine Erklärung allein machen kannst, weiß ich leider nicht. Anell

Nunja,

prinbzipiell rechnen Steuerberater nach Gebührenordnung ab und das nicht auf Gewinn- sondern auf Umsatzbasis. Sicherlich gibt es da je nach Aufwand Verhandlungsspielraum - aber gewisse Fixksoten (eben ZB für die Einrichtung der Lohnverwaltung oder für die Erstellung der Steuererklärung, unabhängig davon wie umfangreich diese ist) gibt es halt stets. Ich würde halt auch mal mit der Steuerberaterin und anderen Steuerberatern reden.

Die Kosten dise Steuerberaterin sind definitv zu teuer. Die müsste dann von einem normalgeweblichen Betrieb pro Monat zigtausend bekommen.
In meinen Augen ist das Abzocke.

Also das ist schon sehr teuer. Warum hat Dein Mann denn überhaupt eine 400 EUR Kraft bei so wenig Gewinn.

Kommt mir alles sehr komisch vor, was die Steuerberaterin da macht. Ich würde mal bei DIr in der Nähe eine/n neuen suchen!

Bei so wenig Umsatz dürfte der Steuerberater nicht mehr als 50-70 EUR kosten je Monat...

Das ist letztendlich Verhandlungssache mit dem Steuerberater. Einfach mal bei ein paar Kanzleien anfragen. Aber: Steuerberater haben die Lizenz zum Gelddrucken.

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