Zusammentreffen von zwei Rüden

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hallo

ich denke hier treffen 2 krasse Gegensätze zusammen: Ein Münsterländer ist oft ein Seelchen, auch gut geeignet im Rudel mit mehreren Hunden zusammen zuleben. Ein Appenzeller ist ein Arbeitstier, der gern dem Bullen mal zeigt wer die wahren Hörner hat....! ausserdem ist ein Appenzeller sehr Hofbezogen, will meinen der "erobert" neues Terrain und stellt auch sofort einen Führungs- und Besitzanspruch.

Deswegen konntet Ihr gemeinsam spazierengehen, erst im Haus gabs dann Zoff. Aus Sicht Deines Hundes ganz klar: Er ist der Herr und das Volk hat zu kuschen, dies wird durch wiederholtes Aufreiten und andere Frechheiten kund getan.

Dein Hund hätte bei einem anderen, aber ähnlich friedliebenden, eher unterwürfigen aber unkastrierten Hund vermutlich genauso reagiert! Das hat nichts mit der Kastration zu tun. Hunde haben eine Vielzahl von Ausdrucksmöglichkeiten, sie kommunzieren nicht ausschließlich über Hodenfunktionen ;-))

Ich denke Rasseeigenschaften kommen bei Euren Hunden klar zum Vorschein trotz der Mixe. Euer Hund kann nur auf Besuch mitkommen, wenn IHR ihm klare und deutliche Anweisungen gebt und ihn in seine Schranken verweist.

Grundsätzlich ist es nicht gestattet auf anderen Hunden "herumzuhüppeln", nicht jeder Hund verträgt das körperlich: hast Du Lust die Kosten für einen Bandscheibenvorfall bezahlen zu müssen? ich denke nicht. Klare Ansagen Eurerseits und Regeln die strikt eingehalten werden machen aus Eurem Hund einen folgsamen Begleiter: beim Besuch bleibt der Hund an der Leine und hat sich neben seinem Besitzer ins Platz zu legen - würde man im Restaurant auch so machen, gell.

Hunde leben in einer anderen Welt, Besuche fremder Rudel gibt es in der Hundewelt so nicht.

Es gibt gute Bücher von Turid Rugass und Eberhard Trumler, darin erfährt man viel über die Kommunikation und die "Sprache" des Hundes, sehr zu empfehlen.

Ich glaube, dein Rat war wohl am besten. Ich werde es jedenfalls mal so versuchen. Ich will ja nicht sagen, dass mein Hund ****sehr gut** erzogen ist, aber so einigermaßen gehorcht er schon. Wir haben ihn auch erst seit zwei Monaten und arbeiten dran. Das Buch von Turid Rugass habe ich übrigens gelesen, es mir aber wahrscheinlich noch nicht ganz zu eigen gemacht. Ich werde es mir nochmals vornehmen. Das mit den klaren Anweisungen klappt vielleicht auch noch nicht so ganz. Da müssen wir noch dran arbeiten! Wenn ich die anderen Kommentare lese, kommt es mir vor, als hätten alle nur gut erzogene Hunde, die auf jedes Kommando reagieren. Wenn ich mit meinem Hund durch die Welt gehe, sehe ich aber auch viel anderes !

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"Unser Hund hat immer versucht, den anderen zu beschnüffeln und zu besteigen." Das solltet Ihr nicht zulassen! Egal, wie der andere Hund riecht: Ihr seid weisungsbefugt und Euren Weisungen sollte sich Euer Hund fügen! Wenn das (noch...) nicht klappt, ist es vielleicht besser, sich entweder auf neutralem Boden zu treffen oder aber den Besuch ohne Hund zu absolvieren, um dem anderen Hund Belästigungen zu ersparen!

Lass das Spray weg und splitte sie in solchen Situationen kommentarlos, deinem Hund zugewand. Wenn dein Hund dich dann ansieht kannst du das mit einem Leckerchen bestätigen. Dann musst du ihn sorgfältig beobachten und jedes Mal, wenn er im Begriff war zu dem anderen Hund zu gehen und dich ansieht wieder bestätigen.

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