Zusammenhang zwischen Völkerwanderung und Untergang des Weströmischen Reiches?

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5 Antworten

Wiki wurde schon zweimal angeführt, deshalb nehme ich darauf keinen Bezug. Es wäre aber sinnvoll, weitere vermutete Gründe für den "Untergang des römischen Reiches" zu benennen. Das eine sind innere Gründe, die auch zu der fehlenden Effizienz der Verteidigung der Grenzen führte, aber es wird auch angenommen, daß die Völkerwanderung selber auf ein klimatisches Pessimum zu der Zeit (feuchteres Klima, Rückgang der Durchschnittstemperaturen) zurückzuführen sei. Nicht wenige Stürze von Großreichen fallen mit Klimaveränderungen zusammen, also könnte man, statistisch gesprochen, den Fall des römischen Reiches als auch die Völkerwanderung jeweils als Folge des Klimawandels zu der Zeit vermuten, also eine "Abhängigkeit" über eine weitere Variable einführen.

Aufgrund der aktuellen Erkenntnisse zum Ablauf der "Übernahme" der Gebiete des westlichen Reiches durch germanische Stämme ließe sich dies eher als Folge des Zusammenbruchs des weströmischen Reiches (im Sinne der Schaffung von Möglichkeiten) denn als Folge der Völkerwanderung begreifen.

Siehe z.B.

http://www.fr-online.de/klimawandel/rom-versank-im-regen-klimawandel-loeste-voelkerwanderung-aus,1473244,5292262.html

Allerdings sehe ich es als nicht wirklich glücklich an, mit gleichem Aufwand gut recherchierbare Fragen in einem solchen Kontext beantworten zu lassen, denn es steht immer die Frage der Qualität der Antworten im Raum (die man am Besten wieder über Recherche zu validieren hätte, also wäre nichts gewonnen). Es wird einfach heute zu oft "Autorität" ungeprüft (und das beinhaltet auch Wiki, denn es sind keinesfalls alle Beiträge inhaltlich wirklich brauchbar, z.B. der Beitrag zu "Repräsentativität": der Satz
"Ein noch gravierenderes Problem ist, dass das Auswahlverfahren für die
„repräsentative“ Stichprobe, im Gegensatz zur Zufallsauswahl, die
Eigenschaften der Stichprobenelemente zur Auswahl nutzt." ist absolut falsch, denn gerade über Zufallsstichproben erhält man, quer durch die Literatur, repräsentative Umfragen, denn letztlich sollen systematische Fehler durch eine merkmalsbezogene Auswahl der Stichproben vermieden werden; hier wurde ein Plausibilitätscheck nach erfolgter Umfrage mit einer formalen Voraussetzung für die Umfrage verwechselt) zugestanden und damit der größte Schwachsinn als "Wahrheit" übernommen, weil man meint, daß es sich gut anhöre.

Bei schulischen Aufgaben z.B. ist gerade die Recherche (Lehrziel: wie finde ich effizient Informationen und wie kann ich deren Verläßlichkeit prüfen) ein weit wesentlicherer Lernfaktor, als der konkret zu recherchierende Inhalt. Wer nicht lernt, sauber zu recherchieren, läuft ggf. später Gefahr, über ein falsches Zitat Puddingpulver zu einem verzehrfertigen Dessert zu erklären und dies selber nicht einmal erkennen zu können, Guten Appetit! (So geschehen in einer Seminararbeit einer Padagogik-Studentin im 6. Semester).

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Welche Rolle die Entwicklungen der Völkerwanderungszeit bei der Auflösung des Weströmischen Reiches spielten, ein in der Forschung immer wieder diskutiertes Problem, ist kaum pauschal zu beantworten. Sicher ist, dass Rom im späten 4. und im 5. Jahrhundert nicht mehr in der Lage war, seine Grenzen so effizient wie früher zu verteidigen. Die Errichtung der germanischen Königreiche (regna) auf dem Boden des westlichen Imperiums im 5. und 6. Jahrhundert lässt sich allerdings nicht mehr so einfach erklären, wie es früher oft angenommen wurde, und war oft ein schleichender Prozess. Die populäre Vorstellung, germanische Stämme seien gewaltsam in das Imperium eingedrungen, um dort als Eroberer eigene Reiche zu errichten, wird heute von den meisten Experten entweder als unzulässige Vereinfachung oder als schlichtweg falsch betrachtet.

Quelle Wikipedia

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Welche Rolle die Entwicklungen der Völkerwanderungszeit bei der Auflösung des Weströmischen Reiches spielten, ein in der Forschung immer wieder diskutiertes Problem, ist kaum pauschal zu beantworten. Sicher ist, dass Rom im späten 4. und im 5. Jahrhundert nicht mehr in der Lage war, seine Grenzen so effizient wie früher zu verteidigen. Die Errichtung der germanischen Königreiche (regna) auf dem Boden des westlichen Imperiums im 5. und 6. Jahrhundert lässt sich allerdings nicht mehr so einfach erklären, wie es früher oft angenommen wurde, und war oft ein schleichender Prozess. Die populäre Vorstellung, germanische Stämme seien gewaltsam in das Imperium eingedrungen, um dort als Eroberer eigene Reiche zu errichten, wird heute von den meisten Experten entweder als unzulässige Vereinfachung oder als schlichtweg falsch betrachtet.

Quelle Wikipedia

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Es muss keinen geben. Der Untergang hat etwas mit dem Freiheitswillen zu tun und die Völkerwanderung wohl mehr nach der Suche von unbesetzten Gebieten.

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