Zusammenhang zwischen Heiratsvorschriften der Religionen und Rassismus?

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17 Antworten

Vielleicht passt hier der Begriff Supremazismus ganz gut?

Supremazismus die Ansicht, dass eine bestimmte Rasse, Spezies, ethnische Gruppe, ein Geschlecht, eine sexuelle Orientierung usw. anderen überlegen ist und deren Vertreter die anderen dominieren, kontrollieren und beherrschen sollten

http://veganismus.ch/foren/read.php?f=14&i=2444&t=2444

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Kommentar von geschoepf
08.06.2014, 10:20

DH! Religiöser Supremazismus ist der passende Begriff.

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rassistisch waere meiner ansicht nach hier der falsche weil zu spezielle begriff. intolerant ja, denn unabhaengig von ethnie sehen religionen im allgemeinen auch keine heirat zwischen gleichgeschlechtlichen partnern vor, was aus einer anderen richtung kommt als die religionstrennung. anders als weltliche institutionen verharren die meisten weltreligionen in einem zustand der stagnation und die anzahl der leute, die sich nach wie vor buchstaeblich an in uralten buechern festgeschriebene regeln haelt, ist immer noch sehr gross.

davon abgesehen kann jemand durchaus mit einem vertreter einer anderen religion oder ethnie dick befreundet sein, ohne eine heirat in erwaegung zu ziehen und sogar ohne eine heirat untereinander zu befuerworten. der ist dann trotzdem kein rassist.

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solche gemeinschaften sind nicht nur nährboden sondern auch die ursache für diskriminierung und entfremdung und vorurteile denn die sind diejenigen die meistens intolerant sind und nichts anderes akzeptieren und sich hinter glaubensfreiheit verstecken aber von ihren mitmenschen immer verständnis und toleranz erwarten da wird leider mit zweierlei maß gemessen

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Als Rassismus würde ich das nicht bezeichnen. Seine Hautfarbe, seine Herkunft kann keiner ändern, seine Religion, seine Ansichten, Meinungen dagegen schon. Ich würde es als "demokratiefeindlich" betrachten.

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Zuerst mal, welche Religion ist es denn ? Den in der Christlichen Religion trift das nicht zu, den wer die Bibel gut kennt, der weiß das auch ! : Die Botschaft vom Berge Sinai ist offen für alle Menschen, sie ist ein Angebot. Denn die Rahab ist keine Jüdin und Israelitin. Dieses Motiv kommt sowohl auf der individuellen wie auf der völkischen Ebene vor. Nehmen Sie als Beispiel Das Angebot desMonotheismus gilt auch für sie. die Stadt Ninive: Das sind keineswegs Israeliten und trotzdem ergeht das Angebot Gottes mit seinen zehn Geboten an sie, ohne dass sich z. B. die Männer beschneiden lassen oder sie zum Judentum übertreten müssten. Nehmen Sie das Beispiel mit Sodom: Es gibt auch hier das Angebot, dass ihnen vergeben wird, wenn sie umkehren. Nehmen sie andere Einzelpersonen wie z. B. den Hiob: Auch er ist kein Jude oder Israelit. Nehmen Sie Jitro, den Berater des Moses: Auch er ist kein Jude.Moses Frau,auch se ist keine Jüdin. Bei Rahab ist das ebenfalls der Fall .

Apatheit in der Bibel gibt es nicht vor Gott

Mirjam war zu Moses gekommen und hatte gemeckert. Die erste Lehre daraus ist, dass Gott keine Denunzianten und Meckerer mag. Und weil sie wegen der Hautfarbe dieser Frau gemeckert hatte, wird sie auch dementsprechend bestraft. Denn Mirjam wurde "weiß wie Schnee", sie wurde also leprakrank: weil ihr die Schwägerin zu schwarz gewesen war! Und der Schwägerin ist nichts passiert, nur der Mirjam; und auch dem Aaron ist nichts passiert. Viele fragen, warum dem Aaron nichts passiert ist. Das liegt einfach daran, dass er nur ein kleiner Mitläufer gewesen ist. Es heißt nämlich immer: "Es sprachen Mirjam und Aaron.. Es gibt also in der Bibel keine Spur von Apartheid, sondern das genaue Gegenteil!"Was, die ist dir zu schwarz? Dann bekommst du Lepra!" Die Menschen erachteten also früher Krankheiten als selbstverschuldet. Mirjam muss dann für einige Zeit weg von der Familie: Sie muss, wie wir heute sagen würden, in Quarantäne. Aber auch das wird wieder anders gedeutet: Moses betet nämlich für sie. Und das zeigt wieder die Güte von Moses: Obwohl sie doch so einen Unfrieden stiftet und Unrecht hat, betet er zu Gott. Und ganz Israel wartet, denn das war während der Zeit des Auszugs aus Ägypten. Der Zug stoppt also und es dauert acht Tage, bis sie geheilt ist und wieder zurückkommt. Er hat damit ausgedrückt, dass es in der Bibel keinen Beweis für die Apartheid gibt. Im Gegenteil, alle sind Kinder Gottes.

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Natürlich ist ein solches Vorgehen rassistisch, und sogar eine gewaltige Versündigung.

Schauen wir in die Bibel dann finden wir in der Schöpfungsgeschichte, der Mensch wurde von Gott erschaffen. Eine Nationalität oder Glaubensform wurde dabei nicht erschaffen. Grenzen Religionen nun andere Menschen wegen ihrer Religion oder Ideologie oder Nationalität aus, dann bedeutet dies eine Ausgrenzung von Gottes Schöpfung, welches dann gleichbedeutend mit Rassismus ist.

Unabhängig dessen findet man in der Bibel werder einen Verweis auf Religion noch Konfession.

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Ich würde mal behaupten, dass wenn zwei Menschen der selben Religion/Sekte angehören und heiraten, ihre Kinder oft auch der Religion/Sekte ihrer Eltern angehören bzw. diese zumindest Bestandteil ihrer Erziehung ist und die Religio/Sekte so weiter bestehen kann, da sie auch bei geringen Missionserfolg steigende Mitgliederzahlen hat.

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Kommentar von TeeEi
08.06.2014, 11:40
Ich würde mal behaupten, dass wenn zwei Menschen der selben Religion/Sekte angehören und heiraten, ihre Kinder oft auch der Religion/Sekte ihrer Eltern angehören bzw. diese zumindest Bestandteil ihrer Erziehung ist und die Religio/Sekte so weiter bestehen kann, da sie auch bei geringen Missionserfolg steigende Mitgliederzahlen hat.

Ich bin der Meinung, dass dieser Brauch aus den Zeiten stammt, als die Stämme und Sippen damit ihren Fortbestand sicherten. Und darin sehe ich rassistische Züge.

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Das ist kein Rassismus sondern das übliche Vorgehen bei einer Gehirnwäsche. Wichtigster Punkt bei jedem Mentizid ist es die Person von Freunden und anderen Bezugspersonen zu isolieren. Das machen so gut wie alle Sekten. Anerkannte Religionen wollen mit Sekten nicht in einen Topf geworfen werden, deshalb beschränkt man sich hier meistens darauf das die wichtigste Bezugsperson der Gruppe angehört. Auch nicht unwichtig ist das Druck schon auf kleine Kinder ausgeübt wird weil diese wesentlich leichter zu beeinflussen sind. Partner unterschiedlicher Religionen gehen mit dem Thema meistens eher offen um, das können die Religionen aber nicht brauchen weil der Mentizid dadurch nicht perfekt ist. Die Heirat zwischen 2 Angehörigen der selben Religion/Sekte erzeugt fast zwingend neue Mitglieder in Form von Nachwuchs.

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Obwohl die Praxis des Rassismus ihren Schwerpunkt auf der biologischen Ebene hat, kann man mit Sicherheit von einer schwächeren Art rassistischer Ideologie sprechen. Stimme dir zu. Ich würde sehr noch weiter darüber philosophieren aber ich glaube, das würde den Rahmen hier schon sprengen. ;))) Deine Frage gefällt mir sehr. MFG

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Kommentar von TeeEi
07.06.2014, 02:12

Solange es nicht zum stumpfen Religionsstreit ausartet (was ich versuche zu vermeiden), würde ich ausführliche Antworten und Meinungen gut finden. Warten wir mal weitere Antworten ab.

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ZUnächst, nicht an Dich TeeEi gerichtet:

Huhuhu - bloß gut, dass wir in Deutschland so vorschrittlich = tolerant sind..... Heute können wir Deutschen es uns erlauben, wieder anderen europäischen Völkern, die anders denken, vorzuschreiben, was gut und richtig ist... Claudia Roth und Volker Beck sind einfach perfekte Träger für die "neue" deutsche Botschaft: "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen"!

ZU deiner Frage:
Vor wenigen Jahrzehnten waren in Deutschland Ehen zwischen Protestanten und Katholiken gesellschaftlich sanktioniert, kaum denkbar - kannst ja mal Leute in den konfessionellen Mischzonen (NRW, Franken, Westthüringen befragen) ebensowenig wie Ehen unterschiedlicher Klassen und Stände Alltag waren.

Mit Rassismus hat das nichts zu tun. Alle vernünftigen Wissenschaftler und Politker streiten im Diskurs vehement dafür, den Begriff "Rassismus" nicht zu verwischen - Rassismus ist eine ideologische Ausgeburt des 19. und 20. Jahrhunderts mit vielen Spielarten basierend auf Aussagen im Bereich der biologischen Verfassheit! Die Kultur oder Ethnie ist für den Rassisten nur der Überbau der Biologie!

Sei nicht so töricht, wie manche Einfaltspinsel, das zu vermischen! Aus solchen "Hüftschüssen" kommt nichts Brauchbares heraus!

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Kommentar von Dummie42
07.06.2014, 14:00

:))) Wunderbar pointiert!

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Kommentar von TeeEi
07.06.2014, 14:06

Rassismus ist eine ideologische Ausgeburt des 19. und 20. Jahrhunderts mit vielen Spielarten basierend auf Aussagen im Bereich der biologischen Verfassheit!

Das stimme ich nicht zu. Du denkst da wohl an die Rassenlehre des Nationalsozialismus, gerade aus deutscher Sicht. Aber Rassismus umfasst deutlich viel mehr. Er spielt z.B. in der Sklaverei eindeutig eine Rolle, und auch wenn man da auf Neuzeit beschränkt, geht sie schon auf 16. Jahrhundert zurück.

Mit Rassismus hat das nichts zu tun. Alle vernünftigen Wissenschaftler und Politker streiten im Diskurs vehement dafür, den Begriff "Rassismus" nicht zu verwischen

Da stimme ich durchaus zu, zumindest je nach Kontext. Gerade für die Rechtsextremisten ist es ein gefundenes Fressen. Sobald sie "Die sind (selber) rassistisch!" sagen, relativieren und verharmlosen sie alle möglichen Schei## die sie bauen. Das Argument ist logisch gesehen natürlich völliger Schwachsinn, aber das fällt nicht gerade vielen Leuten auf.

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Rassismus würde ich jetzt nicht als korrekten Begriff damit assozieren, würde ich sehr gewagt finden.

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An sich sind solche Vorschriften nicht rassistisch. Rassismus sind ja Vorstellungen von der Überlegenheit der eigenen Gruppe gegenüber einer anderen, die diese Überlegenheit mit einer biologistischen Verwendung des Begriffs der Rasse begründen.

Bei religiösen Heiratsvorschriften ist das nicht der Fall, die vermeintliche Überlegenheit bzw. die Ablehnung des Anderen sind hier an die Religionszugehörigkeit geknüpft. Allerdings ist das Konzept analog: Auch hier handelt es sich um eine Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit und um Überlegenheitsdenken, nur eben mit anderer Begründung.

Insofern besteht wohl definitiv eine Zusammenhang zwischen Rassismus und Heiratsvorschriften in Religionen bzw. Sekten, und zwar dadurch, dass beide des selben Geistes Kind sind.

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Kommentar von Locoloco77
07.06.2014, 21:05

Gut analysiert!

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Ja, ich denke auch, dass der Begriff Rassismus heute weiter gefasst wird und sich nicht nur auf die Ablehnung einer anderen Hautfarbe als der eigenen bezieht, sondern auch auf die Ablehnung einer anderen Kultur oder Religion.

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Wenn man von der UNO-Definition von 1965 ausgeht, die im Internationalen Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung beschrieben wird, so gehört die kulturelle Abstammung dazu. Selbst den Adel muss man da einbeziehen.

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"Rassismus" ist in erster Linie ein "Totschlagwort" geworden, um jeden, der was gegen völlige globale Freizügigkeit hat, aus der Diskussion zu schmeißen.

Von Religionen aber sollte sich ein aufgeklärter Mensch des 21. Jahrhunderts überhaupt nichts diktieren lassen. Keine von diesen uralten Mythen macht heute noch Sinn, sondern diese Aberglauben vergiften nur alles.

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Eine Religion, welche am ehesten als Beispiel für deine Frage gelten kann, ist der Islam.

Jedoch ist auch dort das Gebot nur Muslime zu ehelichen, oder das Verbot für Frauen Andersgläubige zu heiraten, kein Rassismus. - Siehe die Bedeutung von Rassismus unter Wikipedia.

Man kann demnach nur von "religiös bedingter Diskriminierung" reden.

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Hallo TeeEi,

ich schreibe dir meine Antwort, ohne mir vorher die Antworten der Anderen durchzulesen.

Sekten üben selbstverständlich einen enormen subtilen Druck auf ihre Mitglieder aus. Diese Sekten sind auf ihre Weise innovativ. Sie kultivieren das Wort "Sekte". Das heißt, sie wollen zweifelnden Menschen glauben machen, es sei ehrenwert, dass andere Menschen sie als Sekte bezeichnen.

Deshalb sind auf Bundesebene die Begriffe "Psychogruppen" und "Destruktive Gruppen" aktuell, unter denen man sich herkömmlich die Indoktrination einer Sekte vorstellt.

Das Wort "rassistisch" kann ich mit dieser Indoktrination und Bevormundung der Mitglieder nur bedingt verbinden. Man muss wissen, wie diese Sekten -> Psychogruppen funktionieren. Sie bauen gezielt Abhängigkeiten auf. Sie verunsichern die Menschen und verkaufen das Gefühl, einer elitären Gruppe anzugehören. In den Mitgliedsbüchern findet man regelmäßig ganze "Dynastien" von Familienmitgliedern.

Natürlich wird von den Oberen in der Hierarchie solcher Sekten ein "Neuzugang" argwöhnisch beobachtet. Man weiß ja nie, ob das ein "Unruhestifter" sein könnte. Wenn jemand Zweifel äußert, lastet man demjenigen ganz schnell das "Böse" an, quasi ein Verbund mit dem Teufel.

Ich weiß, wovon ich dir schreibe.

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Kommentar von chruesimuesi
08.06.2014, 10:25

aber eigentlich gehts hier ja gar nicht primär um sekten, denn wie der fragesteller ja schon schrieb, tritt der sachverhalt ja auch bei diversen religionen auf.

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