Zusammenhang zwischen BRD und Potsdamer Konferenz?

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6 Antworten

Das Potsdamer Abkommen besiegelte die vorher schon im Londoner Protokoll und in Jalta von den drei Siegermächten USA, Großbritannien, und SU beschlossene Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen und Berlins in (Besatzungs-) Sektoren. Frankreich kam später hinzu und bekam jeweils eine Besatzungszone im Südwesten Deutschlands und einen Sektor im Nordwesten Berlins. Das Abkommen stellte die deutschen Gebiete östlich von Oder und Lausitzer Neiße unter polnische bzw. den nördlichen Teil Ostpreußens unter sowjetische Verwaltung. Deutschland sollte als einheitlicher Staat mit einer antifaschistisch demokratischen Grundordnung wieder entstehen, weswegen die vier Siegermächte es vorerst von Berlin aus zentral verwalteten wollten. Dazu installierten sie eine oberste Regierungsbehörde, den Alliierten Kontrollrat, am Kleistpark im amerikanischen Sektor Berlins. Die Siegermächte verpflichteten sich in ihren Zonen dafür zu sorgen, dass der Schoß, aus dem Faschismus und Militarismus kroch, unfruchtbar gemacht wird, was hieß, alle Nazi- und Kriegsverbrecher sowie all jene, die sie einst an die Macht hievten und an Faschismus und Krieg profitierten, zu bestrafen. Dazu gehörten als Hauptnutznießer die Großagrarier, die großen Monopole und das Finanzkapital, was zerschlagen werden sollte. Da schon ab 1946 der Kalte Krieg mit zunehmender Wucht ausbrach und bis 1948 einem ersten Höhepunkt entgegenstrebte, steuerten die Westmächte infolge auf die Bildung eines separaten Weststaates, wozu sie die Kräfte wieder brauchten, die eigentlich laut Potsdamer Abkommen bestraft gehörten. So kam es, dass nur in der Sowjetzone das Abkommen in breitester Auslegung mit vielen auch ungerechtfertigten Übertreibungen aber immerhin vollständig Anwendung fand und es in den Westzonen sehr schnell zugunsten der Restauration althergebrachter Verhältnisse in Vergessenheit geriet. Die Gründung der BuDe markierte den staatlichen Wendepunkt dieses Prozesses.

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In der Potsdamer Konferenz wurde die Aufteilung Deutschlands in vier Besatzungszonen beschlossen. Die Ostgebiete des deutschen Reiches wurden unter polnische bzw. sowjetische Verwaltung gestellt. Keineswegs wurde damals schon die Entstehung zweier deutscher Staaten geplant, vielmehr sollte ein alliierter Kontrollrat für Deutschland als Ganzes zuständig sein. Auch die endgültige Festlegung der deutsch-polnischen Grenze wurde ausdrücklich einer Friedenskonferenz vorbehalten, obwohl die Sowjetunion faktisch schon vollendete Tatsachen geschaffen hat (Vertreibung der einheimischen Bevölkerung und Ansiedlung vertriebener Menschen aus den ostpolnischen Gebieten, die infolge des HitIer-StaIin-Pakts von der Sowjetunion annektiert wurden).

Die Bundesrepublik Deutschland (die offiziell nie BRD hieß) wurde erst 1949 gegründet. Die Vorbereitungen begannen 1948 nach dem Auszug des sowjetischen Vertreters aus dem alliierten Kontrollrat und der Berliner Blockade.

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Ich bin mir nicht 1000%ig sicher, aber wir haben das Thema gerade in der Schule und ich glaube, dass auf der Potsdamer Konferenz die Spaltung Deutschlands der Siegermächte beschlossen wurde. Dieser Beschluss war ja im Prinzip die Gründung der BRD. LG, wustas96

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Auf der Konferenz von Potsdam wurde die Aufteilung Deutschlands in vier Besatzungszonen, Berlins in vier Sektoren (nämlich: britische, französische, amerikanische und sowjetische) beschlossen. Schon bald gab es ideologische Differenzen zwischen den westlichen Besatzungsmächten (F, GB, USA) und der Sowjetunion. Im März 1948 schlossen die Westmächte ihre Zonen zur Trizone wirtschaftlich zusammen. Die Deutsche Teilung war unaufhaltsam.


Im Mai 1949 wurde aus den westlichen Besatzungszonen die BRD gegründet. Sie stand auf der Seite der Westmächte, allen voran der USA. Im Oktober des Jahres wurde die DDR auf Seiten der Sowjetunion gegründet. Die Staatsgrenze zwischen den beiden Deutschen Staaten entwickelte sich zum Zentrum des Eisernen Vorhangs, der die Welt in Kommunismus/Sozialismus (Sowjetunion-Ostblock) und Kapitalismus (USA-freie Welt-Demokratie) spaltete. Neben Deutschland wurde auch Berlin unterteilt: Der westliche Teil gehörte de facto zur Bundesrepublik, Ost-Berlin als Hauptstadt zur DDR.

Die Besatzungszonen - (Geschichte, Politik) Die beiden Deutschen Staaten (West- und Ost-Berlin) - (Geschichte, Politik) DDR und BRD  - (Geschichte, Politik)
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StornoKing 28.03.2013, 08:23

Nicht schlecht! Nur: Berlin-West gehörte bis 1990 nie zur Bundesrepublik, auch nicht "de facto"!

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In der Potsdamer Konferenz hat man die Teilung Deutschlands und Europas beschloss, einmal in einem kommunistischen/sozialistischen Osten (DDR) und in einen kapitalistischen Westen (BRD).

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