Zusammenhang Globalisierung und Industrialisierung

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Es ist richtig, dass es auch schon vor dem ersten Weltkrieg eine Globalisierung gab. Im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts entwickelte sich jedoch eine andere Art von Globalisierung, die in traditionellen Industrieländern zur Desindustralisierung führte und in Billiglohnländern zur Ansiedlung neuer Industrien. Der entscheidende Grund hierfür war die Erfindung des Containers. Die Transportkosten pro Stück in die Absatzgebiete konnten nunmehr vernachlässigt werden und es konnte überall auf der Welt produziert werden (unter der Voraussetzung großer Stückzahlen). Dabei fand und findet ein Wettlauf zu den billigsten Produktionsstandorten statt.

Die Industrialisierung braucht die Globalisierung.

Durch die Industrialisierung stieg die Nachfrage nach Rohstoffen und auch neue Stoffe wurden benötigt, die es nicht oder nicht genügend in Europa gab. Dadurch erhöhten sich die Einfuhren aus nicht europäischen Ländern. Gleichzeitig kam es aber auch zu einer Überproduktion an Waren in Europa. Es konnten nicht mehr alle Waren in Europa abgesetzt werden und es mussten neue Märkte erschlossen werden.

Mal ganz grob gesagt.

Die Industrialisierung war sozusagen der Helfer der Globalisierung. Zwar sind die ausschlaggebenden Faktoren zur Globalisierung Kommunikationsmittel wie das Internet und eine bessere, leichtere Infrastruktur, so jedoch auch der große Wissenschaftssprung zu der Zeit des 19.Jahrhunderts. Sprich: Duch die Erfindung der Dampfmaschine wurde vom aufwendigen Einzelteilarbeiten zur Massenproduktion umgeschlagen und durch die Eisenbahn der Transport möglich und somit der Bau von einer besseren Infrastruktur eingeleitet. Vor allem liegt der Schwerpunkt auf der Industrie. Zuvor gab es höchstens sowas wie Kleinbetriebe und nun kam man auf große Fabriken. Dann kam die Arbeitsteilung hinzu. Es musste niemand mehr alles machen, sondern sich auf seinen Teil spezialisieren, was man in der Globalisierung gut erkennen kann! Schau dir Adidas an: Die Trendsetforscher sitzen in New York und Tokio. Die Produktion in Asien irgendwo, wo es billig ist und der eigene Verwaltungsstandort in Deutschland. Man kann auch noch sagen, dass zur Zeit der Industrialisierung der Kapitalismus sich stark "herausbildete", was auch eine Rolle in unserer heutigen Zeit spielt. Man kann so viele Parallelen herausziehen, und ganze Seminararbeiten darüber schreiben. Auf jeden Fall ist es wichtig zu wissen, dass mit der Industrialisierung das "Wachstum" auf vielen Ebenen schneller wurde und man Kontaktaufnahme mit anderen Ländern erleichtern wollte um zu handeln. Deswegen schritt die Vernetzung der Welt immer mehr voran, weil es "einfacher" wurde (siehe Ausbau von Straßen, Schienen, etc.). Und heute haben wir eine vernetze, global agierende Welt, in der jede Sekunde zählt. Schau auch mal hier nach: http://gabrieleweis.de/3a-politik/grundinfos/industrialisierung-globalisierung.htm lg, Noxsol^^

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