Zusammenhänge bei den Mendelschen Regeln.

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Nicht erschrecken, die Antwort ist lang, aber ich hab weit ausgeholt und schön gegliedert:

Viele äußerliche Merkmale von Lebewesen sind ja durch verschiedene Gene festgelegt. die Gene schwirren aber nicht frei im Körper herum, sondern sind zusammengefasst zu insgesamt 2 * 23 Chromosomen im Zellkern. "2 mal" deswegen, weil wir von jedem Chromosom, also auch von jedem Gen zwei Ausführungen besitzen. Eines von väterlicher, und eines von mütterlicher Seite, die nicht unbedingt genau identisch sein müssen. Diese zwei zusammengehörigen Genvarianten nennt man auch Allele. Auf einem Chromosom ist das Gen Nr. 257 (Allel A) z.B. so aufegbaut, dass es für braune Haare sorgt, bei seinem Partnerchromosom produziert das gleiche Gen (Allel a) schwarze Haare. Ob das Lebewesen dann schwarzes oder braunes Fell hat, kommt ganz auf die Dominanz der Gene darauf an: Beide Gene sind intakt und produzieren beide schwarze und braune Haarfarbstoffe, häufig wird aber der eine Farbstoff durch den anderen "verdrängt" und überlagert. Das Allel ist dann rezessiv. Jetzt zur Fortpflanzung: Zeugt ein Lebewesen mit doppelter Genausführung mit einem anderen Lebewesen (auch mit jeweils 2 Allelen) Nachkommen, können diese nicht alle Allele der Eltern übernehmen, dann hätten sie ja pro Gen 4 Varianten und das würde dann immer so weitergehen! Deswegen bekommt es zufallsbedingt, wie oben schon erwähnt immer ein Chromosom mit den darauf verstauten Genen vom Vater und eins von der Mutter. -->Uniformitätsregel: Die F1- Generation (Filia= Tochter), also die Kinder der ursprünglichen Individuen haben also wieder für jedes ihrer Merkmale jeweils ein Allel (Genvariante) von Mutter und Vater, wobei gewöhnlich nur ein Allel sich (phänotypisch= äußerlich)ausprägt, also dominiert. Sind beide Eltern reinerbig (homozygot) bezüglich dieses Gens, d.h. der Vater hat 2* das Braunhaargen, die Mutter kann 2* ein Gen für eine andere Haarfarbe besitzen, jedenfalls hat jeder das gleiche Gen in doppelter Ausführung, dann kann jeder auch nur dieses Gen an seine Kinder weitergeben. Jedes Kind hat ein Braunhaargen vom Vater und ein z.B. Orangehaargen von der Mutter. Dann kommt es wieder darauf an, welches Allel dominiert (das Braune oder Orangene), aber jedenfalls haben alle Kinder die selbe Fellfarbe (den selben Phänotyp) und sind deshalb uniform. -->Spaltungsregel: verfolgt man jetzt den Stammbaum weiter, haben die vorher erwähnten Kinder alle jeweils 2 verschiedene Allele (Rot- und Braunhaargen). Wenn sie sich dann untereinander fortpflanzen, erhalten deren Nachkommen wieder von jedem Elternteil für jedes (Aussehens-)Merkmal ein Allel (damit sie am Ende wieder auf 2 Gene pro Merkmal kommen). Jetzt kommt es aber darauf an: kriegen sie von Mutter und Vater ein Orangenes, oder vom Vater ein Orangenes und von der Mutter ein Schwarzes? Das ist immer unterschiedlich und so sind es auch die verschiedenen Nachkommen. Das uniforme Aussehen der F1-Generation spaltet sich auf und es entsteht eine F2- Generation, an der wieder alle Merkmale des ganz ursprünglichen Paares sichtbar werden können. --> Unabhängigkeitsregel: betrachtet man mehrere Merkmale auf einmal und geht man wieder von einem homozygoten Paar aus (gleiches Gen in doppelter Ausführung) gilt für die F1- Generation wieder die Uniformitätsregel, diesmal halt bei zwei Merkmalen gleichzeitig betrachtet. Die Nachkommen einer großen blauen und einer kleinen roten Blume besitzen einmal bei dem Gen für Wachstum das Allel für Hoch- und für Kleinwachstum und beim Gen für die Farbe ein Allel das für blaue und ein Allel das für rote Blätter sorgt. Wenn sich diese Nachwuchsblumen wieder untereinander fortpflanzen, wird es kompliziert: die Kinder können sich jetzt bei der Mutter einmal zwischen blau und rot und einmal zwischen groß und klein entscheiden und beim Vater nochmal derselbe Vorgang. so können sie entweder groß und rot, groß und blau, klein und rot oder klein und blau sein, ganz unabhängig in welcher Kombination die Eigenschaften bei den Ureltern vorlagen.

:) So, ich hoffe jetzt hast du es verstanden.

Wow, vielen vielen Dank für deine lange Antwort, ja das hat mir sicherlich sehr geholfen, also nochmals DANKE :)

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Die beziehen sich auf die Basensequenzen der Nukleotide in der DNA soweit ich mich erinnere.

Evolutionstheorie widerspricht den Mendelschen regeln, was denkt ihr?

So, etwas für diejenigen, die sich auch wirklich damit beschäftigen/beschäftigt haben.

Ich bezweifel, dass die Evolutionstheorie, so wie sie dargestellt wird, existiert hat. Ihr könnt mir dann eure Meinung dazu erläutern bzw. helfen.

Wenn wir uns den Einzeller des Menschen betrachten, der existiert hat und sich auf dem Weg zum Menschen entwickelt hat, wird etwas auffällig. Der Mensch kann nur leben, wenn er einen fortgeschrittenen Herz, Lunge, Adernsystem und einen Knochenmark hat (Grundbausteine). Der Einzeller besitzt diese nicht, hat sich jedoch im laufe seiner Entwicklungszeit, diese "angeeignet". Also zwischen dem Menschen und dem Einzeller, müssten die Organe plötzlich entstanden worden sein, wie ist das passiert?.

Denn ohne einen Herz macht die Lunge keinen Sinn und ohne dem Herz macht das Adernsytem kein sinn etc. folglich kein Leben. Also diese Grundorgane können alleine nicht funktionieren und brauchen den jeweils anderen Organ. Das heißt, es ist nicht möglich, dass erst das Herz, dann die Lunge, dann die anderen Organe entstanden worden sind. Es ist auch nicht möglich, dass die ganzen Grundorgane gleichzeitig gewachsen sind, denn wenn sie nicht ausgereift sind, können sie ihre Aufgabe nicht erfüllen. Das Einzige was Sinn macht ist, das die Grundorgane plötzlich ausgereift da waren, ohne Prozess, denn während des Prozesses gelinge das Leben nicht. Das was Sinn macht, müsste jedoch ein Wunder sein.

Die Beschreibung für Dunkelhäutige und Hellhäutige beschreibt die Evolutionstheorie so, dass Hellhäutige in kalten gebieten gelebt haben und die Dunkelhäutigen in wärmeren gebieten. Ein Beispiel:

Wenn wir die Hellhäutigen aus Europa nach Afrika schicken würden und die Dunkelhäutigen nach Europa und die Wetterverhältnisse von damals stattgefunden hätten, selbst dann würde sich da nichts ändern. Ein Hellhäutiges Paar wird während des Lebens in Afrika dunkelhäutig, sie paaren sich und es entsteht ein Hellhäutiges Kind, dieses Kind wächst dort auf (wird braun) und paart sich wieder mit einer und bekommt ein Hellhäutiges Kind. Das könnte man lange führen, Niemals käme es dazu, dass Dunkelhäutige Menschen im Laufe der Jahre entstehen. Außer, das im Familienbaumstamm der "Hellhäutigen" ein Dunkelhäutiger dabei war, aber wenn der Baumstamm rein Hellhäutig ist, wird es in keiner Generation jemals dazu kommen, dass aus Hellhäutigen, Dunkelhäutige entstehen. Deshalb finde ich, dass die Regeln von Mendel die Theorie von Darwin widerspricht.

Mendel kam ja nach Darwin und Darwin hat das nicht wissen können denke ich. Oder wie seht ihr es. Eure Erklärung/Meinung würde mich erfreuen .

Lg.

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