Zusammen ziehen mit der Freundin, Anspruch auf wohngeld?

7 Antworten

Das mit dem Wohngeld kannst du / ihr schon einmal vergessen,alleine aus dem Grund weil ihr noch gar kein Eigentümer oder Mieter von selber bewohntem Wohnraum seid,dass wäre nämlich schon mal eine Voraussetzung die erfüllt sein müsste  !

Selbst wenn ihr das wärt würdest du alleine als Mieter keinen Anspruch haben wenn du dich in deiner Erstausbildung befindest,denn dann hast du zumindest dem Grunde nach Anspruch auf BAB - oder Bafög - und dann würdest du von Wohngeld ausgeschlossen sein.

Dazu käme dann noch ein erforderliches Mindesteinkommen von 80 % des Bedarfes nach dem SGB - ll,also von dem was dir / euch ggf.ohne eigenes Einkommen als ALG - 2 Leistung vom Jobcenter zustehen könnte.

Du könntest also dann ggf.nur mit deiner Freundin zusammen einen Anspruch auf Wohngeld haben,wenn sie selber dem Grunde nach keinen Anspruch auf BAB / Bafög - hätte und die sonstigen Voraussetzungen erfüllt wären.

Ihr würdet dann eine Einstandsgemeinschaft bilden,es würde dann also das gesamte Einkommen zur Berechnung heran gezogen.

Deine Eltern wären dir in der Erstausbildung zwar ggf.zum Unterhalt verpflichtet,wenn dein Auszug notwendig wäre und sie leistungsfähig wären,aber da du selber schon 800 € Netto Vergütung hast,wird da nach Zahlung des Kindergeldes an dich von derzeit 192 € ( wenn du noch unter 25 bist ) kein weiterer Anspruch auf Unterhalt bestehen.

Du kannst zwar von deiner Netto Vergütung in der Regel 90 € pauschal für Aufwendungen wegen der Ausbildung abziehen,es blieben dann aber immer noch 710 € anrechenbare Netto Vergütung und das Kindergeld von 192 € wird voll angerechnet,dann liegst du bei um die 900 € pro Monat.

Einem Azubi / Student der nicht mehr bei einem Elternteil wohnt,steht derzeit ein Unterhalt von 735 € zu,du würdest also mit fast 170 € über deinem Anspruch liegen.

Würdest also nach deinem Auszug mit Kindergeld auf fast 1000 € pro Monat kommen,wenn ihr unbedingt zusammen ziehen wollt und deine Freundin nicht arbeiten kann,dann könntest du dir ja ggf.noch einen Nebenjob suchen,wenn deine Freundin weiterhin über ihre Eltern in der Familienversicherung bleiben kann,dann müsstet ihr ja einigermaßen hin kommen.

Wenn deine Freundin krank ist und für ihren Lebensunterhalt nicht selber sorgen kann,dann bekommen die Eltern ja ggf.noch Kindergeld für sie,dann hättet ihr auch noch einmal fast 200 € mehr pro Monat.

Sie könnte auch einen ALG - 2 Antrag beim Jobcenter stellen,wenn sie allerdings noch unter 25 ist muss sie für den Auszug einen wichtigen Grund nachweisen können,wenn sie die Zusicherung zur Kostenübernahme von angemessenem Wohnraum bekommen möchte.

Zieht sie ohne diese Zusicherung trotzdem aus,dann würde ihr unter 25 Jahren nicht ein Cent für die Wohnkosten zustehen,es würde dann max.den gekürzten Regelsatz für den Lebensunterhalt von derzeit 327 € ( 18 - 24 Jahre ) geben,eigenes Einkommen wie z.B. ihr Kindergeld würden dann bis auf in der Regel 30 € Versicherungspauschale angerechnet,also dann von den 327 € Regelsatz 162 € ( 192 € - 30 € = 162 € ) in Abzug gebracht.

Es würde dann max.den Differenzbetrag von 165 € vom Jobcenter geben,wenn ihr nicht als BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) eingestuft werden würdet,ist allerdings in der Regel erst nach mehr als einem Jahr nach dem Zusammenzug der Fall,wenn ihr euch nicht von Anfang an freiwillig unterstützen wollt.

Dann würde nämlich dein Einkommen nach theoretischem Abzug von Freibeträgen auf den gemeinsamen Bedarf angerechnet.

Das Jobcenter würde dann aber mit Sicherheit die Arbeitsfähigkeit nach einer Zeit prüfen lassen.

Mit dem Partner zusammenziehen  ist ein wichtiger Grund. .

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@Rheinflip

Man muss hier schon einen Unterschied machen,nur weil man volljährig ist und mit seinem Freund zusammen ziehen möchte,bedeutet noch lange nicht das man dann finanzielle Unterstützung vom Jobcenter bekommt,zumal die Freundin über kein eigenes Einkommen verfügt,außer dann evtl.das Kindergeld !

Da könnte ja jeder Volljährige unter 25 wie er lustig ist bei seinen bedürftigen Eltern ausziehen,mit Freund / Freundin zusammen ziehen und einen Anspruch auf volle Leistungen geltend machen,so einfach geht es nun auch nicht.

Ein wichtiger Grund wäre z.B. wenn eine Heirat kurz bevorstehen würde,was nachgewiesen werden müsste oder ein Kind erwartet würde.

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Wenn deine Freundin nicht arbeitet müsste sie entweder Arbeitslosengeld 1 bekommen (dazu müsste sie 365 Tage gewarbeitet haben) oder Arbeitslosengeld 2 (Hartz IV).
Mein Vater arbeitet auf der Wohngeldstelle, daher weiß ich einiges.

Warum arbeitet deine Freundin nicht? Hat sie denn eine fertige Ausbildung oder ist sie gerade erst mit der Schule fertig? Wenn sie eine Ausbildung hat wendet euch an die Agentur für Arbeit, da gibt es ALG1. Wenn nicht, sind ihre Eltern für sie zuständig. Zur Not kann man das auch einklagen! Vor allem wenn sie Volljährig ist. Sie sollte definitiv nicht auf der faulen Haut liegen, das will keiner sehen. Weder die Beamten, dass sie nicht kooperiert, noch die zukünftigen Arbeitgeber im Lebenslauf! Und glaub mir, Faul zu sein ist sehr bequem, da wieder sich aufzuraffen kann schwer sein ...

Versucht es ohne Amt, es bedeutet immer ärger und stress. Nicht alle Beamten sind idioten, aber es gibt viele, vor allem beim Jobcenter ... Aber es gibt eben viele, die einfach nur auf der Tasche des Steuerzahlers liegen wollen, das mag keiner! Deswegen sind sie unfreundlich und sehr streng und konsequent.

Geht am Besten einfach mal zum Jobcenter und lasst euch beraten, dafür sind sie da und das ist ihr Job. Erklärt ihnen ganz offen eure Situation und dass ihr die Hilfe braucht. Seid Kooperativ und seid nachsichtig, wenn die Leute mal nicht gut drauf sind. Immer ruhig bleiben und nie ausfällig ... Alles was du/ihr vor ort tut, wird notiert. Vor allem wenn ihr negativ auffallt. Aber eben auch, wenn ihr positiv auffällt. Wenn ihr dann mal was vergesst zu liefern, aber sonst immer zuverlässig wart, drücken sie mal ein Auge zu und kürzen euhc nicht gleich alles.

Viel Erfolg :)

Hallo,


Sie arbeitet nicht aufgrund einer Psychischen erkrankung.

Ich kann dir versichern dass sie nicht einfach Faul ist, sondern das es seinen grund hat wieso sie nicht einfach so eine Ausbildung anfangen kann momentan.

Sie hat früher mal eine angefangen, nur die musste sie abbrechen.


Sie bekommt momentan auch kein ALG 2, sie wohnt bei ihren Eltern.


Ja das leute denken das sie einfach faul ist und deswegen unfreundlich sind ist ekelhaft, das sieht man hier an den experten die sofort unfreundliche sache schreiben und nur auf neue Fragen warten vorm PC...


mfg


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@AllStarRussian

Wie es in dem Fall ist weiß ich dann nicht. Wie gesagt, lasst euch beraten, dass ist deren Job. Wenn sie die Ausbildung ein Jahr schon absolviert hat, steht ihr ALG 1 zu.
Bei einer psychischen Erkrankung könnte ich mir vorstellen, dass ein sogenannter Tapetenwechsel hilfreich wäre. Wenn euch das ein Arzt / Psychater bescheinigen kann, habt ihr vermutlich bessere Chancen. Ihre Eltern sind auf jeden Fall bis sie eben die 1. Ausbildung fertig hat oder eben 25 Jahre alt ist, Unterhaltspflichtig, auch wenn sie aus gesundheitlichen Gründen weg zieht, müssen sie ihr finanziell helfen. Es kann sein, dass die Eltern zu viel verdienen und sie deswegen kein Anrecht auf ALG 2 hat. Die Beamten helfen euch da sicherlich weiter, vor allem wenn sie sehen, wie wichtig es euch ist.
Meinem Mann und mir war es ebenfalls sehr wichtig zusammen zu ziehen, als wir dann geheiratet haben. Er ist wegen seines Vaters ebenfalls ALG 2 befugt. Wir sind regelmäßig auf dem Amt und müssen "Zeugnis" geben. Es ist nicht schön so "nackt" vor denen zu stehen. Es werden alle Dinge überprüft, auch von dir. Von allen, die in ihrem Haushalt leben. Wenn man zu zweit ist, steht einem meist um die 900 Euro zur Verfügung. Laut den Rechnungen die wir bekommen haben sind es nur wenige Euro mehr als 900. Allerdings haben wir ein bisschen verdient.
Du sagtest du verdienst 800 netto. 100 Euro werden nicht angerechnet, die stehen dir zur verfügung. Somit werden 700 angerechnet und 200 würden euch fehlen. Dies würde das Jobcenter vermutlich bei ihren Eltern einfordern.
Hier in Stuttgar können mein Mann und ich uns keine eigene Wohnung leisten, trotz Jobcenter nicht. Wir leben bei seiner Oma mit im Haus und zahlen ein wenig miete, die aber lang nicht so hoch ist wie der normale Mietspiegel.

Ich kann mich nur wiederholen und raten, dass ihr hingeht und euhc direkt beraten lasst. Spielt ein bisschen dümmlich, aber lernt schnell was sie euch sagen. Wenn ihr etwas nicht versteht, fragen. Immer direkt! Ihr meint es ernst und wollt es nicht ausnutzen, macht ihnen das klar. Wenn ihr aber die möglichkeit habt mit ihren Eltern darüber zu reden und sie sagen würden, ok, sie bekommt 300 Euro im Monat, dann versucht es so. Wie gesagt, es ist kein tolles Gefühl sich so zu "entbößen". Sie werden fragen warum du die 10 Euro hier und da ausgegeben hast. Das ist echt ernidrigend. Leider. Aber dafür helfen sie eben.

Ich wünsch euch viel Erfolg und Kraft und deiner Freundin gute Besserung!

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@MiaLG

Spielt ein bisschen dümmlich

Was ist denn das für ein Ratschlag? Hältst du die Mitarbeiter des Jobcenters für doof?

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@glaubeesnicht

Definitiv nicht! Wenn man aber am Anfang schon sagt "das habe ich im Internet gelesen!", wird man leider schnell in eine Schublade gesteckt (egal ob auf dem Amt, beim Arzt, etc.). Deswegen lieber etwas dümmlich wirken und alles fragen und die Antworten eben doppelt hören (hier und vom Beamten) und eben als Neuer abgestempelt werden, als anders. Aus den Schubladen wieder raus zukommen ist immer sehr schwer.

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@MiaLG

Was glaubst du denn, in welcher Schublade du landest, wenn du "dümmlich" wirkst - und das auch noch mit Absicht. Da kommst du dann nicht mehr so schnell raus.

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Ihr könnt zusammenziehen, wenn ihr das finanzieren könnt. Im übrigen sind eure Eltern bis zum Ende eurer Erstausbildung für euch unterhaltspflichtig. Wendet euch an diese! Warum sollte denn irgendeine Stelle bzw. der Steuerzahler für euch aufkommen?


Bis ende der 1. Ausbildung oder dem 25. Lebensjahr. :)

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Die Steuerzahler sollen nicht aufkommen, sie müssen aufkommen weil wir in einem Sozialstaat leben und niemand in der straße leben muss.

Meine eltern sind nicht in der lage unterhalt zu zahlen.

Meine Freundin ist aus Psychisches gründen in moment nicht erwerbstätig.

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@TreudoofeTomate

Eine Nebenfrage,

Wie schaffst du es in Vier jahren 14000 Informative, schlaue, geniale beiträge wie den oben zu formulieren, und dabei einen Job zu haben?

Ich bin beeindruckt

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@AllStarRussian

Nein, die Steuerzahler müssen nicht aufkommen, nur weil ihr denkt jetzt zusammen ziehen zu wollen, obwohl ihr finanziell nicht in der Lage dazu seid. Wenn eure Eltern euch nicht unterstützen, müßt ihr wohnen bleiben, wo ihr jetzt seid, bis ihr genug verdient, um die Miete zu bezahlen.

Ihr müßt nicht auf der Straße leben, ihr wurde ja nicht rausgeworfen, sondern wollt ganz freiwillig ausziehen.

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@AllStarRussian

Das ist leicht. Ich tippe a) mit zehn Fingern, bin b) multitaskingfähig und sind das c) mal gerade 10 Beiträge am Tag. .

2

😎

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