Zusätzliche Einnahmen aus meinem Hobby (Steuerfrage)

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4 Antworten

Hallo Rainer, wie Du schreibst soll es sich um ein Hobby=Liebhaberei und nicht um ein Gewerbe handeln, das ist wichtig und steuerlich relevant. Es gibt Grenzen, die kann man zunächst auch in der Info eines Finanzamtes einholen, die nächste Stufe wäre ein Lohnsteuerhilfsverein, vgl. dem Mieterschutzverein nur eben für Lohnsteuerzahler/Arbeitnehmer, ggf. auch mit Zusatzeinkommen. Der Hauptpunkt dürfte Dein Arbeitgeber sein, es gibt Wettbewerbs- und Sozialklauseln - eine Sportverein-Aktivität z.B. ist etwas anderes als eine IT-Beschäftigung, kann man nicht aus der Ferne beurteilen.

Wenn eine "Neben-Tätigkeit" in eine bestimmte Größenordnung hineinwächst, stellt sich immer die Frage einer professionellen Beratung bzw. Unterstützung. Also Steuerberater oder Handelskammer=Existenzgründungsberatung usw. bevor man gegen die Wand läuft.

Bekanntlich ist man regelmäßig erst hinterher schlauer, dann ist aber meist der Schaden am größten. Viel Erfolg ...

"Wie geht es mir nun bei mir steuerlich betrachtet weiter? Das ist meine große Frage." Es ist egal, ob der Blog dein Hobby ist oder nicht, machst du damit Gewinn ist das Einkommen und das musst du u.a. versteuern. Für deinen Arbeitgeber ist das Nebentätigkeit, die du von ihm genehmigen lassen musst.

  1. Du musst ein Gewerbe anmelden. Es kommt nicht darauf an, ob du das möchtest oder nicht. Darauf kommt es nicht an.

  2. Du musst eine einfache Einnahmen-/ Ausgabenübersicht führen, denke ich jedenfalls erstmal.

  3. Liegen deine Einnahmen über einer bestimmten Grenzte im Jahr, musst du Mehrwertsteuer (Umsatzsteuer) ans Finanzamt abführen.

  4. Dein Gewinn wird als Einkommen gerechnet und das musst du im Sinne der Einkommenssteuer versteuern.

Mein Rat: Mach einen Termin bei einem Steuerberater - so teuer ist das nicht - und lass dich beraten.

Wenn du Einnahmen in dieser Höhe hast, musst du diese auch versteuern. Du musst auch ein Gewerbe anmelden, sonst hinterziehst du Steuern und das kann empfindliche Strafen nach sich ziehen, wenn das Finanzamt davon erfährt. Für dich als Arbeitnehmer ändert sich da nichts. Du musst diese "Nebentätigkeit" auch deinem Arbeitgeber nicht melden. Die Annahme, man müsste das, ist falsch. Es sei denn man würde als Arbeitnehmer in einem Bereich tätig werden, der im Wettbewerb mit dem Unternehmen steht, in dem man beschäftigt ist und das mit Sicherheit dann auch war. Die Nebentätigkeit darf allerdings deine Leistung die du in deiner Firma einbringen musst, nicht beeinträchtigen.

Hallo, genau genommen bist Du einer, der "schwarz" arbeitet. Du musst ein Gewerbe anmelden, egal, ob Gewinn oder Verlust zu erwarten ist. Gg

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