Wie könnte meine Bekannte nach Deutschland zurück kommen nachdem sie über 60 Jahre in den USA gelebt hat?

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12 Antworten

die frage ist, ob es ihr hier besser gehen wird, wenn sie mit 18 ausgewandert ist, hat sie hier kaum rente eingezahlt und zudem keine krankenkasse.

ich habe hier einen fall verfolgt, wo amerikaner hier ein haus kauften und hier wohnen wollten, ihr problem war, das sie rentner waren und deshalb die krankenversicherung hier für sie zu teuer war. sie gingen wieder in die usa zurück. das ganze dauerte anderthalb jahre, wobei sie auch einen anwalt hatten, der alles probierte.

an sich würde ich entsprechende ämter, wie ausländeramt, sozialamt oder auch krankenkassen mal fragen

Sie soll sich an das deutsche Konsulat in den USA wenden.

http://m.konsularinfo.diplo.de/Vertretung/konsularinfo/de/04/Hilfe/Auslandsvertretungen/hilfe__wer.html

Außerdem herausfinden, ob sie die Deutsche Staatsangehörigkeit wieder bekommen kann.

Dazu soll sie sich diesen Link durchlesen. Es stimmt NICHT, dass man die deutsche Staatsangehörigkeit nicht mehr bekommen kann, wenn man sie einmal abgelegt hat.

http://siegwart-law.com/Sgal-de/rechtsanwalt-beibehaltungsgenehmigung-usa-deutsch.html

Sobald das geregelt ist kann sie nach Deutschland zurück.

http://www.gutefrage.net/frage/meine-tochter-lebt-seit-30-jahren-in-amerika-ist-jetzt-amerikanerin-moechte-wieder-die-deutsche-staatsbuergerschaft-verliert-sie-dann-die-amerikanische

Wenn sie die deutsche Staatsbürgerschaft nie abgegeben hat (durch die Annahme der US-Staatsbürgerschaft gibt sie sie automatisch auf), kann sie sich einfach mit ihrem Pass in den nächsten Flieger setzen und nach Deutschland zurückkehren. Das ist eines der Grundrechte. Falls sie keinen gültigen Pass mehr hat, an das für sie zuständige Generalkonsulat in den USA wenden.

http://www.wohin-auswandern.de/rueckkehr-nach-deutschland

Nach 60 Jahren wird sie in ein ihr fremdes Land reisen hat sie hier keine regelmäßigen Kontakte und sich nicht regelmäßig über die massiven Veränderungen in diesem Staat informiert. 

Als sie auswanderte durfte sie noch damit rechnen dass deutsche Behörden eine anständige und zuverlässige Arbeit leisten. Das ist heute tatsächlich und nachweislich nicht mehr der Fall. 

Dass sie sicherlich wie beschrieben hier eine sogenannte soziale Hängematte vorfindet - ist immerhin immer noch die Regel. Aber der Behördenkram der auf sie zukommt ist schon für daran Gewöhnte purer Stress. 

Bei ihr kommt hinzu dass sie keine Arbeit mehr finden wird. Da brauchen wir uns Nichts vormachen. Eine Festanstellung kann sie vergessen denn ab spätestens 50 gelten wir Deutschen als zu alt für eine Neuanstellung, das Arbeitsamt kann schon manches Jahr vor regulärer Rentenberechtigung dazu zwingen in vorzeitige Rente zu gehen - mit entsprechenden Abzügen versteht sich. 

Dann wird sie hier einen Anspruch auf durchschnittlich 45 qm haben. In einer Mietwohnung. Diese wird dann auch manche für sie unbekannte Regelung beinhalten. 

Ja. In USA muss sie arbeiten um nicht obdachlos zu werden. Aber da Arbeit zu finden ist tatsächlich leichter als hier. Hier prügeln sich teilweise die alten Menschen um für sie noch mögliche sogenannte Minijobs. Also Jobs mit Arbeitsbedingungen die gerne prekär sind. Der Verdienst wird dann großteils vom sogenannten Sozialtransfer abgezogen. 

Dann ist da der Gedanke an unser Gesundheitssystem. Es entspricht nicht internationalem Standard sondern bleibt in weiten Bereichen darunter. 

Dass pflegebedürftige Menschen zu einem durchaus beachtlichen Teil unter lebensunwürdigen Bedingungen auf ihr Ende hoffen ist schon lange öffentlich dokumentiert ohne dass es die Mehrheit der Bevölkerung interessiert. 

Nun ja. Ihre Alternative, in USA obdachlos zu werden, ist schlechter. Keine Frage. Bedeutend schlechter. Aber sie sollte sich keinen Illusionen hingeben. 

Was mir noch einfiel: 

Wenn sie Internet hat kann sie sich manche Online-Ausgabe deutscher Medien abonnieren. Da hat sie viele verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl angefangen mit dem RSS-Feed bis hin zu Benachrichtigungen in sozialen Netzwerken. So eine Seite wie Facebook ist da durchaus empfehlenswerter als der RSS-Feed denn da werden dann noch weitere Vorschläge unterbreitet die sich immer mehr ihren tatsächlichen Interessen anpassen können. Und sie kann eine solche Seite nutzen um sich in unsere alltäglichen Diskussionen und Interessenlagen einzulesen. 

Beispiel jetzt Köln. Dank weniger unterschiedlicher Abfragen ist es möglich auf mehr als eine Seite zu kommen wo darüber diskutiert wird auf durchaus kontroverse Weise. Da stehen dann auch gleich mal Links und andere Hinweise auf weitere Quellen die erst mal einfach nur zur Kenntnis genommen oder gleich abonniert werden können. Und sie kann sich gleich auch mit einbringen, Kontakte knüpfen. 

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Die "Ansprüche" gelten wahrscheinlich alle nur wenn sie noch die deutsche Staatsbürgerschaft hat oder? 

Vielen Dank für die Antwort. 

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@Ashlynn

In diesem Staat sind alle Menschen gleich. Findest Du im Grundgesetz festgelegt. 

Zunächst mal. Da sie aber eh bei uns als im Rentenalter seiend gesehen wird laut geltendem Recht erübrigt sich tatsächlich die Frage nach der Staatsangehörigkeit insofern als ja nicht mehr Fragen rund um Arbeit im Raum stehen. 

Hinzu kommt, natürlich, die Frage ob sie je ihre Deutsche Staatsangehörigkeit aktiv aufgegeben hat. Diese Frage sollte sie vor einem Umzug möglichst in USA klären. Also bei einem Deutschen Konsulat, einer Vertretung der Deutschen Botschaft wenn irgend möglich. Ansonsten würde ich mich an das Innenministerium wenden oder das Außenministerium. Ich würde tatsächlich bei beiden versuchen mir per Mail eine schriftliche Auskunft einzuholen wenn es unmöglich ist vor Ort mit einer deutschen Vertretung in Kontakt zu kommen. 

Denn, auch diese Frage ist im Grundgesetz geklärt, der Entzug der Deutschen Staatsangehörigkeit kann nur aufgrund eines Gesetzes erfolgen. 

Es wird ihr auch nicht schaden dieses unser Grundgesetz mal online zu lesen. Es hat sich massiv verändert seid sie auswanderte. 

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Als sie auswanderte durfte sie noch damit rechnen dass deutsche Behörden eine anständige und zuverlässige Arbeit leisten. Das ist heute tatsächlich und nachweislich nicht mehr der Fall.

Es mag Fälle geben, in denen Behörden nicht zuverlässig gearbeitet haben, aber deine Behauptung in der Form ist eine Beleidigung für alle, die im Öffentlichen Dienst tätig sind. 

Besitzt die Frau noch die deutsche Staatsangehörigkeit? Dann könnte sie problemlos nach Deutschland reisen. Hat sie diese bei der Heirat aufgegeben, dann ist sie Amerikanerin und damit keine Möglichkeit in Deutschland Sozialleistungen zu bekommen.

Als ich sie damals mal gefragt hatte habe ich es so verstanden, dass sie Amerikanerin ist aber noch einen deutschen Reisepass (?) der aber abgelaufen sei.

Ich dachte nur es gibt vielleicht eine Hilfestelle oder so. 

So viel zum Thema besseres Leben.

Kommt auf die Staatsangehörigkeit an. Wenn sie Deutsche ist, hat sie das Recht hierherzukommen (und ich darf dann finanzieren, dass sie dort ein besseres Leben hatte, so viel zum Thema Vollkasko-Leben in Deutschland).

Sie hatte alles andere als ein besseres Leben. Und damals sind sehr viele geflüchtet. 

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@Ashlynn

Vor 60 Jahren war es 1955. Wieso ist sie da geflüchtet? Und warum ist sie nicht gleich zurück gekommen, als es nicht besser wurde?

Vor 70-80 Jahren verstehe ich eine Flucht (und würde die Rückkehr auch unterstützen, da könnte man mal nachfragen ob die Staatsangehörigkeit nicht unfreiwillig aufgegeben wurde).

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@Ashlynn

ich weiss ja nicht, ob sie politisch verfolgt war und deshalb deutschland verliess bzw. ihre eltern. da wäre es eine andere sache, aber wo man da hinwendet, weiss ich nicht. evtl. jüdische organisationen, die sollten da doch auskunft geben können.

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Schulden in den USA zahlen, auf einen Flug nach Dland sparen, nur bei deutscher Staatsangehörigkeit. Anspruch auf Hartz4 möglich

Hallo :-)

Wenn du uns ihre Staatsbürgerschaft mitteilst, können wir dir besser helfen.

Viele Grüße :-)

Ich schätze die amerikanische.

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@Ashlynn

Wenn Sie tatsächlich, die US-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, dann darf sie visumfrei für eine Aufenthaltsdauer bis maximal 90 Tagen in das Bundesgebiet einreisen. Anschließen muss sie sich bei der Ausländerbehörde melden und eine Aufenthaltserlaubnis beantragen, sofern sie längerfristig in Deutschland leben möchte.

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oh ja, in den usa ist es nicht ratsam alt oder krank zu werden. welche staatsbürgerschaft hat sie denn?

Die amerikanische glaube ich. 

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@Ashlynn

Mit Glauben kommt man nicht weiter. Es geht hauptsächlich um die Antwort zu der Frage: Besitzt sie noch die deutsche Staatsangehörigkeit oder nicht? Mein dringender Rat: Mit dem abgelaufenen deutschen Reisepass zum nächsten deutschen Konsulat in USA, um diese Frage zu klären. Erst danach kann man weiter recherchieren.

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