Zurück in den Arbeitsmarkt nach Erwerbsunfähigkeit?

1 Antwort

Kommt wahrscheinlich auf die Branche an - vielleicht kannst du umschulen oder ein Kleingewerbe aufmachen?

Was ist, wenn laut psychologischen Dienst des Jobcenters nur eine Ausbildung am 2. Arbeitsmarkt möglich wäre, aber man keine Behinderung nachweisen kann?

Nehmen wir mal diese 2 völlig unterschiedlichen Gegensätze an:

  • Das Jobcenter schickte Person A zu einem psychologischen Gutachten. Es wird eine psychische Behinderung vermutet und es wird darauf hingewiesen, dass eine intensive psychologische Betreuung nötig ist, und eine Ausbildung nur in geschütztem Rahmen in einem Berufsbildungswerk am 2. Arbeitsmarkt möglich wäre. Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass keine realistische Chance zur Integration am allgemeinen Arbeitsmarkt besteht.

Aufgrund dieses Gutachtens will das Jobcenter Person A ausschließlich am 2. Arbeitsmarkt, entweder in einer Behindertenwerkstatt oder in einem BBW beschäftigen. Dazu müsste Person A aber eine Schwerbehinderung bzw. Einschränkung im Sinne von § 2 Absatz 1 Satz 1 SGB IX nachweisen können!

  • Person A beantragt beim Versorgungsamt einen GdB von 50, um die Schwerbehinderteneigenschaft zu erlangen. Dieser Schwerbehinderung wird nicht stattgegeben, da Person A keine Beeinträchtigungen nachweisen kann bzw. das Person A für zu gesund hält.

Da Person A keine Behinderung hat, steht ihm keine ''Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderung'' nach § 2 Absatz 1 Satz 1 SGB IX zu. Eine Integration am 2. Arbeitsmarkt in einem BBW oder einer WfbM wäre also nicht möglich, obwohl dies laut Jobcenter die einzige Möglichkeit wäre.

Jetzt hakt es irgendwie und keiner weiß weiter. Kennt sich von euch vielleicht jemand mit so einer verkorksten Situation aus? Was könnte das Amt jetzt für Konsequenzen daraus ziehen?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?