Zurecht kommen mit Vater in Pubertät?

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5 Antworten

Der Prozess des Erwachsenwerdens sowie die Abnabelung des Kindes von den Eltern, aber auch der der Eltern vom Kind ist kompliziert und oftmals mit Brüchen verbunden. Nicht nur du hast Probleme mit deinem Vater und verstehst ihn nicht, auch er muss sich daran gewöhnen, dass du immer weniger Kind bist. Ihm fehlt die Erfahrung damit umzugehen und daher tut er mal zu viel und mal zu wenig. Meiner Meinung nach läßt sich das Zusammenleben von Menschen durch den Abschluss von Vereinbarungen, in denen die gegenseitigen Rechte und Pflichten deutlich und klar geregelt sind, gut organisieren. Ich habe aber von verschiedenen Seiten gehört, dass dies doch sehr befremdlich sei. Vielleicht muss es nicht ein Vertrag sein, aber ich glaube, wenn du deinem Vater sagst, was du von ihm erwartest und zuhörst, was er von dir erwartet, dürften sich die Reibungen vermindern.

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Ihr solltet beide aufeinander zugehen und vielleicht gemeinsam etwas unternehmen. Frage ihn doch einmal, ob er Lust hat, mit dir zuammen z.B. eine Rad-Tagestour zu unernehmen oder mit dir schwimmen zu gehen. Wenn man außerhalb der Wohnung ist, dann ist vieles lockerer. Mein Mann hat unseren Sohn auch lange wie in kleines Kind behandelt, obwohl er schon 16 Jahre alt war und verlangte absoluten Gehorsam von ihm und keinen Widerspruch.  Es hat dann schon einmal "geknallt" und danach ging es wieder. Es hat etwas gedauert, bis er mit seinem heranwachsenden Sohn auf  Augenhöhe sich unterhalten und umgehen konnte. Gib deinem Vater die Gelegenheit, dich besser, näher kennenzulernen. Du musst dafür Geduld aufbringen, das geht nicht von heute auf morgen.

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Pubertät ist, wenn die Eltern komisch werden.

Offensichtlich hat dein Vater ein Problem damit, dass du nicht mehr das bekannte und berechenbare Kind bist, dessen Verhalten er einschätzen konnte. Jetzt ist er unsicher, wie er sich dir gegenüber verhalten soll. Dich beaufsichtigen wie früher, oder dich loslassen. Dich beschützen, oder dich deine eigenen Erfahrungen machen lassen. Dazu kommt die Angst, dass du irgendwelchen Mist baust. Die Welt ist voll davon. Dann wäre er der Versager. Wenn du dich von ihm zurückziehst in dein Zimmer (ist völlig normal), schließt du ihn aus deinem Leben aus. Er hat das Gefühl, dich zu verlieren. Wie war das denn vorher? Ein gutes offenes Verhältnis? Gemeinsame Unternehmungen von Vater und Sohn? 

Dann kläre ihn doch mal auf. Sag ihm, dass du ihn immer noch liebst und brauchst. Dass er dir vertrauen kann und du ihn nicht enttäuschen möchtest. Dass du aber in einem Alter bist in dem man beginnt, sich von den Eltern anzunabeln.

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"Komisch anschauen" solltest du dir nicht zum Problem machen.

Worüber solltest du deinen Vater aufklären? Wenn du selbst Fragen zur Sexualität hast, versuch doch mal, ihm einfach eine zu stellen!

Dass er sich diskret zurückgezogen hat, als du dich kummervoll im Bett verkrochen hast, ist doch ganz in Ordnung? Dich wie eine Mutter zu trösten hätte auch verkehrt sein können - hättest du dir aber vielleicht gewünscht. Kann ein Vater aber auch nicht unbedingt wissen.

Das Streiten mit den Eltern ist so eine Sache. So richtig "gut" geht das in den wenigsten Familien, und schön oder besonders hilfreich ist das in der Regel nicht.

Pubertät eben - das ist nicht einfach. Aber dass nun gerade dein Vater das Problem sein soll, habe ich aus deiner Frage noch nicht herauslesen können.

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Rede mit deinem Vater und sag ihn, dass du aktuell in einer Phase bist, wo du zu einem jungen Mann heranwächst und Zeit für dich und zur selbstfindung brauchst. Das wird er bestimmt aus seiner eigener Jugend kennen.

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